Einmal Hirtshals-Bergen-Kirkenes und zurück mit Gruppenanschluss - oder - die Geschichte von großen Koffern und kleinen Taxis

    • B-K-B
    • Mittwoch 13.April


      Nun ist er also auch für uns da, der Tag der Abreise aus Norwegen. Doch zuerst wird in aller Ruhe gefrühstückt, unser Schiff fährt ja erst um 13 Uhr ab Bergen . Wir brauchen also auch nach dem Frühstück nicht zu hetzen, und können ruhig unsere Koffer packen und auschecken.
      Vom Hotel bis zum FjordLine-Terminal sind es nur wenige Minuten zu Fuß, daher sind wir schon um 9:40 Uhr am Terminal, das aber noch geschlossen hat. Das Wetter meint es wieder gut mit uns, wir warten in der angenehmen Morgensonne, bis das Terminal um 10 Uhr öffnet.



      Es treffen auch noch andere Fahrgäste und Personal ein, die ebenfalls darauf warten, dass das Terminal öffnet. Gerade fährt ein Fahrzeug der norwegischen Schifffahrtsbehörde vor und lädt einen Fahrgast aus. Insgesamt sind es aber sicherlich nicht mehr als zehn Personen die hier warten.
      Kurz vor 10 Uhr, die BERGENSFJORD muss sich wohl auch schon Bergen nähern, wird das Terminal geöffnet. An einer Säule, auf der rechten Seite in der Halle, kann man sich an einem Automaten eine Nummer ziehen, diese werden dann später am CheckIn-Schalter aufgerufen, genauso, wie es bei Color-Line in Oslo abläuft.



      Notwendig ist dies hier allerdings nicht, da sich die Anzahl der Passagiere problemlos überbicken läßt. Wir ziehen versehentlich zwei Nummern, die dritte und vierte in der Reihenfolge. Nun treffen auch, wie schon erwartet, die beiden deutschen Ehepaare von der Hinreise ein. Wir geben unsere zuviel gezogene Nummer einem der Paare.
      Der CheckIn-Schalter öffnet wenig später und wir bekommen unsere Bordkarten. Mit unseren Koffern, ich habe ja jetzt zwei davon, benutzen wir den Aufzug links und warten oben vor dem kleinen Zollschalter. Ein Mitarbeiter sagt uns aber dann, dass hier keine Kontrollen mehr stattfinden, also suchen wir uns einen Platz in der großen Wartehalle.
      Die BERGENSFJORD hat inzwischen angelegt und ihre Passagiere ausgespuckt. Es ist kurz vor 12 Uhr, als die Türen geöffnet werden und wir, mit den anderen etwa 100 Passagieren, an Bord dürfen. Wir beziehen unsere Kabinen, diesmal ein Deck höher, ich habe die 5202, und treffen uns danach auf dem Außendeck.



      Diesmal ist zwar der Außengang auf Deck 6 geöffnet, aber das Oberdeck ist wieder geschlossen. Fast pünktlich, kurz nach 13 Uhr, legen wir vom Kai ab, schieben uns rückwärts um dann in der Hafenöffnung zu drehen. Die BERGENSFJORD fährt nun, in langsamer Fahrt, aus Bergen heraus.



      Doch auf halber Strecke zur Askøybrücke werden die Maschinen gestoppt und es beginnt ein hektisches Treiben an Deck. Es findet jetzt eine Rettungsübung statt, unter den wachsamen Augen das Fahrgastes aus dem Auto der Schifffahrtsbehörde, der jetzt im orangefarbenen Overall hier herumläuft.



      Während an Steuerbord ein Bohrinselversorger an uns vorbeiläuft, zieht das Fast-Rescue-Boat der BERGENSFJORD seine Runden in der Bucht vor Bergen . Die ganze Aktion dauert wohl so an die 15 Minuten, bis das Boot wieder die BERGENSFJORD anfährt. Die erste Anfahrt gelingt aber nicht, das Boot hat zuviel Fahrt drauf und verfehlt wohl den Punkt, an dem es wieder aufgenommen werden sollte. Es dreht daher noch eine weitere Runde und die zweite Anfahrt gelingt dann, das Boot wird wieder an Bord genommen und die BERGENSFJORD nimmt jetzt richtig Fahrt auf.



