Flora und Fauna Norwegens

    • Darum sterben die Moschusochsen

      Seit August 2012 hatte man gerätselt, warum die Moschusochsen im Dovrefjell sterben müssen ( #435 + 436 ). ?( Dass eine Lungen- und Rippenfellentzündung schuld sein könnte, hatte man schnell festgestellt. Jetzt gibt es eine gesicherte Erkenntnis, warum sie krank werden. Es ist ein spezielles Bakterium, dass nur unter den Schafen in Norwegen sehr verbreitet ist. Doch wie wird es übertragen ? In den Weidegebieten der Schafe, also auch im Dovrefjell, werden sogenannte Salzlecksteine aufgestellt. Daran lecken die Schafe gerne - aber auch die Moschusochsen. Es wurde sogar schon beobachtet, dass Moschusochsen die Schafe von den Steinen verjagt haben, um sich selber gütlich zu tun :whistling: Das könnte der Übertragungspunkt sein. Die Wildhüter verlangen jetzt das Entfernen der Lecksteine. Wieviele Tiere bisher sterben mussten, ist noch nicht bekannt. Die nächste Zählung wird es ergeben. Bisher ging man von einer Population von 350 aus. :huh:
    • Der Michelinmann

      hätte sicherlich seine Freude an dem Versuch einer Elchkuh, sich als selbiger zu Verkleiden. Eine Reifenwulst ist schon einmal um den Hals herum. Aber da gehört sie ja nun auch wieder nicht hin und soll deshalb wieder weg. Allerdings kann das noch eine gute Woche oder länger dauern, denn Tierärztin Berit Hansen aus Bø hat ein entsprechend starkes Mittel für ihr Betäubungsgewehr nicht vorrätig und wartet nun auf die Lieferung der nötigen Dosis. In der Zwischenzeit kann man übrigens online über den Namen der Elchdame abstimmen - eine Aktion, die übrigens nicht ganz unumstritten ist...
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    • Einsames Rentier

      Der arme Kerl wurde schon mehrfach in und bei Honningsvåg gesichtet. Er ist beim großen Treck der Rentiere zum Festland übrig geblieben. :huh: Es wird vermutet, dass er von einem stärkeren Männchen verjagt wurde und so den Anschluss an die Herde verloren hat. Ein Züchter hat schon 50 Kg Heu ausgelegt, damit er nicht verhungert. Dabei erklärt er aber, dass der Magen der Tiere im Winter schrumpft, wenn sie nur wenig zu fressen finden. In guten Zeiten weitet er sich wieder - sehr praktisch. ;) Für eine Reiseleiterin ist er inzwischen eine Touristenattraktion. Sie hätte jetzt wieder etwas Neues zu erzählen (wahrscheinlich den Hurtigrutlern auf Nordkap-Tour) 8|
    • Sehr seltener Besuch

      .. am Wochenende auf der Insel Sotra vor Bergen . Ein Angler traute seinen Augen nicht, als er diesen Gast ruhig auf den Felsen liegen sah :search: . Bis auf ein paar Meter ist er herangekommen. Als er aber zu nahe kam, guckte der Gast ihn an und schnaubte. :D Da hat er lieber Abstand gehalten. Am nächsten Tag war der Besuch verschwunden.
    • Auch ein Schneehuhn muss die Schulbank drücken, dachte sich dieses Exemplar und stattete der Schule einen neugierigen Besuch ab. Ein Lehrer fing das Tier später ein und transportierte es in einem Katzenkäfig (natürlich ohne Katze darin :D ) wieder in die Natur. :thumbsup:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)
    • Gute Nachrichten für die Polarfüchse

      Innert der letzten beiden Jahre hat sich die Polarfuchspopulation in Norwegen verdoppelt, so teile Direktoratet for naturforvaltning mit. Erstmals seit der Beobachtung der Art seien in Norwegen mehr als 100 Tiere nachgewiesen worden. Der aktuelle Bestand liegt den Angaben zufolge bei 139 Exemplaren, von denen mehr als 100 geschlechtsreif seien. Dies ist eine zwingende Voraussetzung für den Wachstum des Bestandes, der in früheren Jahren 60 geschlechtsreife Tiere nicht überschritten habe. Polarfüchse sind in Norwegen in den letzten beiden Jahren auch in Gegenden beobachtet worden, die zuvor lange Zeit bestandsfrei gewesen seien.

