26.06. - 06.07.2012 Islands fantastischer Süden...

    • 2012
    • Hallo Micha,

      erst einmal vielen Dank für die Infos Über Deine Kamera. Da wird sich GöGa aber freuen, dass zumindest meine Opjektive passen, denn sie stimmen mit Deinen so ziemlich überein. :thumbup: Filter sind ebenfalls vorhanden. Nur Dein Body ist schon etwas besser als meiner (40D), aber eine höhere Version werde ich wohl vor dem nächsten Urlaub nicht mehr gesponsert bekommen. ;( Bezüglich RAW und Lightroom kann ich Dir nur zustimmen. Beides funktioniert super und ich arbeite seit etwas mehr als einem Jahr mit beiden. Je nachdem was ich mache, nehme ich auch manchmal noch Photoshop Elements hinzu (da kenne ich mich eigentlich besser aus und es geht daher derzeit noch schneller als Lightroom). Zwischenzeitlich habe ich mir außerdem angewöhnt, meine RAW-Bilder zuhause ebenfalls noch als JPGs zu speichern. Diesen Tipp bekam ich mal von einem Fotografen, der es ebenso handhabt.
      Deine Bilder von der "unaussprechlichen" Schlucht sind prima. Hoffentlich haben wir genügend Zeit, sie dann auch aufzusuchen.

      Gisela
      Liebe Grüße
      Bayerntroll
    • Hallo Gisela,

      die Schlucht ist gut von Kirkjubæjarklaustur aus erreichbar, unten gibt es einen Parkplatz. Man kann auch über einen Feldweg nach oben fahren. Wir sind oben entlang der Schlucht gegangen, in der Schlucht ist es wohl je nach Wasserstand auch möglich.

      Mein Reisebericht nähert sich langsam dem Ende, dafür haben wir ab jetzt wieder schönes Wetter...









      Am Strand sind Eiderenten unterwegs, heute steht Schwimmuntericht auf dem Stundenplan...



      Nach einem kurzen Tankstopp geht es auf der alten Ringstraße zum Mýrdalsjökull, welcher den Vulkan Katla bedeckt. Das Wetter spielt mit, endlich ist mal wieder ein Gletscher in voller Pracht zu sehen. Auf der Anfahrt machen wir verschiedene Fotostopps, das weiche Moos lädt zum Verweilen ein.







      Auf einer Wanderung nähern wir uns dem Gletscher. Katla ist immer wieder aktiv, am 9. Juli 2011 kam es nach einem kleineren Ausbruch zu einem Gletscherlauf im Fluss Múlakvísl. Die Ebene vor dem Gletscher ist mit schwarzer Asche überzogen, zahlreiche Wasserläufe vom Gletscher durchziehen die Landschaft. Eine Durchquerung ist aber möglich, es gibt immer auch flache Stellen. Fast unbemerkt stehen wir dann auf dem Gletschereis, manchmal schimmert das Blau durch die schwarze Ascheschicht. Auf dem Eis ist es aber zu gefährlich zum Weiterlaufen, wir geniessen den Ausblick von hier und machen uns auf den Rückweg zum Bulli.







      Wieder auf der alten Ringstraße machen wir uns auf den Weg nach Hjörleifshöfði. Am vorgelagerten Strand kann man die Füße in der Brandung abkühlen, das Wasser ist ziemlich kalt (wird mir berichtet :8): )




      In Vik biegt Michi von der Hauptstraße ab, wir machen einen Abstecher auf den Hausberg Reynisfjall. Oben ist es sehr windig, der Ausblick grandios. Die Felsnadeln Reynisdrangar liegen einem quasi zu Füßen.





