Ungewöhnliche Immobilien in Norwegen

    • Was macht man mit einer Kirche ?

      Am 30.1. wurde die kleine Methodisten-Kirche in Sigerfjord/ Vesteralen zum Verkauf angeboten : "...sonnige Lage mit Blick auf Berge und Meer" :huh:
      Die 70 Jahre alte Kirche ist verlassen und gehört der Gemeinde. 138qm mit Küche und Büro...466qm Grundstück für 500.000 Nok..
      Es gab viele Interessenten und 5 Bieter bei der gestrigen Versteigerung. Bekommen hat sie eine Privatperson für 360.000 Nok ?( Nun wird die kleine Kirche in einer einfachen Zeremonie entweiht. Außerdem muss sie dringend von außen renoviert werden. Was der neue Eigentümer damit vorhat, ist nicht bekannt, nur dass es wohl keine "Party-Location" werden soll....
      Man muss ja kein Kirchgänger sein. Aber irgendwie ist es doch traurig, wenn eine kleine Kirche wie ein normales Haus unter den Hammer kommt ;(
    • Ja was man mit einer Kirche macht, das kann man in Engand aber auch in Österreich sehen.

      Gediegen renovieren und drin wohnen.

      Herrlich grosse Räume mit tollen Fenstern. Im Sommer sicher schön kühl ohne Klimaanlage :dance4:

      Gut im Winter wird es wohl schwierig sein die grossen Räume auch wirklich warm zu bekommen :mosking:

      Ich finde es sinnvoll wenn eine Kirchgemeinde ihre Kirche verkauft wenn sie nicht mehr genutzt wird. Zu viele Kirchen werden noch durch die Gemeinden erhalten anstatt dass man diese Gelder sinnvoller einsetzen würde.

      Ich sehe das sicher etwas distanzierter als Hamburgerin, da ich keiner Kirchgemeinde angehöre.
    • Das gibt es heute überall - in unserem Städtchen in Andalusien wurde schon vor vielen Jahren ein kleine Kirche im Ort zum Feuerwehrdepot umgerüstet. Nachdem die Feuerwehr nun ausserhalb in ein grosses Gebäude umzog wurde die ehemalige Kapelle jetzt zum Stadtarchiv.
      Gruss - Arctica

      Jan 2009 FM * Jan 2010 NL * Jan 2011 FRAM (Antarctica) * Apr 2011 NN * Mrz 2012 LO * Jan 2013 LO (Alta)* Feb 2014 KH *
      Jan 2016 LO

      Reiseberichte siehe Profil!


    • Marinebasis zu verkaufen

      Die 2007 geschlossene Marinebasis Olavsvern in Tromsö steht für NOK 105.000.000,- (ca. € 16 Millionen) bei finn.no (dort reichlich Bilder) zum Verkauf. Zu der Anlage, die uesprünglich die Heimat der im Nordraum eingesetzten norwegischen U- und Schnellboote war, gehören 13.500 qm Werkstätten, Lagern und teilweise möblierten Unterkünften. Im 25.000 qm großen Freigelände gibt es u.a. Kraftstofftanks, U-Bootbunker, ein Tunnelsystem und ein Notstromkraftwerk. Einen Drucktank gibt es auch, dieser wurde bis letztes Jahr von der Uniklinik Tromsö mitbenutzt, da aber diese inzwischen einen eigenen Drucktank hat, wird der künftige Eigentümer ganz allein Herr im Hause sein...

      Also: Wer hat Lust? ;)
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • "Küstenperle" zu verkaufen

      Honningsvåg kennt jeder, aber Kjelvik? ;)
      Das winzige, unbewohnte Dorf am Ostende der Insel Magerøya hat eine lange Geschichte. Es war noch am Ende des 19. Jahrhunderts größer als Honningsvåg . Kjelvik war schon im 17. Jahrhundert eines der größten Fischerdörfer der Finnmark und administratives Zentrum der gleichnamigen Gemeinde. Am Ende des 19. Jahrhunderts kaufte Sigrid Klykkens Großvater das Dorf. Seit dem ist es in Familienbesitz.
      Im 2. Weltkrieg haben die Deutschen das Dorf total zerstört. Es wurde zwar teilweise wieder aufgebaut, hat sich aber als lebendige Gemeinde nicht mehr erholt. Die Häuser werden heute als Feriendomizil vermietet. Daneben ist das kleine, historische Dorf auch bei Tagesausflüglern beliebt.
      Nun will Sigrid Klykken das Dorf verkaufen. Sie wohnt in Südnorwegen und damit einfach zu weit entfernt. Das Areal ist 26,5 Hektar groß und wird auf 4,8 Mill NOK geschätzt :D
    • Leuchtturmwärterhaus til leie

