Kulinaria

    • Gefahr für die Erdbeerernte

      Die Obstbauern im Valldal fürchten um die diesjährige Ernte. Der Grund: Es hat im Winter längere Frostperioden ohne geschlossene Schneedecke gegeben. Diese ist aber zur Isolation der Pflanzen nötig und verhindert deren Erfrieren.

      Mit 600-700 Tonnen Jahresernte ist das auf der Route Geiranger-Trollstigen gelegene Tal das größte Erdbeeranbaugebiet Norwegens. Wenn man dort zur Erntezeit durchkommt, kann man die leckeren Früchte förmlich riechen, was wiederum den Appetit steigert und zum Kauf an einem oder mehreren der zahlreichen Verkaufsstände animiert...
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Also hier hat es beim Erdbeerbauern trotz solcher kahlen Fröste immer reichlich und leckere Erdbeeren - er deckt die Pflanzen erst jetzt im März mit dem Vlies ab, um den Reifeprozess zu beschleunigen. Schlimmer sind wohl grundsätzlich die Frostperioden im Mai während der Blütezeit - wie bei allem anderen Obst auch.
      Lynghei
      Lynghei

    • Gesucht: Norwegische Rezepte

      Obwohl hier von Seeigeln, Quallen und Unkraut die Rede ist, starte ich hier meinen Aufruf :sbitte: , mir bei der Suche nach Rezepten :essen: :sekt: aus dem Nordland zu helfen. Sie sollten allerdings etwas weniger "exotisch" sein als die bisher hier genannten Gerichte.
      Wozu ich die Rezepte brauche?

      Bekannte meiner Freundin haben in einem mailänder Vorort ein winzig kleines, Restaurant im Rahmen einer karitativen Institution, dort veranstalten sie Abende nach Thema. Der Inhabe hat vor Jahren mal eine Hurtigrutenreise gemacht und möchte am 8. Juni einen norwegischen Abend organisieren.
      Jetzt sucht er nach geeigneten Gerichten. Das Menue iist meist wie folgt aufgebaut: Aperitif, Vorspeise, Hauptgang, Dessert und sollte nicht allzu kompliziert, und auch nicht besonders teuer sein, denn bei der ganzen Aktion sollte ja ein Erlös rausschauen, der dann der Institution für geistig Behinderte zugute kommt.
      Rentier und Elchfleisch schliessen wir hier vielleicht mal aus. Besser auch keine speziell winterlichen Speisen, es ist zwar im Augenblick noch recht kalt für die Jahresszeit, sollte aber und wird doch hoffentlich bis in zwei Wochen endlich sommerlich warm.
      :sdafuer: im Vorraus schon mal herzlichst :sdanke:
      Skippertje
    • @Hamburgerin: dann werde ich mal wühlen ...

      Hamburgerin schrieb:

      Kürzlich habe ich dieses ausprobiert, sehr lecker
      Ja, das sieht wirklich lecker aus. Leider kann ich kein Norwegisch, und muss das ganze dann noch auf Italienisch weitergeben. Ist es vermessen, dich um die deutsche Version zu bitten.



      @BRITANNICUS: hab in deiner Auswahl schon ein zwei Gerichte gesehen, die in Frage kommen könnten.

      Aber wer kann mir den Jarlkäse erklären.
      Den hier in Itlalien zu finden wird bestimmt schwierig sein, womit kann ich ihn ersetzen?
    • Norwegen, ein Beerenmärchen

      Das Beerenpflücken zum skandinavischen Sommer gehört wie die Mitternachtssonne, ist ja hinreichend bekannt. Wer im Lande unterwegs ist, sieht sommers allerorten Leute mit Eimern in gebückter Haltung durch die Botanik tapern, um die süßen bzw. herben gaben von Mutter Natur einzusammeln. Es kann einem sogar passieren, dass freundliche Mitmenschen den pausierenden Ausländer auf nahegelegene, gute Fundstellen von Blau-, Him-, Erd- und sogar Moltebeeren hinweisen. Es ist eigentlich genug für alle da. Von den ca 5 Millionen Norwegern pflücken 1,6 Millionen regelmäßig Beeren.

      Dieses Jahr gilt das in besonderem Maße, denn 2013 hat alle Chancen, als Rekordbeerenjahr in die Geschichte des Beerenpflückens einzugehen. Gerade die Moltebeere, deren Fundstellen ja öfters gut gehütete Geheimnisse sind, auf die die Claims teilweise sogar regelrecht abgesteckt sind, trägt phänomenale Mengen Früchte, und das vom Süden des Landes bis nach Finnmarken im hohen Norden.

