Einmal Hirtshals-Bergen-Kirkenes und zurück mit Gruppenanschluss - oder - die Geschichte von großen Koffern und kleinen Taxis

    • B-K-B
    • bergen schrieb:

      Was ist den bei dir richtig eingeschenkt?

      Na ja, zumindest sollte ein wenig Schaum drauf sein. Manche Mädels haben es doch tatsächlich hinbekommen, dass das Glas Bier aussah wie eine Apfelschorle. :search: Nicht etwa, dass sie den Schaum abgeschoben hätten, wie es z.B. die Engländer machen, nein, sie haben erst gar keinen Schaum draufbekommen, und das Bier hat auch insgesamt irgendwie etwas schal geschmeckt. Vielleicht war ja einfach die Zapfanlage nicht richtig eingestellt ?(
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -
    • Ich habe mal irgendwo einen Artikel in einer Zeitung gelesen wo es darum ging dass die Norweger keinen Schaum auf dem Bier mögen. Wir MODs - also Jürgen und meinereine - blieben seltsamerweise beim gezapften Bier und Lisa, das Mädel aus der Cafetería brachte es bei uns fertig mit Schaum zu zapfen und den Norwegern ohne.
      Gruss - Arctica

      Jan 2009 FM * Jan 2010 NL * Jan 2011 FRAM (Antarctica) * Apr 2011 NN * Mrz 2012 LO * Jan 2013 LO (Alta)* Feb 2014 KH *
      Jan 2016 LO

      Reiseberichte siehe Profil!
    • Arctica schrieb:

      Wir MODs
      Woher wusste sie denn, dass Ihr MODs seid ? :mosking: Mich kannte sie ja von der Finnmarken, wusste also dass ich keine Norwegerin bin. Trotzdem habe ich immer Bier ohne Schaum bekommen. Die svalbards sind übrigens auch sehr schnell auf die Flaschen umgestiegen, aber die sind ja auch keine MODs :laugh1:

      Jobo schrieb:

      Da wird aus dem Wasser gesprungen
      Superbilder hast Du da erwischt
      Gruß
      Renate
    • Hamburgerin schrieb:

      Trotzdem habe ich immer Bier ohne Schaum bekommen

      Du verwechselst das mit Cola light... - wir waren glaube ich zum Schluss die Einzigen die noch gezapptes tranken... Und mein Norwegisch lässt klar erkennen dass ich nicht aus der Gegend bin... :whistling:
      Gruss - Arctica

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    • Freitag 8.April


      Die Nacht war fürchterlich, ich habe kaum ein Auge zugemacht. Mehr als einmal war ich erneut kurz davor den Elch zu rufen. Die meiste Zeit liege ich auf meiner Koje und starre zur Kabinendecke. Erst als es draußen hell wird, setzte ich mich ans Kabinenfenster und betrachte die vorbeigleitende Landschaft, soweit ich sie schon erkennen kann.



      So gegen halb fünf nähern wir uns einem Hafen und legen wenig später dort am Kai an. Es ist Finnsnes , die Gisundbrücke ist deutlich erkennbar. Als wir dort wieder ablegen, versuche ich noch einmal ein wenig zu schlafen, doch nur eine Stunde später bin ich wieder wach. Richtig gut geht es mir immer noch nicht, aber ich stehe auf um mich fürs Frühstück fertig zu machen.



      Eigentlich soll es doch heute ein richtig guter Tag werden, habe ich doch die Vesterålentour und die Seeadlersafari gebucht. Renate hatte sogar auch die Vesterålentour nachgebucht. Als ich am Frühstückstisch eintreffe, sind Renate und Hans schon da, die Seebären kommen auch gerade. Auch Renate geht es ziemlich mies heute, sie verlässt den Frühstückstisch auch schon, bevor ich fertig bin. Irgendwie fehlt mir aber auch der Appetit heute morgen, kein Wunder, ich zwinge mir nur ein Brötchen mit Käse rein.
      Eigentlich wollte ich mit Renate noch einen Termin und Platz vereinbaren, an dem wir uns für die Tour treffen, doch ich kann sie nicht finden. Na ja, wir werden uns ja spätestens am Bus treffen. Wir laufen auch schon auf Harstad zu, dem Startort der Vesterålenrundfahrt.



