Tromsö-Kirkenes-Bergen vom 29.12.10-09.01.11

    • Tromsö-Kirkenes-Bergen vom 29.12.10-09.01.11

      29.12.10 Flug nach Tromsö :

      Liebes Forum,
      am Mittwoch ging es endlich los. Um die Reise entspannter beginnen zu können, hatten wir bereits am Abend zuvor am Frankfurter Flughafen eingecheckt und unser Gepäck abgegeben. Das Boarding begann pünktlich. Doch als alle im Flugzeug saßen, ging es nicht weiter. Nach einiger Zeit kam die Durchsage, dass 2 Passagiere nicht zum Flug erschienen waren, ihr Gepäck aber bereits verladen war. Daher musste das gesamte Gepäck wieder ausgeladen werden, um die 2 Koffer zu finden. Mit einer halbstündigen Verspätung setzte sich das Flugzeug dann gegen 10:40 Uhr in Bewegung. Der Flug verlief danach reibungslos. In Oslo hatten wir extra genügend Übergangszeit eingeplant. Unser Anschlussflug nach Tromsö ging erst um 17:15 Uhr weiter. Somit hatten wir ausgiebig Gelegenheit, den Flughafen in Oslo kennenzulernen! Wir sind auch zum "Frischeluftschnappen" nach draußen gegangen. Bei -19°C Außentemperatur in Oslo war dies wörtlich zu nehmen.


      Ein Erlebnis war der Landeanflug auf Tromsö . Die erleuchtete Stadt und die Eismeerkathedrale aus der Luft zu sehen war schon etwas Besonderes. Kurz vor der Landung waren wir gefühlte 100 Meter über dem Meer und man hatte Sorge, der Pilot hätte die Landebahn verwechselt. Doch dann drehte er scharf nach links ein, um sicher auf der richtigen Landebahn zu landen. Mit dem Flybussen sind wir zu unserem Hotel Clarion Hotel Bryggen in Hafennähe gefahren. Abends sind wir noch einmal kurz durch die Stadt gebummelt, haben etwas gegessen und sind dann totmüde ins Bett gefallen.

      Viele Grüße Nordlichtjägerin :girl_witch:
    • 30.12.10 Aufenthalt in Tromsö :

      Den heutigen Tag ließen wir ganz gemütlich angehen. Nach einem leckeren Frühstück in unserem Hotel (es gab Waffeln :love: ), sind wir durch Tromsö geschlendert, besser gesagt geschlurft. Denn alle Straßen und ein Teil der Gehwege war komplett vereist. Ein festes Abdrücken vom Untergrund hätte zu einer Rutschpartie mit unvorhersehbaren Folgen führen können. Da wir am 1.1.11 mit heilen Knochen die MS Nordlys betreten wollen, haben wir es teilweise komplett vermieden, die Füße anzuheben. Mittags wollten wir an einer Führung durch die Ölhallen teilnehmen. Doch die fiel leider aus. Daraufhin entschlossen wir uns kurzerhand das Nordnorsk Kunstmuseum aufzusuchen. Dort sind Werke aus dem 19. Jh. bis in die Gegenwart ausgestellt. Einige interessante Gemälde aus Zeiten der alten Lofotfischerei waren darunter.



      Anschließend haben wir uns wieder auf den Weg zu Ölhallen gemacht, da wir dort um 14 Uhr mit arcticGateway verabredet waren. Es wurde in seiner Gesellschaft ein sehr netter Nachmittag. Das Macköl schmeckte gut. :beer: Nach einem Abstecher in die Skarvenbar am Hafen, statteten wir noch der alten Dame Nordstjernen einen kurzen Besuch ab. Inzwischen blies ein heftiger Wind und Schneetreiben setzte ein. Das Meer wurde zunehmend unruhiger. Für die Passagiere wird das eine recht schwankende Weiterfahrt. :bad:
      Mein Mann und ich haben den Abend mit einem leckeren Essen im Restaurant "Emmas under" ausklingen lassen. :essen: Das Essen war wirklich fabelhaft, die Preise allerdings auch. :wacko1: Wir sind halt in Norwegen!
      Nun wünsche ich allen im Forum noch einen guten Rutsch ins neue Jahr. :sekt: Das nächste Mal melde ich erst wieder an Neujahr von der Nordlys. Hoffentlich funktioniert dort die Internetverbindung.

      Viele Grüße Nordlichtjägerin :girl_witch:
    • Nordlichtjägerin schrieb:

      da wir dort um 14 Uhr mit arcticGateway verabredet waren. Es wurde in seiner Gesellschaft ein sehr netter Nachmittag.
      Der hat es gut, kriegt andauernd Besuch in seiner schönen Stadt :thumbsup: Wenn ich mir die Reiseliste so anschaue für das Frühjahr wird es am Ende so sein, dass die meisten von uns sich weiterhin persönlich nicht kennen. :whistling:
      Nur arcticGateway - der kennt uns alle :lol:
      Ich wünsche Euch eine schöne Reise und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
      Gruß
      Renate
    • Ich schlage vor arcticGateway macht ein Forumsgästebuch, immer wenn jemand vom Forum vor Ort ist muss derjenige sich da eintragen. D.h. jeder muss sich melden und arcticGateway (könntest du dir nicht mal einen kürzeren Nick zulegen...) muss dann immer mit dem Buch unterm Arm zum Anleger pilgern. Aber das macht er ja sowieso...
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!

