Island: Polarlicht und mehr (04.02. - 15.02.2013)

    • 2013
    • W O W ! :good3:
      manchmal muss man einfach nur Glück haben mit dem Wetter!
      Danke für die Super schönen Bilder, insbesondere vom Nordlys.
      Hoffe, Dir bleibt das Erlebte Deiner wunderschönen Island-Reise lange in Erinnerung.
      Für den Bericht - :thank_you:

      Grüsse
      pemo
    • Sorry, es geht weiter :)

      In Reykjavik waren wir abends auch mehrfach im Gamla Vinhusid gegessen, das Restaurant liegt in einer Nebenstraße zum Laugavegur - der Klappastigur. Die Karte bietet einige isländische Gerichte aber auch Burger, Steaks und Pizza. Der Trollburger ist riesig...

      Wenn noch Fragen sind oder Tipps benötigt werden - einfach schreiben. Ich bin ab dem 29.6. wieder in Island.

      09.02.2013 KO-Tag

      Zum 9.2. kann ich nicht viel berichten - am Zugang der Grjótagjá, einer Höhle mit See in der Umgebung des Myvatn, rutsche ich aus und mache einen Salto. Glücklicherweise bleibt es bei Prellungen, die mich in den nächsten Tagen doch etwas einschränken. Zum Glück haben wir einen Doc in der Gruppe, der mir nach dem Unfall hilft und auch Medikamente dabei hat - Danke an Sönke und Maria für die Unterstützung! Den Rest des Tages verbringe ich in der Unterkunft, abends geht es schon wieder einigermaßen und Michi nimmt mich zum Abendessen mit.



      10.02.2013 Aufbruch nach Egilstadir, Dettifoss

      Heute verlassen wir den Myvatn, die Fahrt führt uns nach Egilstadir. Unterwegs wollen wir versuchen den Dettifoss zu besuchen, die Straße dorthin wird nicht regelmäßig geräumt - deswegen können wir nur hoffen, das sie befahrbar ist. Das Wetter ist super - sonnig, in der Nacht hat es ordentlich geschneit.

      Von der Ringstrasse 1 führt eine Stichstrasse zum Dettifoss, diese ist stark vereist. Zum Glück kommt uns eine Schneefräse entgegen, eine Spur zum Wasserfall ist frei. Den Anhänger mit dem Gepäck parken wir irgendwo in der Winterlandschaft, er hat keine Spikes und wollte uns zweimal überholen. Mit dem Tourbus kommen wir etwa bis 500m vor den offiziellen Parkplatz, dann ist der Weg nicht mehr geräumt. Weiter zum Wasserfall geht es zu Fuß, dabei ist es wieder sehr glatt und ziemlich windig. Der Schnee ist teilweise recht tief, man sackt regelrecht ein.











      Am Dettifoss bleiben wir im oberen Bereich, die Wege hinab sind durch die Gischt mit Eis überzogen. Der Wasserfall ist gewaltig, in der Schlucht ist ein Regenbogen erkennbar.









      Ein Teil der Gruppe macht sich auf den Weg zum Sellfoss, dieser liegt etwa 1km oberhalb des Dettifoss. Ich mache mich mit dem anderen Teil der Gruppe auf den Rückweg, unterwegs begegnen wir einer Gruppe Asiaten - in Turnschuhen ohne Spikes - welche zweifelnd an einem vereisten Teilstück stehen.

      Im Bus wird sich dann erstmal gestärkt, der Wind hat deutlich zugenommen und hat uns auf dem Rückweg ordentlich durchgepustet. Der Rest unserer Gruppe kommt dann auch recht ko wieder zum Fahrzeug, bis ganz zum Sellfoss haben sie es nicht geschafft - der Weg war zu vereist. Unterwegs sammeln wir noch den Anhänger wieder ein, dann geht die Fahrt auf der 1 weiter. Unsere Kaffee- und Teepause machen wir nach einem kurzen Spaziergang an einer Brücke, auch hier pustet der Wind ordentlich.