      Am Kai kann ich auch schon die MS NORDSTJERNEN erkennen, während wir uns langsam hinter das schöne alte Schiff ans Kai drehen, dort sollte das Forumsmitglied vidar an Bord sein. Ich begebe mich nach unten, zu Deck 4, und warte darauf, dass die Gangway geöffnet wird und wir das Schiff verlassen können. Ich schaue mich um, kann aber unter den wartenden Passagieren nur Arctica und Jim Knopf sehen, Renate suche ich vergebens. Als wir endlich das Schiff verlassen können, hat die NORDSTJERNEN bereits abgelegt und ist nur noch als kleiner Punkt in der Ferne zu erkennnen.



      Am Kai stehen auch schon zwei Busse für uns bereit. Eskild hat uns zu den Bussen begleitet und hilft den Passagieren, die nicht wissen in welchen Bus sie einsteigen sollen. Ich belege gleich eine Sitzbank im vorderen Teil des Busses und halte damit den Platz für Renate frei. Arctica und Jim Knopf sitzen erst weiter hinten, aber Arctica kann sich dann vor der Abfahrt auf die Sitzbank hinter dem Fahrer setzen. Ich frage sie dabei kurz, ob sie weis, wo Renate ist und erfahre von ihr, dass Renate nicht mitfahren wird. Ziemlich verwirrt sitze ich nun auf meiner Sitzbank, während der Bus losfährt, und vermute, dass es Renate sehr schlecht gehen muss, wenn sie die bereits bezahlte Fahrt auslässt.



      Wir starten mit einer Runde durch Harstad um ein Bild der Stadt zu bekommen. Unsere Reiseleiterin ist Sigrid die uns einiges über die Stadt erzählt. Sie versucht diese Erzählungen auf witzige Weise anzubringen, aber irgendwie merkt man diesen Witzen auch an, dass sie wohl bei jeder Tour erzählt werden. Nachdem wir die wichtigsten Plätze der Stadt gesehen haben, führt uns die Straße jetzt aus der Stadt heraus, dabei kann ich sogar einen Blick auf die gerade losfahrende NORDNORGE werfen.



      Wir fahren ein kurzes Stück und treffen an der alten Kirche in Trondenes ein. Hier soll ein kurzer ökomenischer Gottesdienst stattfinden. Mir ist nicht so richtig danach, ich werfe nur einen kurzen Blick in die Kirche und verlasse diese dann wieder. Alle anderen Mitreisenden verschwinden in der Kirche und die Türen werden zum Gottestdienst geschlossen. Nun stehe ich alleine hier draußen und beginne, die Kirche einmal zu umrunden.



      Der stellenweise leicht matschige Weg führt mich zur Frontseite der Kirche, hier hat man einen schönen Blick auf Harstad und die große Bucht davor. Die Stille und die Einsamkeit vor der Kirche tun mir richtig gut, die frische Luft unterstützt dies noch. Ich spaziere jetzt schon mal langsam hinüber zu dem Museum, hier werden die anderen nach dem Gottesdienst auch noch einkehren, bevor wir alle wieder den Bus besteigen.



      Das Historike Senter, wie das Museum richtig heißt, liegt nur wenige Meter von der Kirche entfernt und führt einen auf zwei Etagen durch die norwegische Geschichte. Ich streife durch das Museum und betrachte mir in Ruhe die ausgestellten Exponate. Ich bin mit meiner Runde durch das Museum fertig, bevor die ersten meiner Mitreisenden von der Kirche herüberkommen. Nur wenige Meter unterhalb des Museums stehen unsere Busse.