      Kystverket sucht händeringend einen Bewohner oder Nutzer für das 1914 errichtete Leuchtturmwärterhaus am Leuchtturm Hendanes fyr auf Vågsøy nordwestlich von Malöy. Der Haken bei der Sache ist nicht unbedingt das biblische Alter des Hauses, sondern der Umstand sein, dass es seit der Automatisierung des Leuchtfeuers 1963 weitgehend leersteht und dringend renovierungsbedürftig ist. Da dies bislang wohl abschreckend auf eine Vermittlung der Immobilie gewirkt hat, ist Kystverket nun bereit, auch andere Wege zu akzeptieren - bis hin zu einem Neubau auf den Fundamenten des alten Leuchturmwärterhauses. Teuer dürfte in allen Fällen aber schon der Transport von Baumaterial und -maschinen sein, denn der gut einen Kilometer lange Weg zum Leuchtfeuer ist teilweise durch Lawinen verschüttet und derzeit nicht befahrbar. Einen weiteren Wermutstropfen müsste ein Interessent übrigens auch noch schlucken: Kystverket möchte, dass Hendanes fyr öffentlich zugänglich bleibt.

      Weitere Infos zu und Bilder von Hendanes fyr finden sich hier. Allerdings sind sowohl die deutsche wie auch die englische Version etwas "speziell"...
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Was macht man mit einer Marinebasis?

      BRITANNICUS schrieb:

      Die 2007 geschlossene Marinebasis Olavsvern in Tromsø

      hat den erhofften Kaufpreis nicht erzielt. Statt für die ursprünglich erhofften 150 Millionen Kronen ging die Immobilie im Februar für schlappe 38 Millionen Kronen (ca. € 5 Millionen) an eine Investorengruppe aus Tromsö und dem Vestland. Diese hat große Pläne für die Zukunft, will sie zu einem Industriestandort ausbauen, nachdem sie kürzlich die Immobilie in Besitz genommen hat. Zielgruppe der Investoren ist v.a. die Ölindustrie, so könnten die Ubootbunker zu Reparaturdocks werden. Eine nicht näher bezeichnete Gesellschaft habe bereits Interesse geäußert, die ehemalige Marinebasis als Bunkeranlage zu nutzen.

      Auch die Übernachtungskapazität von 150 Plätzen wollen die Investoren vermarkten - und da wird es gewissermaßen etwas grotesk. Im Gespräch ist u.a. ein Zeitarbeitsdienstleister, der bei den Bauarbeiten an der Universität Tromsö beschäftigte Arbeiter in Olavsvern unterbringen möchte. Soweit - so gut.

      Dann wurden Bewohner des Altenheims Otium nebst Angehörigen zu einer Besichtigungstour nach Olavsvern gekarrt, wo dringend benötigte zusätzliche Plätze für sie geschaffen werden sollen - zum Entsetzen vieler Teilnehmer im vierten Stock ohne Aufzug... Dennoch hätte ein gutes Dutzend Personen bereits Interesse signalisiert, so Roar Stangnes, der für Boligkontoret in Tromsö tätig ist, das auch Otium vertritt. Es handele sich bei dem ins Auge gefassten Gebäude um eines, das die meisten der Qualitäten für die Otium stehe biete. Zehn Wohnungen habe Tromsö Kommune bereits für diesen Zweck angemietet.