      Nach einem kurzem Stopp und dem Abendessen im Hotel (wieder sehr lecker, diesmal mit Eis als Nachtisch) geht es nochmal zum Kap Dyrhólaey. Das Licht ist überwältigend, ein grandioser Sonnenuntergang kündigt sich an. Am Leuchtturm vorbei geht es auf das Felsentor, der Weg ist ok - man muss aber etwas aufpassen. Der Wind ist sehr stark, die Möwen stehen quasi vor der Felswand in der Luft. Eine amerikanische Fotogruppe ist ebenfalls vor Ort und baut Stative auf, dafür ist es allerdings zu windig. Liegend kann man es gut aushalten, die Sonne geht genau hinter dem Leuchtturm unter.










      Auf dem Weg zum Bulli ist wieder Betrieb bei den Papageitauchern, sie sind heute etwas weiter unterhalb in den Felsen zu finden. Auch hier sind nur Fotos aus tiefer Position möglich, einige Stative werden durch den Wind umgehauen.









      Gegen 03:00 Uhr endet dieser wunderbare Tag.



    • Vorab - Danke für Eure Kommentare!!!

      An einem Island-Kalendar würde ich mich beteiligen, dieses Jahr habe ich leider kein Material für den Kalendar 2013 - habe ja immer die Nordlys drauf und dann nur im September und März. Das Island-Fotobuch ist leider noch nicht angekommen, hoffe das klappt heute. Über Abzüge habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, ich schaue mal ob ich einen Anbieter findet der etwas in der Art ermöglicht. Bislang war ich immer bei Pixum.

      Mit den Papageitauchern hatten wir viel Glück, am Abend vorher waren wir früher - da gab es noch nicht sehr viele am Felsen. Der Bestand soll aber auch stark zurückgegangen sein, Michi erzählte das in den Vorjahren mehr los war.

      So, leider ist der letzte (Foto-)Tag schon da. Der letzte Reisetag war eigentlich komplett Rückreise, wir mussten morgens sehr früh zum Flughafen, der Flieger ging um 07:25 Uhr ab Keflavik nach Frankfurt.

      05.07.2012
      Heute steht der letzte Quatierwechsel an. Für die Nacht vor dem Rückflug hat Michi uns in einem Hotel in Reykjavik untergebracht. Wir frühstücken in aller Ruhe und bestaunen das rege Treiben im Speisesaal des Hotels Dyrhólaey. Mit uns checken auch 2 Bustouren aus, englische Studenten auf Geologie-Exkursion (das erklärt den Porridge-Topf und die Schlangen am Toaster morgens...).

      Auf der Ringstrasse geht es jetzt in Richtung Reykjavik. Erster Stop ist der Skógafoss, einer der schönster Wasserfälle Islands. Auf einer Breite von 25 Metern stürzt das Wasser 60 Meter in die Tiefe. Das Wetter spielt heute auch wieder mit, am Wasserfall ist noch nicht viel los.


      Ich habe mal eins mit Personen drauf ausgewählt, die Größe ist schon beeindruckend.

      Michi kündigt uns beim Eyjafjallajökull-Besucherzentrum an. Es liegt direkt an der Straße und wurde vom isländischen Landwirt Olafur Eggertsson und seiner Familie nach dem Vulkanausbruch 2010 eingerichtet. Die angrenzende Farm war direkt vom Eyjafjallajökull betroffen und war während der Zeit mehrfach auch in den Medien zu sehen. Im Besucherzentrum gibt es neben dem kleinen Shop (mit tollen TShirts!) eine Ausstellung zum Vulkanausbruch und ein kleines Kino. Hier wird eine sehr beeindruckende Dokumentation der Ereignisse gezeigt, der Film läuft in mehreren Sprachen, auch in deutsch. Kurz vor dem Vulkanausbruch sollte auf der Farm eigentlich eine Familienchronik gedreht werden, das Filmteam erlebte dann die Ereignisse hautnah mit den Betroffenen. Mich hat der Film sehr beeindruckt, der Halt hier hat sich wirklich gelohnt.