      Gerettet sei der norwegische Polarfuchsbestand damit allerdings noch nicht, dazu seien weitere Jahre mit deutlichem Populationsanstieg vonnöten.
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    • Rundkopfdelphin auf Runde entdeckt

      Bereits am 23. März haben der Biologe Michael Hundheide und einer seiner Bekannten auf den Vogelinsel Runde Runde[/definition] den 500 kg schweren Kadaver eines drei Meter langen Rundkopfdelphins gefunden. Zunächst hielten sie das Tier für eine verendete Robbe, doch als sie näher kamen, war klar, dass es sich um die Überreste eines Zahnwals handelte. Diese hatten schon zwei oder drei Wochen lang an Land gelegen, waren durch den Frost aber gut konserviert worden und wiesen nur geringfügige Fresspuren auf. Die beiden Männer hatten sich auf den Weg gemacht, nachdem Wanderer in Runde Miljøsenteret einen Hinweis abgegeben hatten.

      Bei dem Fund handelt es sich insofern um eine Sensation, als die Rundkopfdelphine üblicherweise tropische Gewässer bevorzugen und bisher nur zwei oder drei Mal sicher in Norwegen nachgewiesen werden konnten.

      Das Skelett des nun gefundenen Wals soll präpariert, untersucht und dann in Runde Miljøsenteret ausgestellt werden. Ebenso soll die DNS des Delphins untersucht und mit der Datenbank Barcode of Life abgeglichen bzw. in diese eingfespeist werden. Bis das Skelett in die Ausstellung komme, dürfte aber noch Zeit vergehen, denn das Präparieren sei zeitaufwendig.
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    • Seit gestern Nachmittag 14.00 Uhr waren viele Helfer damit beschäftigt, einen über 7m langen Orca aus seiner misslichen Lage am Strand von Karmøy zu befreien. Feuerwehrmänner und Wildhüter schafften es tatsächlich, ihn mit einer untergeschobenen Plane in tieferes Wasser zurückzuziehen. Heute früh sah es noch so aus, als sei er gerettet. Der Bericht wurde jetzt aktualisiert und es ist nun wohl klar, dass er es nicht schaffen wird. Er will nicht weg und bleibt in der Nähe des Ufers. Offenbar ist er sehr krank. Im Laufe des Tages soll er nun eingeschläfert werden ;(
    • Dieser König der Lüfte hat wohl nicht aufgepasst ;( Er wurde auf dem Boden sitzend gefunden, zum Glück von einem Vogelfreund. Ein Flügel war gebrochen. Der Tierarzt hat einen langen Metallstift eingesetzt. Jetzt musste der Adler wieder in die Praxis gebracht werden. Man entschied sich, den Stift zu entfernen und auf die restliche Heilung des Flügels zu hoffen. Sein Vogelfreund wird ihn dabei unterstützen...
      Beeindruckend sind die Fotos und das Video vom Praxisbesuch. Der Adler scheint alles mit stoischer Ruhe über sich ergehen zu lassen. ^^ Hoffentlich wird er wieder fliegen können, sonst.... :huh:
    • Schlange in Værnes

      Ein bisschen Aufregung gab es gestern auf dem Flugplatz Trondheim-Værnes, als sich eine 15 cm lange grauschwarze Schlange durch die Gepäckausgabe schlängelte und alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Beherzt griff Fluggast Torbjørn Semb zu und lieferte die Schlange an das Avinor-Personal aus. Um was für eine Schlange es sich genau handelt, ist bisher noch nicht geklärt, Experten sind sich aber einig, dass sie auf keinen Fall in Norwegen heimisch sei, wahrscheinlich auch nicht in Europa. Dass der Exot sich auf dem Flugplatz tummelte, ist hingegen leicht erklärt: Aller Wahrscheinlichkeit war sie in Reisegepäck untergebracht und ausgerückt...
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    • Das hat es noch nicht gegeben...

