Alle Wetter - Polarlys vom 13.- 24.02.13

    • 2013
    • B-K-B
    • Albatross schrieb:

      Die Polarlichter habt Ihr wohl fast alle aufgebraucht, es war nicht mehr sehr viel übrig ;)

      Kann gar nicht sein, habe auf dem zweiten Teil meiner Reise jede Menge Polarlichter für andere übrig gelassen und selber keine gesehen :blush2:

      Ich habe noch eines von der KH, erkennst Du Dich drauf?

      Leider nein, stand ja am Heck.

      Viele Grüße
      Uwe

      p.s. Wann geht es weida :thumbsup:
      Grüße
      Uwe
    • Goldfinch schrieb:

      irgendwie scheint jede Wetterlage ihren Reiz zu haben, mindestens fotografisch
      Es findet sich immer etwas Interessantes, selbst bei unterirdischem Wetter, dann sind es eben die Häfen und das Schiff statt der Landschaft. Ich habe diesmal viel mehr Nachtaufnahmen gemacht.

      novi schrieb:

      Wenn sie in der Gruppe auftreten, sind sie.....-na ja, sagen wir unangenehm, aber einzeln sind sie eigentlich ganz OK

      Capricorn schrieb:

      Das Verhalten von Gruppenreisenden und Einzelreisenden unterscheidet sich wohl doch stärker als man gemeinhin als Mitreisender in einer Gruppe wahrnimmt.
      Wohl wahr, und ich kann mich durchaus an die eigene Nase fassen, wenn ich in einer Gruppe bin :blush2:
      Bei dieser Reise sind mir aus den Gruppen vor allem einzelne motzige Exemplare negativ aufgefallen, die meisten waren ganz angenehm. Sie haben sich sowieso überwiegend dort aufgehalten, wo wir nicht waren ;) Es liegt immer auch an den Reiseveranstaltern, die den Kunden eine "Kreuzfahrt" verkaufen und damit eine Erwartungshaltung wecken, die eine Hurtigrutenreise nicht erfüllen kann und will.

      Dann will ich mal weida machen:
      17.02.13 – Sonne und Nordlicht!
      Harstad sehen wir beim Frühstück nur durchs Fenster an, denn das Wetter ist wenig einladend. Mutig kämpft sich ein einsamer Radfahrer im Schneetreiben durch den Neuschnee. Nach Harstad lichten sich aber allmählich die Wolken und bis Finnsnes kommt die Sonne raus. Der Weihnachtsmann schaut noch immer über dem Schokoladenmann aus dem Fenster und am Pier warten 2 kleine Mädchen mit neonpinken Mützen und rosa Röckchen zusammen mit Oma und Opa, bis die Eltern aus dem Schiff kommen. Der Bruder hat seinen Kickschlitten dabei, das erste aber nicht das letzte Mal auf dieser Tour, dass wir dieses geniale Fortbewegungsmittel sehen. Der Gisund ist glatt wie ein Spiegel, vereinzelt schwimmen Eisschollen, das Wetter ist ein Traum :love:


      Nach dem Lunch schnell wieder raus und die Anfahrt auf Tromsø auf Deck 5 verfolgt: Rystraumen, Balsfjord und dann taucht die schon wieder tiefstehende Sonne die Brücke in ein goldenes Licht.


      Vorne am Bug halte ich Ausschau nach unserem Privat-Reiseführer und habe ihn auch bald entdeckt, unser Fotofreund war schon fleissig an Fotografieren. Er amüsiert sich über die Ansagen des Reiseleiters (Hans K. Ringsby), die man in halb Tromsø hören kann, denn die Lautsprecher draussen sind voll aufgedreht :yeah: Wir bekommen diesmal eine Inselrundfahrt auf Kvaløya, am Kaldsund und Store Blåmann entlang bis Grøtfjord, wo im Sommer ein Strand für Abgehärtete ist. Bei uns geht die Sonne dort schon wieder unter und färbt die Wolken rosa. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Stopp bei Ersfjordbotn – traumhafter Abendhimmel :love: - und ein beliebter Nordlicht-Fotospot. Wie gerne wäre ich dort geblieben, :girl_sigh: aber wir müssen leider schon wieder Abschied nehmen und zurück aufs Schiff.

