Sonne, Wolken, (zu viel) Eis - mit der FRAM zur Diskobucht - 19.-27.06.2011

    • 2011
    • Nordlicht schrieb:

      geht doch bestimmt auch??

      Ja, danke, jetzt kann ich auch wieder weiterberichten, und jetzt auch mit richtigem Jahr :thumbup: also:

      Tag 3 - Dienstag, 21.06.2011
      Lange schlafen ging nicht und kurz nach 6 war ich auf Deck - gucken -Eisberge -Eisberge -Eisberge.
      Ich war eigentlich wegen des bedeckten Himmels froh, denn Sonne auf das Eis und den Schnee blendet ja ganz schön und fototechnisch wäre das auch etwas schwierig geworden, weil das Weiß im Bild schnell ausfrisst (merke: wer keine Ausreden findet, ist selber schuld.
      Hier also ein paar morgentliche Eisberge:


      schweren Herzens unterbrochen vom Frühstück

      Mittlerweile hatte ich zu meiner großen Freude entdeckt, dass wir wirklich einen Platz für den übermorgigen Heli-Ausflug ergattert hatten :dance3: , sofern das Flugwetter mitspielen würde, juchhu

      Gestern sollte es das einzige Mal gewesen sein, dass die FRAM an einem Kai anlegen konnte, und ab dann war jedwedes Verlassen des Schiffs nur via Polarcirkleboote möglich. Wir waren in Bootsgruppe 7 eingeteilt. In den Tagesberichten war jeweils angekündigt, in welcher Reihenfolge die einzelnen Gruppen dran waren. So hatte jede einmal das Vergügen, als erste vom Schiff herunter zu dürfen.

      Heute stand Qegertarsuug auf dem Programm und wir hatten die inkludierte Wanderung zum Tal der Winde mit Ilja als Wanderführer auf dem Programm.
      Vorbei an einem ziemlichen Brocken von Eisberg, der an der Einfahrt zur der kleinen geschützten Ankerbucht lag, schob sich die FRAM auf ihre Reede. Es knallte plötzlich ordentlich, aber dies waren nur die Salutböller anläßlich des grönländischen Nationalfeiertags, der heute war.

      Wir erhielten noch ein paar Anweisungen, auch über den Rückweg, falls jemand nicht mitkommen wollte oder konnte, und ansonsten: Immer den blauen Jacken nach!!
      Und im Hintergrund, hinter den weiter entferntliegenden Häusern türmte sich ein Eisberg auf, der die Häuser noch kleiner aussehen ließ als sie schon waren.
      (Natürlich saßen wir viel zu früh fertig mit Schwimmweste parat, vor allem ich konnte es nicht abwarten :) )
      Das Austendern klappte perfekt, es gab schließlich keine Wellen und einen ordentlichen Landungssteg.

      Es ging nun durch den Ort Richtung Bucht, immer mehr Eisberge kamen in Sicht, ein paar Hunde gab es, und am Strand dann feiner schwarzer Sand mit vielen toten kleinen Fischen - welch ein Anblick - ich konnte nur da stehen und gucken, es erschien mir wie im Traum. Konnte es noch besser werden?????

      Ja, konnte es!!!!!
      "Waaaale!!!! Da hinten!!" erscholl es plötzlich.
      Weit weg, aber man konnte sie hören, den Blas sehen -


      Der Zeitplan der Wanderung kam ein wenig ins Stocken. Ich konnte mich gar nicht losreißen, und ließ meinen Mann mit den anderen von dannen ziehen.
      So toll konnte das Tal der Winde gar nicht sein, als dass ich dafür einen Moment der Beobachtung verpassen wollte.
      Erst, als die Wale wieder zum offenen Meer schwammen und selbst im Tele nicht mehr erkennbar waren, folgte ich der Wandertruppe, die sich mittlerweile schon weit weit entfernt hatte.
      Ich konnte mein Glück immer noch nicht so richtig fassen.

      *******
      Fortsetzung folgt :)

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    • Hier der Rest von Tag 3 - Dienstag, 21.06.2011


      Weit verstreut in der Landschaft sah ich in der Ferne einzelne Wanderer, von einer Gruppe war schon fast nicht mehr zu reden, so groß war mittlerweile der Abstand zwischen ihnen.



      Ich fand auf dem weiteren Weg noch das ein oder andere Blümchen, am ortlichen Fußballplatz gefielen mir die Ehrenlogen und

      vorbei an mächtigen Berghängen folgte ich der mittlerweile weitauseiandergezogenen Wandertruppe.
      Den steilen Abstieg zur Brücke über die angepriesene Schlucht ließ ich knietechnisch bedingt lieber bleiben, es gab noch ein paar entzückende kleine gelbe Blümchen. In aller Ruhe schlenderte ich zurück.


