Neues aus dem Königshaus

    • Heimkehr der Prinzessin

      Gestern ist der Leichnam von Prinzessin Ragnhild, Frau Lorentzen, nach Norwegen überführt worden. Am Flughafen Gardermoen nahmen die Geschwister der Verstorbenen, König Harald V. und Prinzessin Astrid, Frau Ferner, sowie weitere Mitglieder der Königsfamilie die sterblichen Überreste in Empfang. Zugegen waren auch Ragnhilds Witwer Erling Lorentzen sowie Kinder und Enkel.

      In Gardermoen fand eine Gedenkandacht für die Familie in Gardermoen statt, bevor der Leichnam nach Oslo überführt wurde. Die Beerdigung soll am kommenden Freitag um 12.00 Uhr von der Schlosskapelle in Oslo aus stattfinden. Den Gottesdienst werden Bischof Ole Christian Kvarme und Dompropst Olav Dag Hauge leiten. Neben der Königsfamilie werden 120 Gäste erwartet. Die Grablegung wird in Asker stattfinden.

      Am Freitag berichtete König Harald V. in bewegten Worten von seinem letzten Treffen mit der krebskranken Schwester in Ostøen im Sommer. Beiden sei beim Abschied klar gewesen, dass es das letzte Beisammensein gewesen sei, auch wenn es nicht ausgesprochen worden sei. Statsminister Jens Stoltenberg bezeichnete Prinzessin Ragnhild, deren hervorstechendes Merkmal ihre Warmherzigkeit gewesen sei, als hervorragende Botschafterin ihres Heimatlandes in ihrer Wahlheimat Brasilien.

      Bilder aus dem langen und bewegten Leben der Verstorbenen finden sich hier.
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    • Prinzessin Ragnhild beigesetzt

      In einem schlichten Gottedienst fand heute Mittag der Trauergottesdienst für Printessin Ragnhild, Frau Lorentzen, die Schwester König Haralds V. statt. Neben der norwegischen Königsfamilie nahmen von den europäischen "Royals" nur Vertreter des schwedischen Königshauses, mit dem die Verstorbene über ihre Mutter verwandt war, mit Kronprinzessin Victoria an der Spitze an dem Gottedienst teil, da es sich um ein privates Begräbnis handelte. Zwar hatte die Regierung ein Staatsbegräbnis angeboten, doch die norwegische Königsfamilie und Familie Lorentzen hatten dieses Angebot mit Hinweis auf die Wünsche der Verstorbenen abgelehnt.

      In der Predigt wies Dompropst Olav Dag Hauge besonders auf das enge Verhältnis zwischen der Verstorbenen und ihrem Vater, König Olav V. hin. Der Umstand, das Brasilien seit ihrer Heirat mit Erling Lorentzen ihr Zuhause geworden, Norwegen aber ihre Heimat geblieben war, spiegelte sich auch in der Musikauswahl wieder; so spielte der Violinist Ole Bøhn Stücke des Brasilianers Heitor Villa-Lobos sowie des Norwegers Edvard Grieg.

      Im Anschluss an den Gottesdienst, an dem auch Statsminister Jens Stoltenberg und Oslos Bürgermeister Fabian Stang, der auf dem Fahrrad anreiste, teilnahmen, wurden die sterblichen Überreste von Prinzessin Ragnhild, Frau Lorentzen, auf dem Friedhof der Asker-Kirche beigesetzt.

      Aus Anlass des Begräbnisses der Königsschwester wehten heute in Norwegen die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden bis 16.00 Uhr auf Halbmast.
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    • H.M. Kongens nyttårstale

      Traditionell umrahmt von Kongesangen und Ja vi elsker ist heute Abend die Neujahransprache Seiner Majestät König Harald V. ausgestrahlt worden.

      Zu Beginn dankte der König für die Anteilnahme sowohl an den 75. Geburtstagen seiner selbst und Königin Sonjas als auch anlässlich des Todes seiner Schwester Prinzessin Ragnhild, bevor er auf das Leitthema seiner Ansprache kam, dass er an der Aufforderung an den Krieger Aragorn aus Tolkiens Herr der Ringe-Trilogie festmachte: Sei der, als der Du geboren worden bist und mache das Beste aus Deinem Leben, um der Gemeinschaft zu dienen, wie es Dir möglich und gegeben ist. Dies gelte gerade auch vor dem Hintergrund der Richtschnur der Menschenrechte, auch gegen Widerstände Einzelner. So nannte der Monarch als Beispiel für solches Engagement u.a. ein dreizehnjähriges Mädchen, die im letzten Sommer alles darangesetzt habe, ihrer krebskranken kleinen Schwester "die besten Sommerferien der Welt" zu ermöglichen - und dank der Unterstützung von Einzelpersonen und Betrieben genau dies geschafft habe. Am anderen Ende des Altersspektrums erzählte Harald V. von einem älteren Herrn aus Stavanger, der mit dem Ziel, seine eigene Einsamkeit und die von vielen anderen Menschen zu lindern, einen Freundschaftsclub ins Leben rufen wollte, der inzwischen mehrere hundert Mitglieder habe. Vor diesem Hintergrund ging der König auch auf das Thema Integration und Toleranz auch im religiösen Bereich ein und erinnerte an den gemeinsamen Ursprung der drei großen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam, der durch den gemeinsamen Stammvater Abraham symbolisiert sei. So könne und solle jeder seinen Platz in der Gesellschaft haben und sich einbringen können, was gerade auch in den Reaktionen auf den 22. Juli deutlich geworden sei. Jeder solle sich sein eigenes Bild machen, sich nicht von vorgefertigten Meinungen leiten lassen, so wie auch sein eigenes Vorbild Nelson Mandela, der sich um das Beste für sich und seine Mitbürger gemüht habe.
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    • Huch, das ist ja die Königin

      Eine junge Frau aus Lakselv war mit ihrem Sohn und dessen Freund unterwegs auf Scootertour.Sie wollten zu ihrer Hütte in der Wildnis, die allerdings offen und für jeden zugänglich ist. Bei der Ankunft stand ein Polizist vor der Tür :" Ich muss Dich warnen, drinnen sitzt die Königin..." :D
      Und tatsächlich, Königin Sonja im Scooterdress und Begleiter saßen tatsächlich in der Hütte. :laugh1: Die junge Frau hat sich mit ihr unterhalten und dabei erfahren, dass die Königin bereits vorher schon einmal dort war. Sie hatte die Hütte vom Vater der jungen Frau bekommen und wollte jetzt nur ein bisschen rasten. Man unterhielt sich noch über dies und das. Dann stieg Königin Sonja auf ihren Scooter und fuhr davon. :thumbsup:
      Die junge Frau meinte, ihr Sohn würde das Erlebnis wohl nie vergessen. Er hatte Geburtstag, wurde 9 Jahre alt :)
    • Besonderer Besuch bei Harald V.

      Mit dem Indianerhäuptling Davi Kopenawa Yanomani empfing König Harald V. einen besonderen Besucher im Schloss. Doch unbekannt waren die beiden einander nicht, denn schließlich hatte Norwegens König im April die Yanomami-Indianer im brasilianischen Regenwald besucht und sich damit einen langgehegten Traum erfüllt.

      Doch ein rein freundschaftlicher Gegenbesuch war die Häuptlingsvisite in Oslo nicht - ein wichtiges Thema war die Zerstörung des Regenwaldes und die Auswirkungen dieses Tuns auf die dort lebenden indigenen Völker.
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