      In Tromsø ist eine Flugzeugladung Briten zugestiegen, die Kabinen auf Deck 2 sind voll geworden. Der angekündigte Wechsel unseres Bettzeugs verschiebt sich dadurch auf den nächsten Tag, das Personal ist im Stress. Noch in Tromsø wird ein gaaanz schwaches Polarlicht durchgesagt, man muss das Publikum ja bei Laune halten! Wir gehen erstmal essen – der Stockfisch ist wieder sehr trocken - und verpassen dadurch leider die Ausfahrt aus Tromsø . Beim nächsten Mal lasse ich den Stockfisch sausen!
      Nach dem Essen dreht das Nordlicht auf. Es ist von der Intensität her ziemlich schwach, mit dem blossen Auge ist es nur weiß zu sehen, aber es tanzt dafür sehr schön :dance3: Es sind recht viele Stative unterwegs, es ist noch vergleichsweise ruhig und somit gelingen einige weniger verwackelte Fotos. Nach einer erneuten Ansage („northern lights all over the sky“) wird es auf Deck 5 voll. Die meisten halten es zwar nicht lange aus, aber genügend lange, um mal ein bisschen zu blitzen. Das muss man wohl nicht verstehen: es hatte gut besuchte Vorträge gegeben, wie man Nordlichter fotografiert und eine Checkliste hing in der Nähe des Reiseleiter-Desks aus - "Blitz abstellen" war der wichtigste Punkt :hmm: Den absoluten Vogel schoss jedoch derjenige ab, der in seiner Kabine sass und durchs Fenster geblitzt hat :laugh1:
      Mitten im Nordlichtspektakel zieht die Vesterålen an uns vorbei, einfach nur genial :girl_pinkglassesf: Als wir aus dem Schutz der Inseln herauskommen, schaukelt es kräftiger und es ziehen Wolken auf, die lightshow ist beendet. Über Skjervøy ist auf dem Kameradisplay manchmal noch ein schwacher grüner Schimmer auszumachen, aber das war's dann auch.
      Viele Grüsse, Albatross
      Reiseberichte im Profil
    • Bei dem sommerlich heissen Wetter (endlich, werden viele sagen) geniesse ich die virtuelle Kühlung beim Lesen einer Winterreise.
      Ein herzliches -schön für deinen Reisebericht und die Fotos dazu. Auch wenn man selber gerne Sonnenschein hat zum reisen, Wolken und wenig Sonne ergeben meiner Meinung nach die stimmungsvollsten Bilder. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung .

      Herzliche Grüsse
      Berna
      Herzliche Grüsse
      Berna
    • Eine virtuelle Abkühlung ist definitiv nötig, wenn man früh um 5 das Fenster aufmacht und die Luft, die reinkommt, wärmer ist als die in der Wohnung :hmmmm:

      18.02.13 – Sonne!
      Die Loppa in der Nacht muss zahm gewesen sein, von Øksfjord habe ich nichts mitbekommen. Beim Anlegen in Hammerfest wache ich auf. Ich hole einen Kaffee in der leeren Cafeteria :gutenmorgen: und gehe an Deck, um das Be- und Entladen zu beobachten und ein paar Fotos zu machen.

      Dann versuche ich das erste und letzte Mal mein Glück an einem der bordeigenen PCs, weil ich sehen wollte, was da mit dem Meteoriten in Tscheljabinsk los war- das hatten wir gestern von unserem Fotofreund gehört. Die Verbindung war aber so lahm, dass ich aufgegeben habe... Auf dem Schiff bin ich völlig weg von allen Nachrichten und geniesse das. Ich habe auch auch keine einzige Postkarte geschrieben...
      Zur blauen Stunde legen wir in Hammerfest ab, im Norden scheint der Mond, der erste rosa Schimmer färbt den Himmel.