      Weder Landwirt Hans Petter Hestmo aus Osen in Sør-Trøndelag noch die Experten von norsk rovviltforvaltning mochten wirklich ihren Augen trauen, aber es war wahr: Erstmals haben Adler in Norwegen ein Kalb gerissen! Dass die Raubvögel sich gerne an den Nachgeburten seiner im Freien kalbenden Kühe gütlich tun, war Hestmos bekannt, doch nun haben sie sich damit nicht mehr begnügt. In der Gegend seines Hofs leben 15-20 Adler, die sich in den letzten Monaten dem Rindvieh gegenüber bereits deutlich aggressiver als zuvor aufgeführt hatten.

      Von dem nun erfolgten Vorfall bekam Hestmo erst mit, als er rot gefärbten Schnee sah und dann, bei genauerem Hinsehen, drei Königsadler, die am Kadaver des gerissenen Kalbes ein Festmahl hielten. Da es sich bei dem gerissenen Kalb um ein aus einem Zwillingswurf stammendes handelt, ist es deutlich kleiner, als ein einzelgeborenes Tier, sodass die Adler leichteres Spiel gehabt haben. Dem zweiten Tier aus dem Wurf geht es übrigens gut.
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    • Wal droht zu platzen!

      An der Ostküste der Varangerhalbinsel, genauer gesagt in Persfjorden in der Gemeinde Vardö sollte man derzeit unbedingt eine gut funktionierende Wäscheklammer einstecken haben, denn dort ist heute ein 12-14 Meter langer Zwergwal gestrandet, der sich schon länger in den ewigen Jagdgründen befindet. Eindeutiges Indiz dafür ist der infolge der einsetzenden Verwesung aufgeblähte Magensack des Tieres...

      Inzwischen sind Kystverket und die Streitkräfte alarmiert worden, die den Kadaver nun sehr zeitnah entfernen sollen, denn außer der möglichen Geruchsbelastung geht von ihm eine akute Umweltgefahr aus.
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    • BRITANNICUS schrieb:

      Inzwischen sind Kystverket und die Streitkräfte alarmiert worden, die den Kadaver nun sehr zeitnah entfernen sollen

      Genau das ist heute passiert. Das Küstenwachtschiff KV SENJA hat den Walkadaver heute Vormittag auf dem Haken genommen und sollte rund zehn Seemeilen weiter mit TNT in die Luft gesprengt werden. Die Küstenwache schätzt dieses Verfahren als das sinnvollste ein, um zu verhindern, dass der Kadaver zu einer Gefahr fürn die Schifffahrt wird.

      Welcher Gattung der verendete Wal angehörte, ist inzwischen allerdings wieder unklar. Es wurde jedoch ausgeschlossen, dass es sich, wie zunächst gemeldet, um einen Zwergwal handelt. Angenommen wird nun, dass es ein Finnwal war.
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    • Walfütterung mal anders

      Am Pfingstsonntag sind die beiden Freunde Marius und Benjamin im Hafenbereich von Nordvågen zum Angeln gefahren - und bekamen einen Besucher, der ihren - zugegeben doch recht schmalen Fang - mit Genuss verspeiste.

      S dicht hätten sie noch nie einen Orca gesehen, und es sei ein spannendes Erlebnis gewesen, aber eigentlich sei die Episode schon recht lustig gewesen, gaben die Jungs später zu Protokoll - gemeinsam mit ihrem Film von der Begegnung.
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    • König und Königin auf Mull

      Das sind sie wohl, die beiden Norweger Misty und Lochan, mittlerweile unglaubliche ca. 40 Jahre alt ^^ Als Klein-Adler kamen sie per Flugzeug aus Bodø nach Schottland im Rahmen eines "Wiedereingliederungs"-Programms. 1918 waren die Seeadler auf den Hebriden und anderswo aufgrund intensiver Bejagung ausgestorben. In den 1970er-Jahren wurde ein gemeinsames Projekt mit Norwegen zur Wiederansiedlung begonnen - inzwischen mit großem Erfolg. Auf der Insel Mull gibt es zurzeit 15 Seeadlerpaare. Ihre Namen erhielten Misty und Lochan vor ein paar Jahren für eine BBC-Reportage. Ihre Anwesenheit sowie die ihrer Nachkommen sind für die Inselgemeinde sogar ein großes Geschäft. 30-50 Mill. NOK spülen die angereisten Adlerfans jährlich in die Kassen. :D Lange werden Misty und Lochan sicher nicht mehr regieren, aber noch sind sie die Könige am Himmel über Mull :thumbsup: