Kirkenes-Schneehotel - Nachprogramm

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    Zeit:Januar 2009; Wetter: es lag Schnee, trocken, leicht bewölkt, um die 0°C; Teilnehmer: 2

    Das Rica-Hotel (auf dem Berg) ist der Startpunkt. Da das Schiff schon kurz vor 10 Uhr in Kirkenes anlegt, man dann mit dem Bus etwa 15 Minuten bis zum Rica-Hotel braucht, hat man viel Zeit, da man erst um 18 Uhr am Rica-Hotel abgeholt wird.
    Pünktlich um 18 Uhr trifft dann auch eine junge Frau ein, die mich zum Schneehotel bringen soll. Außer der anderen Mitreisenden ist noch ein junges Paar aus England dabei, die schon einige Tage in Kirkenes sind. Auf Trettschlitten geht es nun den ca. 1 km langen Weg zum Eishotel. Leider wurde der Weg zuvor an einer Stelle aufgebaggert, wodurch ich nun außer meinem Gepäck (den großen Koffer kann man gesichert im Rica-Hotel lassen) auch noch den Trettschlitten ein Stück tragen muss.
    Auf dem Weg zum Schneehotel bietet man mir eine Snowmobil-Tour an. Da meine gebuchte Snowmobiltour von Kjollefjord nach Mehamn zuvor wegen zu geringer Teilnehmerzahl ausgefallen ist, sage ich sofort zu. Im Schneehotel angekommen, werden wir kurz begrüßt und dürfen uns erstmal umschauen. Dann darf sich jeder eine der Schlafkabinen (igluförmig) aussuchen. Wir sind die einzigen Übernachter. Die Schlafabteile sind gegen den Gang mit einem Vorhang abgetrennt. Die beiden Gänge laufen vorne in einen größeren Iglu zusammen, der gleichzeitig den Eingang und eine Eisbar bildet.
    Anschließend geht es zu einem 4-Gänge-Menü in den benachbarten Bau, einem Samenzelt nachempfunden. Gegenüber ist noch ein Gebäude mit Sanitäranlagen, indem auch die Betreiber des Hotel wohnen. Seitlich davon sind die Zwinger der Schlittenhunde und ein Rentiergehege.
    Das Essen wird auf einem großen Grill in der Mitte zubereitet, und ist sehr lecker. Kaum sind wir fertig, mittlerweile kommt noch eine Gruppe aus der Stadt zum Essen, werden wir auch schon abgeholt zur Snowmobiltour (die aber nicht Bestandteil des Hotelaufenthaltes ist, daher erspare ich mir Einzelheiten dieser fantastischen Tour). Gegen Mitternacht sind wir wieder zurück und bekommen an der Eisbar noch einen Drink, bevor wir unsere Schlafabteile aufsuchen.
    Man schläft hier nicht etwa auf Eis, sondern auf einem richtigen Bett, um das entsprechende Eisblöcke positioniert werden. Man bekommt einen Schlafsack und eine Decke für in den Schlafsack. Nachdem ich mich anfangs mit Hose und Pullover hier reinlege, entledige ich mich dann nach und nach der Hose, Pullover, Hemd und der Decke, da es mir einfach zu warm ist. Es sind wohl um die 0 bis 3 °C im Schlafabteil, für mich nicht ungewöhnlich, da ich auch sonst im Winter mit gekipptem Fenster schlafe.
    Ich schlafe gut, muss aber einmal in der Nacht zur Toilette. Das ist natürlich mit einigen Umständen verbunden, da die Toilette in dem Gebäude mit den Sanitäranlagen sind, also anziehen und durch den Schnee die 20 Meter gehen und wieder zuück. Insgesamt fühle ich mich aber weitestgehend ausgeschlafen.
    Nach dem morgentlichen Duschen, gehts zum Frühstück. Dies findet im Gebäude mit den Sanitäranlagen statt, dort ist auf der Rückseite, eine Etage tiefer, ein schöner Frühstücksraum. Hier hätte man auch die Möglichkeit die Sauna zu benutzen. Die Mitreisende muss aber dringend zurück zum Rica-Hotel, da ihr Flieger sehr früh startet. Diese Gelegenheit per Auto zum Hotel zu kommen nehme ich auch wahr, da ich keine Lust verspüre den Trettschlitten ein weiteres mal zu tragen.

    Bewertung: 5 Sterne (wenn auch der Preis recht happig ist, aber sowas macht man wohl auch nur einmal im Leben)
    Gruß Jobo,

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
    - Alexander von Humboldt -

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