      Und fand auf der mittlerweile einsamen Bank eine ganze Weile wunderbare Stille,

      nur leise Wellen und einmal ein Knall, als von einem der kleinen Eisklötze ein Stück abbrach.
      Es mag sich vielleicht blöd lesen, aber ich war in dem Moment einfach nur... ja was? Ergriffen von dem wunderbaren Anblick? Glücklich, diesen Traum erfüllt bekommen zu haben? Zufrieden mit Gott und der Welt? Wahrscheinlich alles zusammen........Mit etwas Mühe ließen sich die etwas feuchten Augen wieder trockenblinzeln.

      So langsam kamen die Wanderer und damit auch mein Mann, der mich da auf der Bank sitzend fotografiert hat zurück und

      es ging wieder zum Schiff, vorbei an einer kleinen Übung der Feuerwehr zur Feier des Tages.


      Gegen 15.45h verließ die FRAM Qeqertarsuaq, nordwärts, und die Farben, Formen und Größen der Eisberge waren zum Mund-vor-Staunen-nicht-mehr-zukriegen.



      Achja, Abendbuffet gab es natürlich auch.....
      Im Vortrag über den nächsten Tag (wieder auf Dänisch, diesmal von Ilja gehalten) gab es schon den Hinweis auf Probleme mit dem Ausflug zur roten Wüste. Zur Zeit war nicht klar, ob das 2. gecharterte Boot rechtzeitig seinen Motorschaden repariert bekommen könnte. Aber es würde auch so genug Schönes und Interessantes zu sehen sein.
      Der Tag war so aufregend gewesen, ich fiel wie ein Stein ins Bett......

      ******
      Fortsetzung folgt

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    • EL FI schrieb:

      Ergriffen von dem wunderbaren Anblick?
      Also ich finde die Bilder doof, immer nur Eisberge, und dann noch dieser Klotz direkt hinter den Möbeln...
      Nie im Leben würde ich da hinwollen Ich muss mich jetzt davon erst mal erholen und gehe einkaufen
      Gruß
      Renate
      Ach ja ELFI, wenn Du nix Besseres zu tun hast, kannst Du hier ja schon mal weitermachen. Wenn's sein muss, gucke ich mir die nächsten Bilder auch noch an ...... .....
    • ich sehe schon - nein, Renate will nicht dahin... Renate will nicht dahin... Renate will nicht dahin... Renate will nicht dahin... - und macht jetzt Frusteinkäufe... :D
      Gruss - Arctica

      Jan 2009 FM * Jan 2010 NL * Jan 2011 FRAM (Antarctica) * Apr 2011 NN * Mrz 2012 LO * Jan 2013 LO (Alta)* Feb 2014 KH *
      Jan 2016 LO

      Reiseberichte siehe Profil!
    • Aber ich will da hin!

      Was Du da machst, EL FI, nennt man Anfüttern! Fast nicht auszuhalten ist das, diese tollen Fotos zu sehen (der graue Nebel lässt die Eisberge toll wirken!) und zu wissen, dass man noch 14 Monate warten muss, bis es nach Ostgrönland geht. Aber wenigstens brauche ich keine Frusteinkäufe zu machen! Das Geld brauche ich auch nötig zur Finanzierung der Reise!
      Gerda (Alta Connection) :lofoten2:
    • Hamburgerin schrieb:

      simple Lebensmittel
      manchmal auch Frustfutter" genannt???? :mosking:

      Weiter im Bericht Tag 4 - Mittwoch, 22.06.2011

      Vor dem Frühstück... was gab es da ???? Na was wohl..............???
      Richtig!!!! Eisberge,
      auch wenn es noch ziemlich diesig war und nur an wenigen Stellen die Sonnenstrahlen bis auf die etwas unruhige :mosking: Wasseroberfläche gelangten

      Frühstück gab es natürlich auch


      und nach dem Frühstück erstaunlicherweise wieder


      unschwer zu erkennen immer noch ruhiges Wasser. Man bekam eigentlich gar kein Gefühl dafür, auf einem Schiff unterwegs zu sein. Wenn ich da an die Norwegen-Touren denke... mannomann.
      Aber trotzdem hat auch "Ententeich" seine Reize



      Kurz vor Uummannaq passierten wir dieses Eisbergfarbwunder

      :girl_sigh:

      Mittlerweile wussten wir mit Sicherheit, dass für uns der Bootsausflug zur Roten Wüste nicht stattfinden würde :girl_cray2: . Obwohl wir bereits von zu Hause gebucht hatten, standen wir in der Reihenfolge des Buchungseinganges zu weit hinten, als dass wir einen Platz auf dem einzigen zur Verfügung stehenden Boot ergattern konnten. Das 2. Boot konnte leider doch nicht rechtzeitig für heute repariert werden. Schade eigentlich, aber nicht zu ändern.