      Vorbei an blühendenden Rapsfeldern geht die Fahrt weiter. Wir halten wieder am Seljalandsfoss. Hier ist es schon recht voll, einige Busse halten aber nur für einen Kurzstopp. Der Fluss Seljalandsá stürzt hier 66 m tief über die ehemalige Küstenlinie in die Überschwemmungsebene des Markarfljót, in den er kurz darauf mündet. Man kann hinter den Wasserfall gehen und durch die Wasserschleier auf das Land draußen blicken. Hier ist sehr viel Wasser in der Luft, der Weg recht glitschig. Mit festen Schuhen und wasserfester Jacke kein Problem. Die Kamera landet in einer Plastiktüte und wird immer mal wieder abgetrocknet. Der Wasserfall ist sehr beeindruckend, mal will eigentlich gar nicht wieder weg.










      Zurück am Bulli gibt es ein kleines Problem, er will nicht mehr starten. Alle Versuche und Ferndiagnosen helfen leider nichts, unser treuer Begleiter hat den Geist aufgegeben. Zum Glück an einer günstigen Stelle, so bleibt mehr Zeit am und hinter dem Wasserfall. In der Wartezeit auf den Ersatzwagen trifft auch eine Reittour ein, die Islandpferde haben auf den grünen Wiesen Gelegenheit zur Brotzeit.




      Aus Selfoss trifft ein Ersatzbulli ein, die Sachen sind schnell umgeräumt. Die Fahrt geht weiter nach Reykjavik.



      Nach einer kurzen Tour durch die Stadt erreichen wir unser Hotel am Hafen. Für den Abend verabreden wir uns zum Essen in einem Restaurant oder schon vorher in einem Cafe. Nach einem kurzen Stopp auf dem Zimmer (endlich die Wanderschuhe loswerden) mache ich mich auf in die Stadt. Die grosse Kamera lasse ich im Hotel, nach den vielen schönen Landschaften ist die Rückkehr in eine Stadt etwas abschreckend. Mein Ziel ist die Hallgrímskirkja, hier probt gerade ein Organist und lädt zum Zuhören ein. Gegen ein kleines Entgelt kann man mit einem Fahrstuhl auf den Kirchenturm fahren und hat von dort einen sehr guten Überblick über die Stadt.

      Auf der Laugavegur trifft sich unsere kleine Gruppe wieder, wir erstehen noch ein paar Erinnerungsstücke und lassen uns dann in einem Straßencafe nieder. Nach einem Tipp von Michi wechseln wir ins Cafe Babalu und geniessen auf der Dachterrasse leckere Waffeln.

      Der Abend wird wegen der Rückreise nicht lang, um 04:15 Uhr weckt uns die Rezeption. Am Flughafen haben wir Glück und können schnell das Gepäck aufgeben. Der Abschied von Michi fällt schwer, ein Nachtreffen wird geplant. Die Rückreise verläuft ohne Probleme, nur der letzte Zug von Hannover nach Minden hatte Probleme mit der Klimaanlage...

      Mit dem eigentlichen Reisebericht bin ich jetzt soweit durch - ich werde in den nächsten Tagen noch ein paar Fotos zeigen, die es nicht in die erste Welle geschafft haben.

      Über die positiven Rückmeldungen habe ich mich sehr gefreut, ich werde auch zukünftig immer mal wieder Fotos hier einstellen wenn es sich ergibt. Die Hurtigrute muss leider noch etwas auf mich warten, wenn alles klappt ist Island nächstes Jahr wieder mein Ziel, erstmal im Februar und dann mal schauen.
    • Nochmals herzlichen Dank für Deinen Bericht und herzlichen Glückwunsch für die tollen Bilder. Ein prima Auge für das Motiv, augenscheinlich gutes Equipment und der ausgezeichnet beherrschte Umgang mit der Entwicklungssoftware und nicht zu vergessen das Glück des Tüchtigen für Wetter, Wolken und Tiere im Bild sind hier zusammengekommen, mit einem absolut professionellen Ergebnis.

      :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO Verweise auf Reiseberichte im Profil
      7/14 NX