      Ich gehe zu den Bussen und halte mich in deren Nähe auf, noch ein wenig die Ruhe hier unten genießend. Diese Idee hat wohl auch eine ältere Mitreisende, die sich hier aufhält. Doch die Ruhe ist plötzlich zu Ende, "Nehmen Sie den Hund weg, nehmen Sie den Hund weg", schreit die ältere Dame aufgeregt. Erst jetzt erkenne ich in etwa 40 bis 50 m Entfernung eine Norwegerin, die dort mit ihrem freilaufenden Pudel Gassi geht. Die Norwegerin hat wohl nichts verstanden, begreift aber wohl, dass die ältere Dame eine panische Angst vor Hunden hat und nimmt ihre Pudelbestie eng an die Leine, als sie näher kommt. Die alte Dame bedankt sich dafür bei ihr. Der arme kleine Pudel aber begreift wohl gar nicht warum er heute an der Leine laufen muss, sein Blick passt zu dem Begriff "begossener Pudel".



      Es sammeln sich jetzt immer mehr Reisende an den Bussen und schließlich treffen auch die Busfahrer ein und wir können einsteigen. Nachdem sich die Reiseleiter in den Bussen von der Vollzähligkeit ihrer anvertrauten Schäfchen überzeugt haben, fahren wir wieder auf die Hauptstraße. Sigrid beginnt erneut zu erzählen, dabei reicht sie ein Informationsblatt nach dem anderen nach hinten, damit es seinen Weg durch den Bus nehmen kann. Mir sind dies einfach zuviele Blätter, ich komme vor lauter Weiterreichen kaum zum Fotografieren und Hinausschauen.



      Ich stelle schnell fest, dass ich nicht der einzige bin, den diese Informationsblattflut stört, viele Reisende reichen die Blätter nur genervt und ungelesen weiter, hier wäre weniger sicherlich mehr gewesen. Wir fahren durch eine etwas eintönige Landschaft, bis wir schließlich an einen großen Fjord gelangen. Diesen Fjord fahren wir nun entlang, bis uns die Busfahrer in einem kleinen Ort, hier mündet ein Bach in den Fjord, aussteigen lassen. Wir können hier einige Schritte zu Fuß über eine Brücke gehen und dann wieder in die Busse einsteigen.



      Es ist glücklicherweise trocken, auch wenn der Himmel stark bewölkt ist. Wir fahren weiter den Fjord entlang, ich habe das Gefühl, wir haben ihn schon halb umrundet. Weiter geht auch die Flut der Informationsblätter, die nun immer schneller durch den Bus wandern, da sie kaum noch jemand anschaut. Sigrid verkündet uns jetzt, dass wir mit einer Fähre übersetzen.



      Auf dieser Fähre gebe es oben ein Restaurant, in dem für uns Kaffee und Kuchen bereit stünden, es würde aber nur an den für uns bestimmten Tischen serviert. Die Busse fahren auch tatsächlich auf eine Fähre und wir steigen alle aus, um uns über die seitliche Treppe ins Restaurant zu begeben. Hier stehen an abgezählten Tischen Plastikbecher für den Kaffee bereit und abgezähltes Gebäck auf einem Teller. Dabei sind die Plätze an den Tischen so eng zusammen gestellt, das die Reisenden eng an eng nebeneinander sitzen müssen. Ich verzichte freiwillig auf den Genuß von Plastikkaffee und Gebäck in eingepferchtem Zustand und verlasse das Restaurant um mir draußen die Fahrt durch den schönen Fjord anzuschauen.



      Die Überfahrt mit der Fähre dauert gut 20 Minuten, bis wir wieder anlegen. Wir müssen zu Fuß an Land und dürfen erst hier wieder in die Busse einsteigen. Erneut geht die Fahrt am Ufer des Fjordes entlang, glücklicherweise sind Sigrid aber die Informationsblätter ausgegangen. So können wir nun diesen Abschnitt des Ausfluges in aller Ruhe genießen, zumal das Wetter jetzt auch besser wird.



      Endlich verlassen wir den Fjord, fahren eine Anhöhe hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. Wir können nun schon Sortland sehen und biegen kurz vor der Brücke auf einen Parkplatz ab. Wie üblich warten die Busse hier auf das Schiff, damit sie über die Brücke fahren können, wenn das Schiff gerade darunter durch fährt. So auch diesmal, bald schon sehen wir die NORDNORGE auf die Brücke zufahren. Die Busse fahren los und auf der Mitte der Brücke langsamer. Das Schiff gibt Signal, ebenso wie die Busse und man winkt sich zu. Allzuviel Interesse scheinen wir aber nicht bei unseren Mitreisenden auf dem Schiff zu wecken, gerademal ein Dutzend Passagiere sehe ich vorne auf Deck 5 winken.



      Am Hafen in Sortland treffen dann Busse und Schiff wieder aufeinander und wir können wieder auf unser Schiff wechseln. Auf das Mittagsbuffet an Bord verzichte ich, wie schon so oft, und suche erstmal nach Renate. Ich kann sie weder auf dem Achterdeck, noch in der Cafeteria, noch auf Deck 5 finden, vermute sie liegt in ihrer Kabine und schläft. Ich bleibe noch eine zeitlang auf Deck 5, dann lege ich mich auch in meine Koje um etwas fehlenden Schlaf der letzten Nacht nachzuholen.



      Immerhin kann ich gute zwei Stunden schlafen und fühle mich doch wesentlich besser danach. Durch den Schlaf habe ich allerdings das Hurtigrutenmuseum und die alte Finnmarken in Stokmarknes verpasst, wir sind jetzt schon auf Kurs Lofoten unterwegs. Es ist immer wieder spannend, wenn man auf die Lofoten zufährt, eine riesige Wand aus Bergen , und erst im letzten Moment sieht man die Einfahrt in den Raftsund .



      Das Wetter ist inzwischen doch noch recht gut geworden, die Sonne kommt sogar immer öfter durch. Wir fahren in den Raftsund ein unter der Raftsundbrücke hindurch. Ich mache mich jetzt fertig für die Seeadlersafari , Treffpunkt ist an der Rezeption. Die meisten Passagiere drängen sich an die Tür zur Gangway, doch ich weis, dass es durch das untere Deck zu einer Ausstiegsluke geht. Als wir das kleine Boot betreten, befindet sich bereits ein Fotograf an Bord, ein Deutscher.



      Auch die Svalbards, Arctica und Jim Knopf sind mit von der Partie, schnell haben wir gute Plätze an Bord des kleinen Safaribootes gefunden und sehen unsere NORDNORGE davonfahren. Doch lange können wir nicht dorthin schauen, denn kaum haben wir etwas Abstand, schießt schon der erste Adler heran. Der Fotograf, der schon an Bord war, drängt sich nun, je nachdem auf welcher Seite die Adler anfliegen, vor alle anderen Passagiere ganz nach vorn an die Reling, mit der Erklärung er gehöre zur Organisation und sei nicht vom Hurtigrutenschiff. Dabei schiebt er ungeniert die an der Reling stehenden Stühle mit Schwung nach hinten, den dort stehenden Personen voll in die Beine.



      Svalbard, der einen dieser Stühle abbekommt, fragt ihn ironisch, ob er ihm noch etwas Platz machen soll. Daraufhin wird der "wichtige Mann von der Organisation" gleich pampig, und meint, wenn es die Organisation (also ihn) nicht gäbe, könnten wir hier gar nicht mitfahren. Er bekommt von Svalbard die Antwort, wenn es uns zahlende Gäste nicht gäbe, gäbe es auch keine Organisation, daraufhin verschwindet er erstmal zur anderen Bootsseite um sich dort dazwischen zu drängen.



      Wir fahren diesmal nicht in den Trollfjord , sondern drehen kurz vor der Einfahrt wieder ab. Immer wieder können wir die NORDNORGE in der Nähe sehen. Sobald aber Adler auf unserer Seite angelockt werden, drängt sich der "Mann von der Organisation" wieder vor und es sind keine vernünftigen Aufnahmen möglich. Er wirft dann sogar noch mir und den anderen Personen dort fehlende Rücksichtnahme und fehlende Toleranz vor, ein wirklich unmöglicher Mensch.