      Während des Frühstücks drosselt die Polarlys plötzlich das Tempo, das Wasser sieht aus, als ob es kocht- sind das Fischschwärme? Und dann Schweinswale, allerdings recht weit weg. Wir bleiben also beim Frühstück sitzen und schauen nur fasziniert zu :love:
      Im Rolvsøysund hält mich nichts mehr drin, die Sonne beginnt die Berge zu färben, Traumwetter :girl_pinkglassesf: Während Rolvsøya rosa beleuchtet ist, steht der Mond noch immer über Hjelmsøya.

      Auf Deck kann man sich nun schon die Sonne ins Gesicht scheinen lassen :) Pünktlich kommt vor Hayøygavlen die Nordkapp ums Eck und es gibt eine gebührende Begrüßung mit ordentlich Typhoneinsatz. Auf beiden Schiffen sind immerhin auch schon einige Paxe am Winken :thumbsup:

      Die bunten Häuser in Havøysund sehen vor dem Schnee traumhaft schön aus, Unmengen von Vögeln sind am Himmel.

      Auch die weitere Fahrt nach Honningsvåg verläuft bei schönstem Wetter.


      Die Fortsetzung mit dem Nordkapp folgt demnächst, mein Fotoapparat ist heißgelaufen ;) Nun muss ich erstmal schauen, dass ich ein paar Euronen verdienen gehe, um die nächste Tour zu finanzieren...
      Viele Grüsse, Albatross
      Reiseberichte im Profil
    • 18.02.13 Teil 2
      Am Vortag hatten wir kurzfristig doch noch den Nordkapp -Ausflug gebucht. Das war die richtige Entscheidung, denn das Wetter blieb außergewöhnlich schön. Sarnes und Honningsvåg waren sonnenbeschienen und auch die Busfahrt über die verschneite Insel war wunderbar. Die Berge warfen blaue Schatten im Schnee, dadurch wirkte die Landschaft ungemein plastisch.


      Am Nordkapp war die Sicht hervorragend, die Nordkinn-Halbinsel mit Finnkjerka und Kjøllefjord war deutlich zu erkennen. Spannend war, wie der Wind ständig den Schnee verweht hat. An vielen Stellen war blankes Eis, einer der Paxe ist trotz Spikes hingesegelt... Auch der Schneepflug war durch den Wind interessant schneeverkrustet. Diesmal waren nicht nur die Hurtigrutenbusse am Nordkapp, sondern auch einige Privatfahrzeuge, unter anderem ein britischer Biker, der schon die halbe Welt abgeklappert hatte und einen großen Union Jack am Motorrad befestigt hatte. Wir haben die meiste Zeit draußen verbracht und sind nur am Ende für die Örtlichkeiten und einen kurzen Rundgang durch den Shop (standhaft gebleiben und nichts gekauft) in die Halle.

      Bei der Rückfahrt stand die Sonne schon tief und in Honningsvåg angekommen gab's den allerschönsten kitschigen Sonnenuntergang- auf der einen Seite rot-orange, auf der anderen Seite rosa.

      Die Fahrt Richtung Kjøllefjord verlief ruhig, es zogen mehr Wolken auf, aber die Finnkjerka war im Licht der Scheinwerfer gut zu sehen. Ob die Lightshow gar so bunt sein muss, ist Geschmackssache... Dann kam der Krabbenfischer an Bord, dadurch hatten wir das Umlaufdeck fast für uns allein :thumbup:

      In Kjøllefjord stiegen dann doch einige Leute in den Bus für die Schneescooter-Tour, wir stellten uns der Schlacht am Nordkappbuffet. Wie üblich befürchteten einige Paxe , dass sie verhungern könnten :essen: Wir haben lange gewartet, bis wir uns angestellt haben, da luden die anderen schon zur zweiten oder dritten Runde auf, die Schlangen nahmen eigentlich nie ein Ende. Das Nachtischbüffet war von den einschlägigen Leuten gleich zu Beginn leergeräumt worden, man könnte ja sonst zu kurz kommen :wacko1: Zum Glück waren viele von der Sorte, die nur das essen, was sie kennen, so blieben uns die anderen Leckereien und davon gab's viele. Es gab so reichlich, dass in den Folgetagen immer noch viel auf dem Mittagsbüffet war. Auch Nachtisch wurde natürlich wieder nachgelegt. Irgendwie bringt so ein Büffet in manchen Zeitgenossen die niedrigsten Instinkte ans Licht :devil:
      Zum Anlegen in Mehamn waren wir wieder draussen. Inzwischen hatte dichtes Schneetreiben eingesetzt, die Schneemobilfahrer verwandelten sich auf dem kurzen Weg vom Bus aufs Schiff fast in Schneemänner. Den kurzen Holzanleger fand ich sehr interessant und die offenbar im Meeresboden verankerten Ketten zum Festmachen waren auch neu für uns. Die Polarlys brauchte die ganze Zeit die Seitenruder.
      Nach Mehamn machte sich die Barentssee durch etwas mehr Schaukeln bemerkbar, aber alles ganz harmlos. Das Schneetreiben ging weiter und die Lichter von Berlevåg sah man erst sehr spät. Die Nordnorge kam uns entgegen, und dann kamen schon die Tetrapoden. Auf dem Kameradisplay konnte man hinter den Wolken einen leichten grünen Schimmer erahnen, aber mit blossem Auge war nichts zu erkennen.
      Viele Grüsse, Albatross
      Reiseberichte im Profil
    • lynghei schrieb:

      die machen einfach süchtig.
      ...deshalb sind wir immer alle dabei, die nächste Reise zu planen, kaum dass die vorige vorbei ist ;)

      JKmuc schrieb:

      Da freue ich mich um so mehr auf unsere Tour mit der MS Nordkapp
      Da könnt Ihr Euch wirklich freuen- tolles Schiff, tolle Jahreszeit! Ich muss leider noch ein paar Termine abstimmen, bevor ich mich auf die nächste Tour freuen kann, es wird aber auch wieder zwischen Januar und März werden.

      Steffi schrieb:

      Vor meiner nächsten Reise werde ich definitiv einen Fotokurs besuchen!
      Aber wieso denn, Du brauchst doch keinen! Aber Spass machen manche Fotokurse schon- die, bei denen nicht nur einer doziert, sondern wo man selber losziehen darf :)

      19.02.13 – Wolken, Sonne und Schnee
      Das Anlegen in Båtsfjord war nachts wieder unüberhörbar, Vadsø habe ich nur nur aus den Fenstern beim Frühstück gesehen, muss ich gestehen. Es war etwas bewölkt, aber recht schön, als wir in Kirkenes einliefen, wo es fast frühlingshafte Temperaturen von nur -7 Grad hatte. Die Huskytour hat Spass gemacht, wir waren in der letzten Gruppe und haben zuerst die Hunde und Rentiere besucht. Das weiße Rentier (kein Albino) war natürlich bei den Paxen ein begehrtes Motiv, ein anderes, das gerade dabei war, das Geweih abzuwerfen, fand ich aber fast noch interessanter.

      Danach konnten wir uns im Schneehotel umsehen. Zum Anschauen fand ich es sehr schön, aber übernachten wollte ich dort nicht und zwar nicht wegen der Kälte (die hielt sich in Grenzen) sondern wegen der Luftfeuchtigkeit, die ich etwas unangenehm fand.

      Zuletzt ging es in die Schlitten. Dafür wurden wir mit Sonne belohnt, bei den vorhergehenden Gruppen hatte sie sich noch versteckt :yeah:


      Auf dem Rückweg war die Zeit knapp, nach uns wurde sofort die Gangway eingefahren.

      Wir haben erst hinterher mitbekommen, dass sich eine von den Paxen den Knöchel gebrochen hatte, als sie das weiße Rentier fotografieren wollte. Sie hat die Reise nach einer wahren Odyssee trotzdem heroisch fortgesetzt: in Tromsø wurde sie im Krankenhaus notfallmäßig verarztet (die in Hammerfest konnten das offenbar nicht). Da das Schiff weiterfuhr und alle Hotelzimmer wegen eines Kongresses ausgebucht waren, verbrachten sie und ihr GöGa den Rest der Nacht auf dem Campingplatz. Am nächsten Morgen flogen sie nach Bodø und weiter mit einer kleinen Maschine nach Svolvær , wo sie wieder aufs Schiff kamen. Die ganze Zeit standen sie mit dem Reiseleiter in Kontakt, der da sicher einiges an logistischer Arbeit geleistet hat.