      Bis Egilstadtir hält sich das Wetter, dann zieht es sich doch noch zusammen - die Berge kann man nur noch erahnen. Unsere Unterkunft haben wir etwas außerhalb, wir werden sehr herzlich von unserer Gastgeberin empfangen. Sie entschuldigt sich mehrfach, gerade wird auf dem Gelände gebaut. Unsere Zimmer sind sehr gemütlich, einzig der Weg zum Haupthaus ist etwas beschwerlich da die Baustelle dazwischen liegt.

      Abends gibt es Lammbraten mit Pfefferkruste und hausgemachtes Eis ("Blackwood Forest like"), sehr lecker. Die Stimmung ist gut, unsere Gastgeberin erzählt von den geplanten Umbauten und bedankt sich bei uns, das wir es auch im Winter wagen nach Island zu kommen.

      Gleich geht es weiter mit Ostfjorden, Orcas und Rentieren...
    • 11.02.2013 Ostfjorde, Orcas, Rentiere

      Weiche Betten und geprellte Rippen passen irgendwie nicht zusammen, das Aufstehen heute ist etwas mühselig. Dafür gibt es ein leckeres Frühstück mit selbstgemachten Waffeln. Der Abschied ist sehr herzlich, wir haben heute wieder eine recht lange Fahrstrecke vor uns. Anfangs ist es noch recht bewölkt, dann haben wir wieder Sonnenschein. Hier ein paar Impressionen aus den Ostfjorden:









      Bei der Einfahrt in einem Fjord bemerke ich im Wasser Bewegung, erst sieht es aus wie ein Holzstamm - dann tauchen verschiedene Orcas auf. Sie schwimmen scheinbar aus dem Fjord. Leider können wir auf den engen Straße nicht halten, deshalb gelingen nur 2 Schnappschüsse durchs Fenster.









      Unsere Mittagspause machen wir auch an einem Wasserfall, die Umgebung ist atemberaubend.





      Auf und am Weg treffen wir immer wieder auf wilde Rentiere, diese sind recht scheu und ergreifen schnell die Flucht.







      Hinter uns zieht eine Schlechtwetterfront auf, der Wind verstärkt sich. Wir haben jedoch Glück und können die meiste Zeit vor den dunklen Wolken herfahren. An der Küste gibt es dann noch einen kleinen Spaziergang, Michi nimmt mich mit dem Bus zum Endpunkt mit - hier habe ich etwas Zeit für Langzeitaufnahmen der Brandung.





      Alle sind froh über die warmen Getränke am Bus, die Fahrt geht weiter nach Höfn. Langsam wird es dunkel und Schneefall setzt ein. Unsere Unterkunft haben wir in Hali in der Nähe des Jökulsárlón, erstmal geht es zum Essen im Restaurant beim Museum. Die Begrüßung ist herzlich - unsere Gastgeberin Þorbjörg erkennt mich wieder (war im Sommer wohl doch einmal zuviel am Buffet :8): ...) Es gibt eine Gemüsesuppe, leckeren Fisch aus der eigenen Aquakultur und als Dessert Skyr. Unsere Unterkunft ist direkt am Haff, es ist recht voll - wir teilen das Gebäude mit einer asiatischen Reisegruppe.

      In der Dunkelheit fahren wir noch zum Jökulsárlón, es schneit allerdings sehr stark - deshalb keine Hoffnung auf Polarlicht über den Eisbergen. Der Tag endet in gemütlicher Runde im Restaurant.
    • Hallo + Entschuldigung für die Unterbrechung,

      Leider hat sich die Fertigstellung des Reiseberichts krankheitsbedingt etwas verzögert (2013 scheint nicht mein Jahr zu sein...), ich hoffe das ich die letzten Tage der Islandtour jetzt recht zügig einstellen kann:

      12.02.2013 Jökulsárlón

      Zum Frühstück machen wir heute einen Spaziergang zum Restaurant, es kündigt sich ein wunderbarer Tag an. Erstmals kann ich die Gletscher und Berge in Harli ohne Wolken sehen, im Sommer hatten wir damit kein Glück - es war ständig bewölkt. Nach dem Frühstück brechen wir zügig auf und erreichen den Gletschersee Jökulsárlón recht früh. Es ist wenig los, man kann die umwerfende Natur in Ruhe geniessen.

