      Wir gehen jetzt ins Innere des Schiffes, um in der Cafeteria etwas Nahrung zu uns zu nehmen. Zuvor löse ich noch meinen Tax-Refund-Schein an der Rezeption ein, was problemlos möglich ist. Ein Paar Sandwiches und ein Bier müssen heute als Mittagessen genügen, zumal man die Sandwiches nicht gerade als klein bezeichnen kann.



      Als wir uns anschließend wieder aufs Außendeck begeben, fährt die BERGENSFJORD schon südwärts durch die Fjorde und Sunde, durch die wir schon auf dem Hinweg gefahren sind. Wieder fallen mir die vielen großen Fähren auf, die ständig unseren Weg kreuzen. Einige Passagiere halten sich mit uns auf den Außendecks auf, eine Folge des schönen, sonnigen Wetters.



      Allerdings ist die Luft heute nicht so klar, ein dunstiger Schleier legt sich vor die vorbeiziehende Landschaft rechts und links. Erneut fällt mir der Mann von der Schifffahrtsbehörde auf, der jetzt, mit einem Notizbuch bewaffnet, das Schiff ausgiebig besichtigt und sich hier und da eifrige Notizen macht. Es wird sich wohl um eine Art Sicherheitsinspektion handeln.



      Insgesamt war mir aufgefallen, dass die BERGENSFJORD jetzt doch ein paar mehr Roststellen hat, als auf unserer Hintour, die tägliche Fahrt durch den Skagerrak hinterläßt halt doch ihre Spuren. Auf der Backbordseite passieren wir jetzt eine große Antennenanlage, die wir zuvor schon lange haben näher kommen sehen.



      Renate hatte ja befürchtet, dass wir auf der Rückreise die norwegische Küstenlandschaft schon früher verlassen würden, und nicht an Haugesund vorbeifahren würden, da die BERGENSFJORD dies bereits mehrere Male getan hatte, wie sie zuvor in marinetraffic beobachten konnte. Doch die Befürchtung ist unbegründet, nachdem wir an dem Leuchtfeuer Ryvarden vorbei sind, nimmt unser Schiff Kurs auf Haugesund, das wir auch schon kurze Zeit später vor uns sehen.



      Auf einer der Schären vor Haugesund befindet sich das Tonjer Leuchtfeuer, dass vor den gefährlichen Untiefen hier warnt. Hinter den Schären befinden sich große Werft- und Hafenanlagen in deren Hintergrund die ersten Häuser von Haugesund stehen.



      Kaum sind wir an den Schären vorbei, können wir die große Stadt an Backbord sehen. Sie zieht sich über einen größeren Bereich am Ufer entlang. Im Vordergrund befinden sich immer wieder Hafen- und Werftanlagen, daher auch der starke Schiffsverkehr hier.



      Auf einem Hügel oberhalb von Haugesund kann ich ein großes, pyramidenartiges Gebäude sehen, aber ich habe keine Ahnung was es darstellt und habe dazu auch bisher nirgendwo Hinweise gefunden. Direkt über Haugesund ist der Steinsfjellet, der 227 m hohe Hausberg von Haugesund, mit seinem großen Sendemast zu sehen.



      Dann ist es endlich so weit, wir unterqueren die Karmsundbrücke, eine 691 m lange und 50 m hohe Bogenbrücke, die 1965 gebaut wurde. Was habe ich mir nicht alles auf der Hinfahrt anhören müssen, weil wir zur Zeit der Durchfahrt der Brücke beim Frühstück saßen. Dies hat nun endlich ein Ende und Renate ihre Brückendurchfahrt an Deck.



      Wir fahren weiter den Karmsund hinab, der Schiffsverkehr nimmt hier immer mehr zu, kein Vergleich zu den teilweise völlig leeren Wasserstrassen im Norden dieses Landes. Inzwischen ist es bereits 18 Uhr, auf Steuerbord ist das Høye Varde Leuchtfeuer zu sehen, also gönnen wir uns noch einen kleinen Imbiss in der Cafeteria. Dabei möchte Renate mit der Kreditkarte zahlen, doch zur Zeit können sie auf dem Schiff nicht von den Kreditkarten abbuchen, ihre Satellitenverbindung funktioniert nicht.



      Noch während wir essen, beginnt in der Bar nebenan die Musik. Es wird nun im Barbereich neben der Cafeteria laut und sehr voll, also verziehen wir uns wieder aufs Außendeck, hier ist es jetzt erheblich ruhiger. Es ist kurz vor 20 Uhr, als wir in Tananger, dem Hafen von Stavanger, einlaufen.



      Hier hat man ein modernes Terminal für die Schiffe errichtet, an dem wir nun anlegen. Direkt hinter uns liegt einer dieser großen Bohrinselversorger. Hinter dem Terminal können wir, gegen die untergehende Sonne, die Leuchtfeuerstation Flatholmen sehen, ganz in der Ferne ist der hohe Leuchtturm Feistein erkennbar.



      Wir werden hier bis 21 Uhr liegen, Zeit genug, die defekte Satellitenverbindung zu reparieren. Wir sehen jetzt auch oben an der Satellitenkugel zwei Techniker die hektisch schrauben. Auf dem großen Parkplatz stehen reichlich Fahrzeuge, sogar Schwertransporter sind dabei, ob die alle bis 21 Uhr im Schiff verladen sind?



      Renate geht kurz in ihre Kabine, um sich eine wärmere Jacke zu holen. Wenn die warme Abluft des Schornsteins fehlt, wie jetzt im Hafen, spürt man doch die abendliche Kühle. Wir beobachten nun die Verladung der Fahrzeuge, die doch recht zügig vonstatten geht. Tatsächlich sind alle Fahrzeuge, sogar der Schwertransporter, bis 21 Uhr im Bauch des Schiffes verschwunden.
      Pünktlich legt die BERGENSFJORD ab und nimmt Kurs auf den Skagerrak, die Sonne ist inzwischen bereits untergegangen. Wir sitzen noch einige Zeit unterhalb des Schornsteines in dem warmen Abluftstrom und genießen diese herrliche Abendstimmung. Dann verziehen wir uns in unsere Kabinen, es war eine schöne Fahrt bis hierher. Die Überfahrt verspricht ruhig zu werden, das Schiff schaukelt kaum. Ein letzter Blick aus meinem Kabinenfenster, dann bin ich auch schon eingeschlafen.





      Fortsetzung folgt ......
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -
    • Jobo schrieb:

      und Renate ihre Brückendurchfahrt an Deck.
      Das ist ja auch wirklich ein Highlight auf dieser Reise. Dein Glück, dass das Wetter so schön war wie auf der Hintour :pleasantry_1:

      Jobo schrieb:

      Außendeck, hier ist es jetzt erheblich ruhiger
      Da merkte man, dass die Bergensfjord eine reine Fähre ist. Nur ein paar Urlauber wie wir waren draußen und genossen die Fahrt. Die meisten Passagiere sind wohl erfahrene Hin - und Herfahrer und lassen sich lieber drinnen beschallen - jedenfalls außerhalb der Hochsaison. :imsohappy:

      Jobo schrieb:

      und geniessen diese herrliche Abendstimmung.

      Wenn ich heute und die letzten Tage das Wetter so betrachte.....was hatten wir doch für ein Glück, hin und zurück :dance3:
      Gruß
      Renate
    • :D Diese Pyramide ist wahrscheinlich das Tauchbecken der Havasen Ungdomsskole oder der Tower für lernunwillige Schüler. :D

      Es gibt zwar eine Homepage der Schule, aber die Gebäude sind dort nicht erklärt.
      Außer, daß sie wohl zwischenzeitlich mal kein Geld hatten, um Klassenräume zu heizen oder anderweitig vernünftig auszustatten.
      Vielleicht finden ja Norwegischkundige noch mehr Infos darin.
    • Donnerstag 14.April


      Schon sehr früh wache ich auf, was aber auch nicht schlecht ist, gibt es doch heute schon ab 6:30 Uhr Frühstück. Ich treffe Renate auf dem Achterdeck und wir gehen gemeinsam zum Frühstück. Das Frühstücksbuffet läßt wieder mal keine Wünsche offen, es ist lediglich sehr kalt im Restaurant, verantwortlich hierfür ist die Klimaanlage die heftigst kalte Luft herausbläst.



      Wir gehen nach dem Frühstück wieder aufs Achterdeck, doch da kommt schon die Durchsage, dass die Kabinen bis spätestens 8 Uhr geräumt sein müssen, schließlich erreichen wir Hirtshals ja schon um 9 Uhr. Also suchen wir nun unsere Kabinen auf und packen unsere Koffer. Diese stellen wir anschließend unten bei der Rezeption ab. Da wir bis zum Anlegen noch mehr als eine Stunde Zeit haben, begeben wir uns wieder aufs Achterdeck. Hier sitzen wir in der warmen Morgensonne, es schaut nach einem sehr schönen Tag aus, und genießen die Einfahrt nach Hirtshals. Mein Auto steht auch noch an der Mole, ein beruhigender Anblick.



      Die BERGENSFJORD legt am Kai in Hirtshals an, und wir können schon wenig später von Bord gehen und stehen nach wenigen Schritten vor meinem Auto. Schnell ist das Gepäck verstaut und wir können losfahren. Die BERGENSFJORD bleibt hinter uns zurück und lädt schon wieder die neuen Passagiere ein. Wir haben uns entschieden, die dänische Westküste entlang zu fahren, um aus der Rückreise auch noch einen Urlaubsteil zu machen, doch zuerst müssen wir hier aus dem Hafenbereich heraus.
      Dazu fahren wir einige Meter die Küste entlang, dann biegen wir rechts ein um am Ende der Straße wieder auf die Hauptstraße zu gelangen. Doch wir sind gerade zur Hälfte auf der Strecke zur Hauptstraße, als es unter meinem Auto kracht und kling, klong, etwas hinter mir auf der Straße liegen bleibt. Ich halte sofort an und gehe zu dem Teil, das etwas weiter hinten auf der Straße liegt. Es handelt sich um ein Teil einer Autofeder, welches abgebrochen ist.



      Hier kann ich nicht richtig unter mein Fahrzeug schauen, also fahren wir erstmal langsam weiter, dabei auf jedes Geräusch und das Fahrverhalten achtend. Doch mein Auto fährt sich so wie immer, vielleicht war das Teil ja gar nicht von meinem Auto und ich bin nur darüber gefahren. Irgendwie verpassen wir dann die Abzweigung zur Küste, kommt davon, wenn man nicht auf sein Navi hört, und irren ein wenig durchs Land. Aber bald können wir die richtige Strecke wiederfinden und sind auf dem Weg nach Hanstholm.
      Dabei kommen wir an einem großen See vorbei, hier können wir auf einem Parkplatz anhalten und eine Pause machen. Ich nutze die Pause um jetzt unter mein Auto zu sehen und entdecke tatsächlich meine gebrochene linke Vorderfeder. Glücklicherweise ist nur der untere Ring abgebrochen und die Feder sitzt immer noch fest im Federteller. Solange ich hohe Geschwindigkeiten und vor allem lange Federwege vermeide, sollte da nichts passieren.



      Also fahren wir ruhig weiter, in Dänemark dürfen wir ohnehin nur 80 km/h auf den Straßen fahren, und erreichen wenig später Hanstholm. Hier fahren wir an dem Leuchtturm vorbei auf einen Aussichtsplatz, von dem aus man einen guten Überblick über den gesamten Hafen hat. Hanstholm war früher einmal der Abfahrtshafen der Fjordlineschiffe, und ist auch der Anlaufhafen der verbliebenen deutschen Hochseefischer.
      Nach dem kurzen Aufenthalt fahren wir wieder auf die Küstenstrecke zurück. Diese führt hier wirklich direkt an der Küste entlang und man hat immer etwas zu sehen. Im Landesinnern hingegen sind die dänischen Straßen sehr ermüdend aufgrund einer eintönigen Landschaft rechts und links. Nach einiger Zeit passieren wir Klitmøller.



      Immer weiter südwärts führt die Straße, auf der rechten Seite immer den Blick auf die Nordsee. Wir verlassen schließlich die Hauptroute, um die kleine Ortschaft Nørre Vorupør anzusteuern. Hier parken wir das Auto und gehen die wenigen Meter bis zum Strand. Renate kennt den Ort recht gut von früher und führt mich zu einem netten Restaurant. Hier gönnen wir uns ein leckeres Mittagessen und einen Kaffee.



      Anschließend machen wir noch einen kleinen Strandspaziergang und vertreten uns dabei die Beine ein wenig. Der Strand des kleinen Ortes wirkt sehr gemütlich und sauber, es liegen alte, bunte Fischerboote darauf, die man auch besichtigen kann. An einer Seite führt eine Mole weit in die See hinaus, zu beiden Seiten kann ich lange Sandstrände entdecken. Der Ort selbst bietet viele Einkehrmöglichkeiten und Geschäfte. Hier könnte ich mir einen Urlaub durchaus vorstellen.



      Wir fahren wieder weiter, die Straße entfernt sich nun etwas von der Küste und erst bei Agger nähern wir uns dieser wieder. Hier fahren wir dann auch über einen langen Damm und gelangen schließlich zu einer Autofähre, die uns nach Thyborøn hinüber bringen soll. Wir müssen allerdings noch etwas warten, die Fähre ist gerade erst auf der anderen Seite abgefahren.
      Nachdem wir die Fähre auf der anderen Seite wieder verlassen haben, führt der Weg weiter an der Küste entlang. Immer wieder fahren wir jetzt über schmale Landstreifen, die rechts und links von Wasser begrenzt werden. Wir fahren durch Thorsminde und bald darauf durch Hvide Sande, hier liegen schöne Segelschiffe im Hafen, doch es gibt nur wenig Parkmöglichkeiten und wir wollen uns jetzt auch nicht mehr zuviel aufhalten, sind wir doch schon lange unterwegs.
      Erst bei Varde verlassen wir die Küste und fahren diagonal auf die Autobahn zu. Unterwegs machen wir noch einen kurzen Stop an einem Supermarkt, um uns einige Lebensmittel zu kaufen. Kurz vor der Grenze erreichen wir dann die Autobahn und fahren bei Harrislee wieder zum Tanken ab, mein Tank hat tatsächlich für die gesamte Hin- und Rückfahrt durch Dänemark gereicht.
      Die Fahrt bis Hamburg verläuft ruhig, der Stau vor dem Elbtunnel hat sich aufgelöst, bis wir die Stelle erreichen. Kurz vor 20 Uhr sind wir wieder bei Renate zuhause und nach einem kleinen Abendessen früh im Bett.

      Am nächsten Tag fahre ich zur Hochzeit meiner Nichte und am Samstag, zusammen mit meiner Mutter, die zuvor per Bahn angereist war, wieder zurück nach Landshut.







      Fazit:

      was mir positiv aufgefallen ist

      - natürlich die tolle Truppe, mit der ich unterwegs war
      - die An- und Abreise mit Auto und FjordLine
      - das Thon Hotel Brygge
      - Bergen bei schönem Wetter
      - Eskild und Elisabeth, zwei wirklich engagierte Reiseleiter
      - der größte Teil der Crew auf der Nordnorge

      was mir negativ aufgefallen ist

      - das sehr volle Schiff (habe ich auf der VESTERÅLEN nie so empfunden, und die war auch ausgebucht)
      - einige wenige Crewmitglieder die z.B. wenig inspiriert wirkten (Kabinenservice im zweiten Teil der Reise, Rezeptionsmitarbeiterin) oder die während der ganzen Reise nur mit einem schlechtgelaunten Gesicht durch Schiff liefen (einer der Tischkellner, nicht unserer)
      - der Fotograf bei der Seeadlersafari , dafür bezahle ich nicht soviel Geld, um ständig weggedrängt zu werden!
      - das Verhalten einiger, weniger Passagiere (ist wohl bei vollen Schiffen nicht zu vermeiden)
      - zu kleine Taxis

      Zum Schiff:

      Die NORDNORGE gefällt mir insgesamt recht gut. Sie liegt auch bei (leider nur) etwas Seegang sehr ruhig im Wasser. Die Panoramaräume habe ich nicht benutzt. Das Restaurant und die Bar auf Deck 7 waren OK, die Cafeteria hat mir allerdings nicht gefallen. Die Sitzbänke dort hatten eine störende Polsterrolle im unteren Rückenbereich und die Sessel waren mir zu eng um gemütlich zu sitzen, außerdem boten sie im Rücken keinen Halt.
      Das Umlaufdeck 5 war mir nach oben zu offen, hier hat mir dann doch Deck 6 auf der MIDNATSOL besser gefallen.
      Das Achterdeck 7 bot auf beiden Seiten auch einen überdachten Bereich, allerdings sind dies in erster Linie Raucherbereiche. Die Plexiglaswände waren mir etwas zu weit nach hinten gezogen. Die MIDNATSOL hat solche Wände nicht, allerdings auch keine Unterstellmöglichkeiten auf dem Achterdeck.
      Vermisst habe ich einen warmen Bereich auf dem Oberdeck, wie ihn die MIDNATSOL und auch die VESTERÅLEN hatte (Stichwort Schornsteinabluft).
      Viele der Stühle auf Deck 7 waren defekt und gehören ausgetauscht.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -
    • Jobo schrieb:

      schlage ich mit dem Kopf so heftig gegen das massive Metallgestell der herunterhängenden Lampe über dem Tisch, dass mir schlagartig die Tränen in die Augen schießen.