      Nach der Abfahrt aus Kirkenes zog sich das Wetter wieder zu. Wir hatten jetzt den Ambassador- Obstkorb in der Kabine und abends steckte die Einladung zur Brückenbesichtigung im verschlossenen Umschlag an der Tür (verschlossen, damit nicht andere Paxe auch mitwollten-Anfragen hatte es nämlich viele gegeben, aber sie hätten alle zahlen sollen). In Vardø wurde es schon dunkel, 9 Leute hatten sich zum Eisbaden gemeldet und zogen nun mit vielen Schaulustigen los. Die Herren der Schöpfung stolzierten mit geschwellter Brust daher, das 8jährige Mädchen von unserem Tisch hüpfte :girl-dance: und wirbelte ihren Badeanzug um den Finger. Sie war wohl die einzige, die hinterher nicht erkältet war :thumbsup:

      Es fing etwas mehr an zu schaukeln, im Vergleich zum Vorjahr immer noch völlig harmlos. Der Schneescooterausflug wurde allerdings wegen Sturm abgesagt. Beim Abendessen wurden auch schon die ersten Teller mit Crackern herausgetragen und es gab Lücken.
      Båtsfjord konnten wir diesmal dank der ersten Essenssitzung an Deck erleben, es gab schwaches Nordlicht, das aber meist durch Wolken verdeckt wurde. Berlevåg haben wir wieder angelaufen, nachdem wir es im Jahr zuvor beide Male ausgelassen hatten. Im heftigen Schneetreiben wurden eine Waschmaschine und viele private Päckchen ausgeladen. Die waren schneebedeckt, noch bevor das Ausladen beendet war. Nach der Ausfahrt aus dem Hafen war die Nordlys nur in ziemlicher Entfernung zu sehen, weil es nun doch etwas windig war.
      Viele Grüsse, Albatross
      Reiseberichte im Profil
    • norwegenfan.123 schrieb:

      dass Geduld schlussendlich belohnt wird
      Dabei bin ich doch sonst eher ungeduldig, vor allem wenn ich auf die nächste Reise warten soll :winki:

      Mia HHH schrieb:

      Mal schauen ...
      Die kleine Krabbe wird die Testreise mit fliegenden Fahnen bestehen! Auf der Polarlys war auch ein Kleinkind, das auf dem Schiff gerade das Laufen lernte.

      novi schrieb:

      Mutiges Kind-mutige :hmm: Eltern.
      Das Kind und die mitreisende Oma waren sehr abenteuerlustig, die haben alles mitgemacht! Das Mädchen hatte sich schon am zweiten Abend selbständig das "ikke fisk" -Kärtchen organisiert.

      little.point schrieb:

      hier bei 33°C
      ... und bei uns 37! 1ch kann gar nicht genug Eisberg- und Schneebilder anschauen...

      20.02.2013 – Südwestwind

      In Mehamn hatte die Polarlys offenbar Mühe, am Kai zu bleiben. Man konnte in unserer Kabine am Heck den kurzen Pier schon gar nicht mehr sehen, aber ich hatte das Gefühl, dass wir etwas herumschlingern. In der Nacht wurden aber alle Häfen angelaufen, dabei wurde es jeweils ziemlich laut. Vor Havøysund gingen wir frühstücken und begrüßten dann die Richard With.