      Nun soll aus der Zeitarbeiterunterkunft cum Altenheim auch noch ein Studentenwohnheim werden. Das Angebot ist nicht unattraktiv, denn die Zimmer haben eigene Bäder und es gibt unter den Gemeinschaftsräumen nicht nur eine Küche sowie eine Waschküche, sondern auch einen Fitnessraum. Wenn sich 15-20 Studenten fänden, die in Olavsvern wohnen möchten, dann könnte das Projekt Realität werden. Einen Haken hat die Sache allerdings: Es fährt nur zweimal am Tag ein Bus ins 20 Minuten entfernte Tromsö . Da muss wohl noch nachgebessert werden :whistle3:
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Für lau zu haben

      ist der Kai der alten Fischverarbeitung in Kvalsund bei Hammerfest . Die derzeitige Eigentümerin Ester Marie Olsen möchte sich von der leerstehenden Immobilie trennen, die sie nach mehreren Versuchen in den vergangenen Jahren als nicht zu verkaufen einschätzt. Der Grund liegt beim ersten Betrachten auf der Hand: Der Kai ist teilweise eingesunken, die Gebäude dem Verfall preisgegeben. Ein neuer Eigentümer müsse schon seine Muskeln gebrauchen, so Ester Marie, aber im Kern sei die Anlage noch solide und biete Potenzial.

      Einen Haken hat die Sache allerdings doch: Das Eigentum an dem Kai ist von dem Eigentum an den Gebäuden getrennt, und letztere gehören nicht Olsen. Sie sieht darin aber kein Problem, denn die Gebäude stünden ebenfalls zum Verkauf oder zur Vermietung...

      Der Kai selbst datiert aus dem Jahr 1947 und ist somit ein Zeugnis des Wiederaufbaus Finnmarkens nach dem Brandherbst 1944, als die abziehenden deutschen Besatzer das fylke nahezu komplett niederbrannten, um das Nachrücken der Roten Armee zu erschweren. In den 1970er Jahre wurden die heute auf dem Kai stehenden Gebäude von der Fischereigenossenschaft Kvalsund errichtet, die die Anlage bis in die 1990er Jahre betrieb. Anschließend wurden die Bauten noch als Lagerhäuser verwendet, standen in den letzten zehn Jahren aber leer.

      Wie hoch die mit der Übernahme des Kais tatsächlich verbundenen Kauf- bzw. Pachtkosten sowie die Instandsetzungsaufwendungen tatsächlich sind, ist nicht bekannt. Vielleicht sollte man vor dem Zuschlagen doch noch einmal überlegen... :hmm:
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Traumhafte Lage

      Derzeit ist mal wieder eine echte Sahneschnitte auf dem norwegischen Immobilienmarkt, denn Kent Karlsen aus Bodø möchte das Haus seiner Oma auf Buøya in der Gemeinde Rødøy los werden. Zwar nicht auf Dauer, sondern nur für 100 Jahre, dafür aber zum unschlagbaren Preis von einer Krone!

      Einer Krone? Da gibt es doch bestimmt...?

      Ja, genau, denn Kents Oma ihre kleines Häuschen steht seit 45 Jahren leer und bedarf dringend der Renovierung. Dazu wird der Käufer das eine oder andere Krönchen in die Hand nehmen müssen, und das nicht nur bei byggmax an der Kasse, sondern auch für den Transport, denn die kleine Insel hat weder einen Straßenanschluss noch eine regelmäßige Fährverbindung.

      Im Gegenzug wird man sich auf Buøya nicht über Nachbarn ärgern müssen, denn es gibt dort keine weiteren Häuser.

      Also, hat jemand Lust? ;)
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Ich gehe mal davon aus, dass auf dem Foto die gut erhaltene Seite des Hauses zu sehen ist ;(
      Die Frage ist, ob das Haus renoviert werden muss oder ob auch ein Neubau gestattet ist. In dem Fall könnte man ja ein (Fertig-) Haus einfliegen lassen :D

      Viele Grüße
      Noschwefi

      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:
    • Zeitstillstand

      Genau so lässt sich der Zustand dieser Wohnung in Lovåsbakken im Stadtdteil Fyllingsdalen in Bergen beschreiben, die nun auf den Markt gekommen ist. Die 80qm-Wohnung präsentiert sich wie eine Zeitkapsel aus dem Jahr 1973, als das Wohnhaus entstand. Eine sich stilistisch derart in einem Guss präsentierende authentische Wohnung erlebe er äußerst selten, so Makler Ole Anders Strand Teslo, der das gute Stück jetzt für den Sohn des kürzlich verstorbenen Bewohners veräußern soll.

      Der Preis liegt übrigens bei 1,6 Millionen Kronen (ca. € 188.000).
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Du hast die 1,50 m große Chianti-Flasche mit dem gedrehten Hals vergessen. :whistle3: :mosking:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

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