      Jobo schrieb:

      Ich komme mit einem Fuß schräg auf der untersten Treppenstufe auf, und knicke entsprechend ab.


      Ach Jobo, da hat Dir wohl irgendjemand "Genieß die Reise mit allen Sinnen" mit auf die Reise gegeben, aber sicher nicht damit gerechnet, dass Du das so brav befolgst............. ;(
      Danke jedenfalls für den ausführlichen und sehr informativen Bericht :clapping: . Die Bilder sind ja mehr als prima :thank_you:
    • Ja, das war er also, der letzte Tag unserer Reise :huh:
      Vielen Dank, Jobo, für die Beschreibung des Schlusstages und die schönen Bilder. :thank_you:
      Das Fazit in Sachen Schiff würde bei mir allerdings ziemlich anders ausfallen ( vor allem was das Umlaufdeck und die Außenbereiche im Vergleich zur Midnatsol betrifft ). Insgesamt gefiel mir die Nordnorge sehr gut. :imsohappy:
      Aber die Rückreise durch Dänemark war wirklich schön, vor allem als wir aus dem plötzlich auftretenden Hoch-Seenebel wieder raus waren und die Sonne wieder schien. Wie bereits gesagt, diese Art der An- und Abreise ist zu empfehlen, wenn man etwas mehr Zeit hat. Es steigert die Vorfreude und erleichtert den Übergang zurück in den Alltag nach der Tour.....und das alles ohne Gewichtsprobleme beim Kofferpacken :mosking:
      Gruß
      Renate
    • ich habe mir das mal angesehen, diese Fährreise nach Bergen tönt schon toll als Einstieg. Ich muss aber sagen, der Weg nach Hirtshals ist aus der Mitte von Deutschland einfach zu weit als Anreise :wacko: , zumal ich in zwanzig MInuten am Flugplatz bin und keine zwei Stunden mit Direktflug nach Bergen habe...
      Gruss - Arctica

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    • Eva, nun drängel doch nicht so :cool: Du wirst bestimmt noch genug Besuch bekommen :mosking:
      Jobo ist jetzt gerade fertig mit seinem Reisebericht, Jim Knopf hat noch gar nicht angefangen (kommt hoffentlich noch )
      Außerdem müsstest Du auch endlich mal besseres Wetter bestellen. Seit einiger Zeit ist es ja katastrophal. Manche Schiffe fahren immer gerade da, wo es am schlimmsten ist. X( Durchatmen ging immer nur auf der Barentssee :wacko1: Wenn ich die aktuellen Bilder so betrachte....... scheußlich bis abartig ;( Das nennt sich dann "Sommerreise".....Da bleibe ich lieber in Hamburg :D
      Gruß
      Renate
    • Hamburgerin, ich draengel doch gar nicht :whistle3:
      -war doch nur eine Frage- :pleasantry_1:

      Das Wetter ist momentan echt zum ......
      Regen,regen und wir haben abends die Heizung an. :wacko1:
      Von einer -Sommerreise- kann man momentan echt nicht sprechen.

      Du bevorzugst doch eh den Maerz .. :laugh1:

      Lieben Gruss
      Eva
      Hilsen Eva :flower:
    • Moin,

      nun hab ich auch fertig gelesen.Danke,Jobo für den tollen Bericht.Die Anreise mit Fjord Line werden wir uns wohl auch mal antun,vielleicht auch bei der nächsten Autotour nach Norwegen.Uns hat die Reise auch gut gefallen,es hat Spaß gemacht mit Euch.

      Gruß Die Seebären
    • das stimmt zwar, aber er hatte ja auch den Anreiz eines Zwischenstopps bei dir. Wenn du das aber als diretissima machen möchtes ist es von hier mit dem Auto sehr weit und mit dem Zug schon fast Höchststrafe :wacko1: Wäre jetzt nur was wenn man wirklich mit dem Auto nach Norwegen fahren würde, als Anreise zum Schiff ist es mir zu mühsam.
      Gruss - Arctica

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