      Ich kann es ja durchaus nachvollziehen, dass der Veranstalter dieser Safari gute Fotos für sein Marketing braucht, frage mich aber dann, warum er den Fotografen dann nicht mit auf eine Extrafahrt nimmt. Immerhin hätte der Fotograf dann wesentlich bessere Arbeitsbedingungen und würde auch nicht die zahlenden Gäste stören, wobei es sicherlich auch Fotografen gibt, die gute Bilder liefern würden ohne andere dabei zu verärgern. So wie es dieser Fotograf jedenfalls gemacht hat, fällt es eher in die Rubrik Geschäftsschädigung.



      Während der Fahrt hat sich der Himmel wieder etwas zugezogen, Sonne gibt es jetzt keine mehr. Nachdem die letzten Adler den an der Wasseroberfläche treibenden Fisch, es wird extra vorher Luft in die Fische gespritzt, gegriffen haben und damit verschwunden sind, nehmen wir Fahrt auf und steuern auf Svolvær zu, wie immer mit diesen kleinen Booten, durch den Hintereingang, also durch die kleinen Schären.



      Wir erreichen Svolvær kurz vor der NORDNORGE. Ich möchte bis zu deren Abfahrt noch einen Bummel durch Svolvær machen und verzichte auf das Abendessen. Leider zieht sich der Himmel immer mehr zu, als ich am Hafen entlang spaziere.



      Ich bin gerade auf dem Weg über den Steg zur Anker Brygge, als der Himmel seine Schleusen öffnet. Ich habe eine Regenjacke an, daher macht es mir nicht allzuviel aus, lediglich meine Kamera muss ich mit meinen Händen irgendwie schützen, damit sie nicht vollends nass wird, und vor jeder Aufnahme die Wassertropfen vom Objektivfilter beseitigen.



      Ich gehe wieder über den Steg zurück, eine Seitenstraße hoch und lande auf der Hauptstraße, direkt unterhalb der Kirche. Der Regen hat ein wenig nachgelassen, als mir die Busse mit den Ausflüglern zum Wikingerfest entgegen kommen. Ich gelange hinter der NORDNORGE ans Kai und spaziere noch zu dem Platz vor dem Vestfjord Hotel.



      Von hier aus hat man einen guten Blick auf die Mole von Svolvær mit der Figur der Fischersfrau, die ihrem Mann nachblickt über den Vestfjord. Direkt daneben stehen die, für die Lofoten so typischen, Gestelle an denen der Stockfisch getrocknet wird.



      Ich mache mich auf den Rückweg zum Schiff, die Svalbards winken mir vom Achterdeck zu. Zuerst suche ich meine Kabine auf, um die Kamera wieder trocken zu legen und die Bilder herunter zu laden. Anschließend esse ich eine Kleinigkeit in der Cafeteria und bin rechtzeitig zur Abfahrt auf dem Achterdeck, wo ich auch endlich Renate treffe.



      Zusammen beobachten wir die Abfahrt aus Svolvær , zwischen all den Wolken malt die untergehende Sonne ein schönes Bild. Wir wollen auch den Vagakallen sehen, doch der markante Berg ist im Dunst der tief hängenden Wolken kaum auszumachen. Die MS TROLLFJORD kommt uns entgegen, Forumsmitglieder kimei und eisbär66 sind dort an Bord.



      Wir verbleiben noch bis Henningsvær auf dem Achterdeck, gönnen uns dabei ein Bier aus der Bar, wo wir ganz alleine sind. Doch dann wird es auch uns zu dunkel, zu nass und zu kalt, und wir verabschieden uns in unsere Kabinen. Wir haben beide den Schlaf nötig, und es dauert auch nicht lange, bis ich fest eingeschlafen bin.







      Fortsetzung folgt.....
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -
    • Eva schrieb:

      ein Nordlands einschenken - mit Schaum

      Da hätte ich auch nichts dagegen :beer: , jetzt steht deine Antwort aber unter dem falschen tag, ich hatte gerade den nächsten Tag eingestellt. :laugh1:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -
    • Bei Lesen des Berichtes vom Vesteralenausflug hatte ich fast das Gefühl, Du würdest unseren Ausflug beschreiben. Wir hatten auch Sigrid als Reiseleiterin und mir waren die vielen Zettel, die sie durchreichte, auch zu viel. Sie hat Euch sicher auch das Foto gezeigt, auf dem sie in einem Kanonenrohr steckt!
      Gerda (Alta Connection) :lofoten2:
    • Jobo schrieb:

      Er bekommt von Svalbard die Antwort........
      Ich weiß noch, wie aufgebracht svalbard es hinterher erzählt hat :mosking:
      Das mit den Stühlen hätte er mit mir allerdings nicht machen dürfen - die können ja auch zurück "geschoben" werden :cool:
      Die Bilder sind aber trotzdem schön geworden :good3:

      Jobo schrieb:

      Allzuviel Interesse scheinen wir aber nicht bei unseren Mitreisenden auf dem Schiff zu wecken, gerademal ein Dutzend Passagiere sehe ich vorne auf Deck 5 winken.
      Also ich war immerhin dabei :good3:

      Jobo schrieb:

      Weiter geht auch die Flut der Informationsblätter
      Diese Sigrid durfte ich schon 2 x genießen. Eigentlich erzählt sie ganz lustig und informativ. Nur wenn dann die Bilder-und Zettelflut einsetzt :wacko1: ......Das war wirklich nervtötend. Bei der 2. Tour habe ich dann die Zettel eine Weile gesammelt und stapelweise weiter gereicht. Die Hinterleute waren ja auch nicht scharf drauf, und ich konnte wenigstens ausgucken :mosking:
      Gruß
      Renate
    • Jobo schrieb:

      Zusammen beobachten wir die Abfahrt aus Svolvær , zwischen all den Wolken malt die untergehende Sonne ein schönes Bild. Wir wollen auch den Vagakallen sehen, doch der markante Berg ist im Dunst der tief hängenden Wolken kaum auszumachen. Die MS Trollfjord kommt uns entgegen, Forumsmitglied eisbär66 ist dort an Bord.

      Danke für die Fotos der Trollfjord. :sdanke: Ich glaube mich erkannt zu haben. :search: Der mit der roten Jacke, der ziemlich mittig auf Deck 9 steht, das dürfte ich sein. Es spicht einiges dafür:
      a) ich war ganz sicher auf Deck 9 und nicht auf Deck 6 :pleasantry:
      b) ich habe mich fast nie ganz vorne hingestellt
      c) die Mitreisenden halten Sicherheitsabstand um nicht evtl. meine Flagge abzukriegen :D

      Schöne Grüße
      Eisbär 66
    • Samstag 9.April


      Endlich habe ich mal wieder eine Nacht hinter mir in der ich gut und ruhig geschlafen habe. Die nächtliche Überfahrt über den Vestfjord war sehr ruhig trotz des schlechten Wetters. Jedenfalls hat das Schiff kaum geschaukelt.
      Mir war es in den letzten beiden Tagen auch egal, dass meine Koje in der schon beschriebenen Weise nur oberflächlich vom Kabinenservice gemacht war, auch wurde der Boden schon seit mehreren Tagen nicht mehr gesaugt, was ich an kleinen Papierschnipseln sehen konnte, die seit Tagen ihren Platz auf dem Teppichboden nicht verändert haben. Immerhin wurde die Nasszelle täglich gereinigt.
      Mit reichlich Appetit erscheine ich pünktlich zum Frühstück, leider ist wieder kein Lachs da. Irgendwie ist man es einfach gewohnt, dass verschiedene Dinge immer da sind auf dem Frühstücksbuffet eines Hurtigrutenschiffes, z. B. Lachs, Leberwurst, der braune Käse und die kleinen Pasten mit Fisch und Meeresfrüchten. Fehlt etwas davon, fällt dies sofort auf.



      Wie immer treffen sich die meisten von uns nach dem Frühstück auf dem Achterdeck. Doch der Anblick der Umgebung ist heute morgen noch ziemlich eintönig. Die Farbe Grau herrscht klar vor, der Himmel hellgrau, die Berge dunkelgrau und die See mittelgrau, ich hoffe das dies nicht so bleibt.