      Der Wind hatte aufgefrischt, aber da er aber aus SW kam, hat er kein großes Schaukeln verursacht, nur Verspätung...Um 10 Uhr hatten wir unsere Ambassador -Brückenbesichtigung. Der Käpitän (Kjell Inge Jensen) hat die Führung dem Reiseleiter und dem Sicherheitsoffizier überlassen, der Kapitänssessel war abgeschrankt, da wollte man keinen haben. Dennoch war die relativ kurze Führung sehr interessant und das Aquarium war niedlich :winki: Einer der Paxe fragte, welche Sturmstärke wir hätten und wurde von der Brückencrew fast ausgelacht- nur 5-6 Bft... Sturm ist vermutlich, wenn die Fische aus dem Aquarium springen :lol: . Später zog der Wind allerdings noch an bis zu 8-9 Bft.

      In Hammerfest kamen wir mit einiger Verspätung an. Es wurde mehrfach die geänderte Abfahrtszeit 13 Uhr durchgesagt, d.h. die Liegezeit war etwas verkürzt. Wir hatten keine Lust, bei dem grauen und windigen Wetter rauszugehen und setzten uns ausnahmsweise in den Panoramasalon. 13 Uhr und wir legen nicht ab... Um 13.15 Uhr kommt einer dahergerannt und ein wenig später kommt unsere ganz spezielle Freundin mit GöGa in aller Seelenruhe aus dem Eisbärklub. Mit der wird quasi die Gangway eingeklappt. Wir flüchten aus dem Panoramasalon, als die Reisegruppen entern und ihre „belegten“ Plätze einfordern, um dann am Aussichtsplatz das Rätselheft vor die Nase zu halten...Das war unser zweiter und letzter Besuch auf Deck 7.
      Jetzt wird’s draussen interessant, es pfeift ganz ordentlich und am Bug unter der Brücke ist absolut kein Durchkommen mehr. Auf den Bergen verweht der Wind den Schnee, es gibt richtiggehende Fahnen. Einmal bekomme ich eine kleine Dusche ab, aber das Schaukeln ist regelmäßig und nicht schlimm, ich finde es einfach klasse :thumbsup: Das finden andere wohl nicht, aus dem Panoramasalon hat es einige erwischt :puke: Eine erzählte, dass sie frische Luft schnappen wollte, umgeweht wurde und sich diverse blaue Flecken geholt hat.


      Als wir in den Øksfjord eingebogen sind, wird es zwischenzeitlich ruhiger. Und dieses Mal bekomme ich Øksfjord auch tatsächlich bewusst mit - inklusive Beweisfotos!

      Danach auf der Loppa wird es wieder etwas bewegter. Beim Essen tut sich ewig nichts, es werden ein paar Getränke ausgeschenkt, dann schaukelt und scheppert es ein paarmal und unsere spezielle Freundin verlässt fluchtartig den Speisesaal :blerg: Das Essen kommt und kommt nicht... Unvermittelt drosselt die Polarlys ganz massiv das Tempo, manche Leute reagieren leicht panisch. Aber nun wird das Essen serviert, also eindeutig nur eine Temporeduzierung für die Küche. Durch das verzögerte Dinner sind wir in Skjervøy noch beim Essen und später lohnt es sich bei recht schlechtem Wetter auch nicht mehr rauszugehen. Tromsø erleben wir schon in der Kabine. Die Mitternachtskonzertler erzählen am nächsten Tag, dass die Strassen durch gefrorenen Regen so vereist waren, dass die Busse einen grossen Umweg fahren mussten.
      Viele Grüsse, Albatross
      Reiseberichte im Profil
    • Albatross schrieb:

      Und dieses Mal bekomme ich Øksfjord auch tatsächlich bewusst mit - inklusive Beweisfotos!

      :laugh1: Kein Wunder, ihr hattet ja dieses Mal auch mehr Tageslicht.
      Die lieben Mitreisenden waren diesmal wohl auch recht vergnüglich. Das sind dann immer so Situationen, wo ich mir sage, Loriot hat für seinen Erfolg nur die Menschen beobachten und nachstellen müssen. :mosking:
      Ab und zu frage ich mich jedoch auch, was andere von uns Fories halten, wenn sie uns bei einem Stammtisch oder einer "Klassenfahrt" begegnen. :whistle3: Wäre mal interessant zu erfahren. :mosking:
      Liebe Grüße, Goldfinch
      :ilhr:


      Links zu meinen Reiseberichten: siehe Profil ...
    • JKmuc schrieb:

      die ein oder anderen werden uns für verrückt halten, wenn wir bei jedem Wetter und besonders bei stürmischen Winden ständig draußen sind
      Wenn alle so wären wie wir, müsste das Umlaufdeck wegen Überfüllung geschlossen werden ;)

      Goldfinch schrieb:

      Loriot hat für seinen Erfolg nur die Menschen beobachten und nachstellen müssen
      Auf so einem Schiff hätte er reiche Beute machen können :D

      Goldfinch schrieb:

      was andere von uns Fories halten
      So ungefähr kann ich mir's vorstellen: wie Damenkränzchen im Zug (mit Piccolos) oder Kegelclub auf Ausflug, Fotofreunde beim Rudelschiessen etc. Alle lustig und ein bisschen laut :whistle3:

      21.02.13 – Grau mit Happy End
      Finnsnes habe ich verschlafen, in Harstad gehen wir zum Frühstück, als die Ausflügler weg sind. Das Wetter ist nicht schön, Tauwetter, dreckiger Schnee, tiefhängende Wolken. Rechtzeitig vor der Risøyrenna gehen wir nach vorne, wo sich die üblichen Umlaufdeckgänger einfinden. Wir stehen alle an der Wand lang unter der Brücke, als die Durchsage kommt und die einschlägigen Kandidaten sich uns vor die Nase stellen, rempeln und sich allgemein unbeliebt machen. Diverse Fotos verwackeln wegen ausgefahrener Ellenbogen, den auf einem Stein sitzenden Seeadler bekomme ich deshalb auch nicht richtig ins Bild (den haben die natürlich gar nicht bemerkt...). In Risøyhamn ist der Spuk vorbei, wir haben wieder unsere Ruhe. Das Wasser ist nur leicht bewegt mit Spiegelungen, trotz des schlechten Wetters außerordentlich still und schön.


      Beim Blick zurück gegen Norden keimt kurz die Hoffnung auf etwas Blau im Himmel auf, aber im weiteren Verlauf ist es wieder extrem trüb. Zwei Besatzungsmitglieder widmen sich der sicher nicht beliebten Aufgabe, den Bug zu schrubben und werden mangels anderer Aussicht von etlichen Paxen beobachtet. Vor Sortland werden die Busse begrüßt und die Vesterålenausflügler erzählen nachher, der Ausflug sei schrecklich gewesen: nichts zu sehen wegen des Wetters, sie seien überall zu früh drangewesen und hätten dann nur sinnlos gewartet. Auch Stokmarknes ist bei Tauwetter nicht besonders hübsch, wir gehen nicht von Bord und sehen die anderen herumschlittern- Aquaplaning ;)

      Für den Raftsund erwarten wir nichts, bleiben aber trotzdem an Deck und stellen uns diesmal gleich nach vorne an die Reling, damit wir nicht wieder den Blick verstellt bekommen. Und wenn man schon keine Hoffnung mehr auf Wetterbesserung hat, erbarmt sich Petrus plötzlich: als versöhnlicher Abschluss des Tages zeigt sich jetzt sogar ein Fenster in den Wolken, durch das Abendlicht kommt. Das Wasser ist absolut ruhig, es gibt fast perfekte Spiegelungen, Lichtflecken auf dem Wasser- eine magische Stimmung, einfach traumhaft schön :love: :love: :love: Selbst den Blitzern und Remplern hat es die Sprache verschlagen. Was für ein Happy End für meinen Lieblingstag :girl_pinkglassesf:


      Dinner ist vorverlegt und wir können in Svolvær raus. Es dunkel und nass, wir schlittern ein bisschen draussen rum, schauen die Stockfischgestelle an und beobachten die Ladetätigkeiten.

      Die Kong Harald habe ich dann leider irgendwie verschnarcht, sie aber wenigstens noch von hinten gesehen. In Stamsund haben wir nochmal beim Be-und Entladen zugeschaut und der Vestfjord hat uns in den Schlaf gewiegt.
      Viele Grüsse, Albatross
      Reiseberichte im Profil