      Nach einem ausgiebigen Stop und einem Gruppenfoto fahren wir zum angrenzenden Strand. Die Eisberge aus dem See werden bei Ebbe ins Meer gespült und lagern sich bei Flut wieder auf dem schwarzen Sandstrand an. Im Gegensatz zum Sommer liegt sehr viel Eis am Strand, darunter sehr große Brocken. Das Licht ist super, beim Fotografieren vergeht die Zeit viel zu schnell.



















      Nach einer kleinen Brotzeit fahren wir weiter und besuchen noch einen Gletschersee mit weniger Strömung. Der See ist fast zugefroren, die Eisberge sind recht mächtig. Das Wetter spielt weiter mit, der Hvannadalshnjúkur - Islands höchster Berg - erstrahlt in seiner ganzen Pracht. Der Wind nimmt zu, aus dem Nordosten zieht eine Schlechtwetterfront heran, wir haben aber Glück und fahren mit dem Sonnenschein weiter zum Svinafellsjökull.









      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „hotte73“ ()

    • Vielen Dank!

      Die Eisbrocken am Strand waren im Februar wirklich umwerfend, im Sommer gab es vereinzelt ein paar große Brocken - aber kein Vergleich zu diesen. Mir persönlich gefallen die Langzeitaufnahmen wegen des Wassers und der Farben besonders.

      12.02.2013 Svinafellsjökull, Polarlicht

      Am Svinafellsjökull hat sich das Wetter wieder etwas beruhigt, der Wind ist nicht mehr so stark. Der Ausblick auf den Gletscher ist einmalig, man kann am Berghang neben dem Eis entlang gehen und so den gesamten Gletscher überschauen. Besonders interessant sind für mich die Strukuren im Eis, welche gerade im Gegenlicht sehr schön zur Geltung kommen.













      Wir machen uns auf den Weg nach Kirkjubaejarklaustur und durchqueren den Skeiðarársandur und das Eldhraun. In Kirkjubaejarklaustur geht es zweimal durch den Kreisel, dann gibt es einen Tankstop. Der Winter kehrt zurück, die Straßen sind vereist.





      Unser Ziel ist das Hotel Dyrhólaey, auf einer Anhöhe bei der Ortschaft Vik. Ich kenne die Unterkunft bereits aus dem Sommer, heute ist jedoch nicht viel los. Dafür wird viel gebaut, ein neuer Speisesaal und ein neuer Hoteltrakt entstehen. Neben der Bauarbeitern sind wir die einzige Gruppe im Hotel, im Sommer war es sehr voll. Mein Zimmer ist geräumig, das Bad etwas frisch aber sehr gut ausgestattet. Das Abendessen (Lamm) ist ok, aber nicht so toll wie im Sommer.

      An diesem Abend haben wir starkes Polarlicht über dem Mýrdalsjökull, direkt hinter dem Hotel hat man einen guten Ausblick auf den Gletscher. Auch Sternschnuppen sind zu sehen, ich bleibe bis etwa 1 Uhr draussen, dann wird es zu stürmisch.

















    • Atemberaubende Bilder!! Du hast aber auch viel Glück mit dem Wetter gehabt. :sdanke:
      Im Forum sind so viele tolle Island-Berichte und Bilder, da musste Hurtigruten ja reagieren und neue Touren mit der Fram anbieten :D Aber auch in den Wintermonaten hat Island einen großen Reiz, wie man auf den tollen Bildern sieht. Das Nordlicht, einfach genial!
      LG Lundefugl