      Wenig später begegnet uns die MS KONG HARALD , die, zurück von ihrer Spezialtour nach Narvik, nordgehend wieder in der Hurtigrute fährt. Das Schiff schält sich vor uns aus dem Einheitsgrau, passiert uns an Backbord, und verschwindet hinter uns erneut im grauen Dunst.



      Eskild teilt über die Lautsprecheranlage, die auf der NORDNORGE auch diesen Namen verdient, mit, dass wir die Route vorbei an Selsøya nehmen werden. Also steuert die NORDNORGE, nachdem sie Rødøyløva passiert hat, nach Steuerbord. Diesmal suche ich direkt nach der großen Holztür im Fels, die ich letztes Mal nur kurz gesehen habe. Tatsächlich kann ich die Tür diesmal besser sehen. Sie befindet sich am Berg, auf dem südlichen Teil von Rødøya, auf Buøya.



      Ich frage später Eskild nach der Tür, zeige ihm sogar die Bilder, doch ihm ist diese Tür auch neu, er weiß nicht welchen Zweck die Tür erfüllt. Sollten sich die Trolle hier doch still und heimlich einen Ausgang aus ihrer Bergwelt gebaut haben? Eskild, falls du dies hier liest und mittlerweile den Zweck der Tür kennst, lass es uns wissen.



      Selbst Hans, der immerhin seine 41ste Hurtigrutentour macht, hat diese Tür zuvor noch nie gesehen. Wir kommen auch wieder an der Toilette und der Badewanne vorbei, beide stehen kurz vor Selsøyvik auf einem kargen Felsen, ein Kunstaufbau. Heute steht niemand in Selsøyvik und winkt, weder Kinder noch jemand mit einer Fahne.



      Als wir wieder auf die normale Route zurückkommen, steht schon der Hestmannen , der Pferdemann , groß und mächtig vor uns. Genau durch diese Insel mit dem markanten Felsen führt der Polarkreis , auch wenn der Polarkreisglobus ein wenig weiter südlich auf einer kleinen Schäre steht.
      Nachdem wir diesen passiert haben, hole ich mein Netbook und wir setzen uns in die Bar auf Deck 7, diese ist um diese Zeit noch geschlossen, somit kann man hier ruhig sitzen. Renate schaut mit mir kurz ins Forum, doch die Verbindung ist hier oben zu schlecht, um selbst etwas zu schreiben.
      Während dieser Zeit haben wir kurz in Nesna angelegt und befinden uns jetzt auf dem Weg nach Sandnessjøen . Da das Wetter draußen außer Grau nicht viel hergibt, gehen wir zum Mittagessen und lassen uns viel Zeit dabei. Anschließend, wir legen gerade wieder in Sandnessjøen ab, lege ich mich noch zu einem kleinen Nickerchen in meine Koje.



      Als wir uns bereits Brønnøysund nähern stehe ich wieder auf und finde auch die anderen auf dem Achterdeck. Die Sieben Schwestern waren heute auch nicht zu sehen, völlig in Wolken verhüllt. Ich mache mich mit Renate auf zu einem Landgang in Brønnøysund . Wir gehen am Ufer entlang zu dem schönen kleinen Landungssteg.



      Von hier hat man immer einen schönen Blick auf das Schiff am Kai. Diese Idee haben aber noch mehrere aus unserer Truppe. Auf dem Rückweg kommen uns die Svalbards, Jim Knopf und auch Hans entgegen. Auch sie nutzen den kurzen Aufenthalt für einen kleinen Spaziergang an Land.



      Wieder an Bord sehen wir auch, wie der neue Hotelmanager heißt, der seit gestern auf dem Schiff ist und Kirsten Eines Vinje abgelöst hat, schon am nordgehenden Nordkapptag war der Restaurantchef durch eine Kollegin abgelöst worden.
      Wir nähern uns nun dem Torghatten , dem Berg mit dem großen Loch, doch bei dem Dunst ist fast nichts zu erkennen.



      Es steht das obligatorische Kapitäns-Dinner an und wir warten mit all den anderen Reisenden vor dem Restaurant. Hier bekommt jeder einen Begrüßungstrunk und wir nehmen an unseren Tischen Platz. Eskild eröffnet dann den Abend mit einer kurzen Ansprache und Vorstellung der Crewmitglieder.



      Anschließend wird die Vorspeise und im zweiten Gang die Hauptspeise serviert. Das Kapitänsdinner findet immer am vorletzten Seeabend statt, da am nächsten Morgen die ersten Passagiere das Schiff in Trondheim verlassen. Bei uns erfolgt jetzt der Höhepunkt des Dinners, es wird die Nachspeise, die Eisbomben serviert.



      Der Höhepunkt des Tages erfolgt aber erst nach dem Essen, in unserem nächsten Hafen, Rørvik , werden wir mit der MS LOFOTEN zusammen am Kai liegen. Wir warten schon an der Rezeption darauf, dass die Gangway geöffnet wird. Hier entdecken wir auch endlich die Schiffsglocke, sie hängt an der Wand hinter der Rezeption.



      Kaum ist die Gangway offen, stürmen wir auch schon hinaus aufs Kai. Keine Sekunde zu spät, denn gerade legt hinter uns dieses herrliche Schiff an. Während das Schiff vertäut wird, können wir auch unser Forumsmitglied KaFei im Restaurant am Fenster sehen. Wir dürfen an Bord und machen einen kleinen Rundgang durch das Schiff.
      Im Shop versuchen wir Kaffebecher zu bekommen, doch im Gegensatz zu fast allen anderen Schiffen, werden die Becher auf der Lofoten nicht ohne das Kaffeepaket verkauft. Als wir das schöne Schiff wieder verlassen, kommt uns KaFei entgegen, er hatte zur gleichen Zeit die NORDNORGE besichtigt.



      Es bleibt nur wenig Zeit für ein Gespräch, doch wir erfahren, dass die Lofoten 140 Passagiere an Bord hat. Da kann einem das kleine Schiff ja fast leid tun. Wir erfahren von KaFei auch, dass es bei der Fahrt über Stad sogar ein Decksverbot für die Passagiere gab, aufgrund starken Seegangs. Erstaunlich, wären wir doch froh, wir hätten wenigstens einmal etwas richtigen Seegang.



      Wir verabschieden uns von KaFei und schauen dann von Bord der NORDNORGE zu, wie die LOFOTEN vom Kai ablegt, langsam an uns vorbeizieht und schließlich in der Dunkelheit verschwindet. Wir gönnen uns noch ein leckeres Bier, während auch wir Rørvik wieder verlassen. Doch bald schon beschließen auch wir den Abend und jeder zieht sich in seine Kabine zurück.
      Ich liege in meiner Koje und überlege, ob wir wohl heute Nacht auf der Folda wenigstens etwas Seegang haben werden, doch schon bald bin ich eingeschlafen.






      Fortsetzung folgt .....
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -
    • Jobo schrieb:

      Hier entdecken wir auch endlich die Schiffsglocke, sie hängt an der Wand hinter der Rezeption.


      Die Schiffsglocke war bei uns ja lang ein wichtiges Thema - jedes Schiff muss ja heute noch eine Schiffsglocke im Aussenbereich haben und wir waren einige Tage auf der Suche ohne Ergebniss. Wir fragten dann unsere Reiseleiter Eskild und Elisabeth, die uns sehr verdutzt ansahen, so eine bescheuerte Frage hatten sie wohl noch nie gehört. Elisabeth - hier schon oft als Frau der Tat gelobt - griff zum Telefon und fragte auf der Brücke nach und bekam die seltsame Auskunft auf Deck 5. aber man sieht sie nicht!
      Beim eingehenden Studium meiner Vesterålenausflugsbilder habe ich sie dann gefunden:

      Gruss - Arctica

      Jan 2009 FM * Jan 2010 NL * Jan 2011 FRAM (Antarctica) * Apr 2011 NN * Mrz 2012 LO * Jan 2013 LO (Alta)* Feb 2014 KH *
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      Reiseberichte siehe Profil!