      ***********
      Und der nächste Teil des Tagesberichts folgt, ganz sicher
      (ich muss jetzt Eis essen fahren :girl_witch: :girl-dance: )
    • Hei EL FI:
      ...dass für uns der Bootsausflug zur Roten Wüste nicht stattfinden

      Da habt Ihr wirklich Pech gehabt, denn dieser Ausflug war wirklich interessant - die zahlreichen Mineralienvorkommen wie Eisen, Quarz, Silizium etc, die sich nicht vermischen, geben der Insel dem Namen "Rote Wüste"



      Das Eis war sicher lecker :girl-dance: und die Fotos sind wieder :good3:

      Gruß nonnie
    • Wahnsinn, die Möwe mit ihrem Spiegelbild (Bild 53), da ist dir mal wieder ein absoluter Knaller gelungen.:hut:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)
    • Freut mich, dass Ihr Spaß an den Bildern habt - :8):

      und ja, das Eis war absolut spitzenmäßig und der Coppa Italiana hatte eine Größe, dass ich an meine Aufnahmegrenze stieß (und das will bei Eis was heißen !!!!!!). Aber weiter im Bericht:

      Tag 4 - Mittwoch, 22.06.2011 - Teil 2

      Wir hatten für heute ja nichts weiter vor als vorerst - na was wohl - ja, EISBERGE gucken

      bis wir gegen 10h auf Reede vor Uummannaq lagen. In die Listen für die Brückenbesichtigung (geplant für den nächsten Tag) hatten wir uns bereits eingetragen. Es gab schon 3 deutschsprachige Gruppen mit je 30-33 Leuten (es wurden dann 4 Gruppen), und eine skandinavische Gruppe mit 12 Leuten. Keine Frage, wo mein Eintrag stand.
      Wir waren jetzt ca. 590 km nördlich des Polarkreises.
      Gegen 10h kam das einzige Ausflugsboot und holte die 1. Gruppe Teilnehmer zum Ausflug in die Rote Wüste ab.


      Auf dem hinteren Deck waren zwei chinesische Passagiere wieder voll mit Fotografieren beschäftigt.

      Sie gehörten zu einer 7köpfigen Gruppe, die uns schon mehrfach aufgefallen war, denn sie hatten ausgezeichnetes Profiwerkzeug dabei. (dig. Hasselblad, Linhoff Technorama 6x17, Canon 1 D Mark IV, 1 DS Mark III, 5 D Mark II ) und eine Reihe "weißer" Teles mit großer Lichtstärke und "schwarze" Objektive mit roten Ringen. Ich sprach sie (sicherheitshalber auf englisch) an, ob sie für irgendeinen Bericht arbeiten würden. Der mit der roten Jacke sprach offensichtlich kaum englisch, er guckte seinen Kollegen an und der sagte: Chinese National Geographic. Alles klar!!!

      Als wir an Land waren, machten wir uns auf in Richtung einer berganführenden Straße, von wo wir uns einen schönen Blick auf die FRAM, umgeben von Eisbergen, versprachen.
      Gegenüber der Anlegestelle der PolarCirkle-Boote waren auf einer Insel Hunde untergebracht, nicht festgebunden oder angekettet. Wahrscheinlich schwimmen Grönlandhunde nicht gerne, dass sie deshalb nicht ausreißen......


      Hatte ich schon gesagt, dass es strahlenden Sonnenschein gab????
      Machte es natürlich nicht so einfach mit dem Fotografieren dieses wunderbar modellierten Eisbergs .


      Ich hatte an den vergangenen zwei Tagen immer wieder mal ein sehr melodischen Vogelgezwitscher gehört, hab den Piepmatz aber leider nicht richtig vors Objektiv bekommen. Hier ist es mir dann mal einigermaßen gelungen. Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, um wen es sich handelt.


      Bei selbst für meinen Mann angenehmer Temperatur marschierten wir los
      und hatten hinter der ersten Straßenbiegung diesen Ausblick

      Wir passierten einen kleinen, offensichtlich älteren Friedhof

      und unterwegs gab es auch kleine Blümchen

      Nach dem ersten ziemlich steilen Anstieg der Straße hatten wir diese Aussicht mit einem größeren Friedhof im Vordergrund
      und nach einem noch steileren Stück gab es dies zu sehen ,

      und wie für mich gemacht
      zum Atemschöpfen und Gucken.

      Auf dem Weg den Hügel hinunter Richtung andere Seite der Insel hatten die bunten Häuser nichts von ihrem Reiz verloren

      und zwischendrin immer wieder

      *******
      Fortsetzung folgt

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