      Gesund ist das Ganze ja auch noch: Beim Pflücken, die besten Chancen hat man übrigens in Höhen zwischen 600 und 800 Metern, bewegt man sich an der frischen Luft und in freier, schöner Natur, und die Inhaltsstoffe der Beeren sind gut für Körper und Geist, so soll der regelmäßige Verzehr von Blaubeeren Stress verhindern bzw. lindern helfen.

      Doch Mutter Natur ist nicht immer so freigiebig, wie dieses Jahr. Beerenexperten wie Øyvind Stranna Larsen fürchten, dass die Sammler nächstes Jahr einen deutlich karger gedeckten Tisch finden könnten, da die Pflanzen sich von der Rekordmenge dieses Jahres erholen müssten. Sein Tipp ist also, dieses Jahr auf Vorrat zu pflücken und die Früchtchen einzufrieren. Er selbst geht übrigens mit guten Beispiel voran: Dreizehn Kilo Moltebeeren hat der Verfasser des Buches Bærplukkingens gleder (in etwa: Freuden des Beerenpflückens) im Rekordjahr auf Nummer sicher gebracht.

      Na denn: Vel bekomme
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • BRITANNICUS schrieb:

      Gesund ist das Ganze ja auch noch: Beim Pflücken, ............ bewegt man sich an der frischen Luft und in freier, schöner Natur
      Das habe ich früher auch immer gedacht. Vor allem Bickbeeren :fie: Man konnte sich vor Fliegen und Mücken kaum retten, brauchte Stunden für ein nennenswertes Ergebnis und hatte außer den Fingern auch noch die Klamotten verfärbt. :cursing:
      Und dann war da ja noch die Pilzsaison, Pilzesammeln war richtig in. In dem 80ern gab es Pilzjahre, dass man gar nicht mehr wusste wohin damit. Bei mir war urplötzlich Schluss, als mir mal im Beerengestrüpp eine Kreuzotter fast über die Hände geglitten wäre Die Pilze in meinem Korb waren die letzten, die ich je gesammelt habe. :fie: Das alles war hier in Deutschland, und Moltebeeren mag ich sowieso nicht :D
    • BRITANNICUS schrieb:

      schönen norwegischen Wild-Blaubeeren
      Die schmeckten hier genauso gut :D Aber Pilze und einmal... :mosking: Gesammelt habe ich nur, was ich genau kannte - dachte ich. Der Höhepunkt vor der Kreuzotter war eine Riesenladung, die am Abend ja noch verarbeitet werden musste. An dem Nachmittag hatten wir reichlich Steinpilze gefunden - ein Glücksfall. Putzen und alles vorbereiten zum Einfrieren. Das hätten wir uns sparen können. Darunter befanden sich offenbar ein paar Gallenröhrlinge. Davon reicht schon einer, und alles ist hinüber :bad: :diablo:
    • Das ist jetzt vielleicht etwas albern, da ich den Rest des Fisches ja auch esse, aber ich fand die Vorstellung, "Dorschzungen" zu essen, schon in der gebratenen Variante nicht schön und habe sie immer wieder ignoriert. ;( Das Ganze dann in roh: igittigitt. ;(
      Liebe Grüße, Goldfinch
      :ilhr:


      Links zu meinen Reiseberichten: siehe Profil ...
    • Also schön gebraten sind sie eine wahre Delikatesse. Dass es sich um Zungen handelt, würde wahrscheinlich kaum jemand merken, wenn man es vorher nicht sagt. Naja, roh müsste ich sie auch nicht haben, aber dereinst habe ich ja auch einmal behauptet, nie Sushi zu essen. Und dann kam es irgendwann zum Schwur... ;)
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • BRITANNICUS schrieb:

      Also schön gebraten sind sie eine wahre Delikatesse.

      Da kann ich dir nur zustimmen - freue mich immer wenn es an Bord welche gibt.

      BRITANNICUS schrieb:

      Dass es sich um Zungen handelt,

      Eigentlich sind es ja auch nicht Zungen - also nix aus dem Fischmaul, sondern eher von darunter . Ist schwierig zu beschreiben - im Frühjahr wird es bei der Einfahrt in Kjollefjord an Bord gezeigt, wie die Teile aus dem Fischkopf herausgeschnitten werden.

      Roh möchte ich die Teile auch nicht essen ;(

      Schöne Grüße
      Eisbär 66