    • Nordlichtjägerin schrieb:

      Nordnorsk Kunstmuseum

      Vielen Dank für den Zwischenbericht! Schöne stimmungsvolle Fotos. Das Foto mit der Tanne, dem Walfängermuseum und Eismeerkathedrale im Hintegrund ist doch DIE ideale Weihnachtskarte für Euch im nächsten Jahr (wenn Ihr welche schreibt, so wie ich).

      Das Kunstmuseum ist wirklkich einen Besuch wert, besonders die Lofotengemälde!

      Guten Rutsch und Vorsicht beim Einsteigen!
      Ronald aus Hamburg bei Tauwetter + 2°
    • Liebes Forum,

      da wir auf der Nordlys mit unserem Netbook keinen WLAN-Empfang haben und wir gerade in Honningsvag ein offenes Netz haben, nutzen wir die Gunst der Stunde, um einige Bilder vom 31.12. (Hundeschlittentour und Silvester auf der Trollfjord) und vom 1.1.11 (Warten auf die Nordlys in Tromsö ) hochzuladen. Der Bericht folgt später.

      Viele Grüße Nordlichtjägerin

      Bilder vom 31.12.10:





      Bilder vom 1.1.11:

    • 31.12.10 Huskytour und Silvester auf der Trollfjord:

      Heute stand eine Huskytour auf dem Programm. Um 9 Uhr morgens wurden wir vom Veranstalter mit einem Bus abgeholt. Die Fahrt zum Camp Tamok dauerte etwa 80 min. In Tromso hatte es noch geregnet, doch je weiter wir uns dem Camp naeherten, desto kaelter wurde es und es fing schliesslich an zu schneien. Am Ziel angekommen bekam jeder einen "Blaumann" als Schneeanzug. Wer keine dicken Stiefel und Handschuh besass, konnte diese ebenfalls erhalten. Dann ging es nach einer kurzen Einweisung los. Uns wurde gesagt, wie der Schlitten zu bremsen ist und dass wir aufgrund des Neuschnees die Hunde durch Anschieben unterstuetzen muessten. Denn wir haben die Schlitten selbst gelenkt. Zum Glueck kannten die Huskys ihren Weg im Schlaf. Die Tour dauerte 2 Stunden. Es war einfach fantastisch aber auch ganz schoen anstrengend. Zwischendurch wurde der Schneefall immer heftiger. Nach Beendigung der Schlittenfahrt haben wir uns bei unseren vierbeinigen Freunden noch durch ausgiebige Streicheleinheiten bedankt. Zum Schluss gab es noch fuer alle Teilnehmer eine warme Suppe in einem Sami-Zelt. Dieser Ausflug war ein einzigartiges Erlebnis! Abends haben wir uns mit arcticGateway zum Essen getroffen. Um 23 Uhr haben wir dann unseren Standort gewechselt und sind zusammen auf die MS Trollfjord gegangen. Aufgrund heftigen Schneefalls haben wir zunaechst in der Panoramabar gesessen und von dort die ersten Raketen ueber Tromso beobachtet. Kurz vor Mitternacht hoerte der Schneefall auf und wir sind aufs Aussendeck gegangen. Jeder bekam einen Sekt zum Anstossen in die Hand gedrueckt. Dann began um Mitternacht ein gigantisches Feuerwerk. Auch von der Trollfjord wurden Leuchtraketen in die Luft geschossen und bengalische Feuer entfacht. Ein tolles Erlebnis, das ich nur weiterempfehlen kann. Um 1 Uhr haben wir noch das Auslaufen der Trollfjord vom Hafen aus beobachtet und mit einem Whisky auf sie angestossen. Dieses Silvester werde ich nie vergessen!

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    • 1.1.11 Warten auf die MS Nordlys:

      Da unser Hotel auch an Neujahr das Fruestuecksbuffet nur bis 10 Uhr geoeffnet hatte, mussten wir relativ frueh aufstehen. Bis 9:55 Uhr wurde das Buffet uebrigens aufgefuellt und um Punkt 10 Uhr alles in Windeseile abgeraeumt! Nachdem wir unsere Koffer gepackt hatten, schlenderten wir noch einmal durch das vollkommen ausgestorbene Tromsoe . Am Neujahrstag hat in Norwegen wirklich alles geschlossen. Kein Museum, kein Cafe, kein Kiosk hatte geoeffnet. Zwischenzeitlich begann es immer wieder heftig zu schneien und die Eismeerkathedrale und der Storsteinen verschwanden in dichtem Schneegestoeber. Um 13 Uhr besuchten wir einen einstuendigen festlichen Neujahrsgottesdienst in der Domkirke von Tromsoe . Musikalisch untermalt wurde die Messe durch eine Gesangssolistin. Es war sehr stimmungsvoll. Draussen schneite es weiter, auch als wir um 14:30 Uhr am Hurtigrutenkai auf unser Schiff warteten. Ploetzlich tauchte es aus der Dunkelheit und dem Schneetreiben auf. Nach dem Einchecken haben wir den Entusiasten getroffen, der auf der Nordlys bis hierher gefahren war. ArcticGateway stiess auch noch zu uns und so fand ein kleines Forumstreffen auf der Nordlys statt. Es war sehr interessant und unterhaltsam. Da viele norwegische Distanzreisende mit Auto auf das Schiff wollten, verzoegerte sich unsere Abfahrt um eine halbe Stunde auf 19 Uhr. Dann ging es endlich los. Los ging es auch gegen 23 Uhr in Sachen Wind und Wellengang. Es dauerte fast die ganze Nacht an. Zum Glueck habe ich den Sturm gut ueberstanden. Doch das Wetter sollte auch in den folgenden 2 Tagen eher truebe bleiben. Wenn die Wolken schwarz am Himmel stehen, wirkt die Polarnacht noch dunkler. Dennoch geniessen wir unsere Tour. Die MS Nordlys ist wirklich ein sehr schoenes Schiff.

      Viele Gruesse Nordlichtjaegerin

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    • 2.1.11 Schneetreiben bis, in und nach Honningsvag :

      Unser erster kompletter Seetag begann wie der vorherige aufgehört hatte: mit Schneetreiben, Wind und Wellengang. Da wir bei unserer ersten Rundtour bereits das Nordkapp besucht hatten, entschieden wir uns diesmal für einen Spaziergang durch Honningsvag . Wir gingen zur Kirche und von dort eine Anhöhe hinauf. Der Blick auf Hafen und Schiff ließ sich aber nicht als Foto festhalten, da die Windböen einfach zu stark waren. Auf unserem Rückweg entlang des Hafens boten sich dafür einige schöne Ausblicke auf die MS Nordlys, die etwas windgeschützter waren. Nachmittags wurde ein Film über die Geschichte der Sami gezeigt. Außerdem gab es noch leckeren Apfelkuchen mit heißer Schokolade und Sahne. Gegen 17 Uhr passierten wir die in unterschiedlichen Farben angestrahlte Finnkirka. Kurz darauf kam ein Krabbenfischer mit lebendigen Königskrabben an Bord. Wer wollte, konnte sie für ein Erinnerungsfoto in die Hand nehmen oder aus den Weibchen Fischeier herausnehmen und direkt essen. Da habe ich lieber nur zugesehen.





      3.1.11 Aufenthalt in Kirkenes bei Schneefall:

      Für uns hieß es heute "Kabinen wechseln", denn die Reise von Tromsö nach Kirkenes hatten wir als Distanzreisende gebucht und für diesen Streckenabschnitt die Kabine 378 (N-Kabine) zugewiesen bekommen. Bei stärkerem Seegang schaukelte es hier am Heck des Schiffes schon ganz ordentlich. Unsere neuen Kabinen (612 und 614) liegen mittig auf Deck 6. Zu unserer Überraschung sind beide Kabinen durch eine Zwischentür miteinander verbunden. Somit fühlen wir uns wie in einer Minisuite. Auch in Kirkenes wollten wir wieder den Blick auf unser Schiff von einem Aussichtshügel genießen. Aufgrund der dunklen Wolken und des Schneefalls war die Sicht etwas getrübt. In Kirkenes leerte sich das Schiff merklich. Richtung Süden waren jetzt nur noch 172 Passagiere an Bord. Somit fand nur noch eine Sitzung beim Abendessen statt. Im Rahmen des "Hunting the light"-Programms wurde am Nachmittag ein Film über Vardö und seine historischen Verbindungen zu Russland gezeigt. Im Anschluss daran legten wir auch im Hafen von Vardö an. Wir besuchten die alte Festung des Ortes. Obwohl es inzwischen Montag war, hatten viele Geschäfte laut Aushang noch am 3. Januar geschlossen. Leider ist auch das schöne Pub "Nordpol Kro" während der Liegezeit des Schiffes immer geschlossen. Übrigens zeigte der Himmel erste Wolkenlücken. Vielleicht Chancen auf Nordlicht? Mein Jagdinstinkt wurde geweckt. Ab Kirkenes haben wir jetzt auch Vollpension. Wir saßen gerade über unserem leckeren Rentiersteak, da kam die Durchsage, dass leichtes Nordlicht zu sehen sei. Ich stürzte sogleich mit etwa der Hälfte der Passagiere nach draußen auf Deck 5. Und tatsächlich zeichneten sich schwache grüne Streifen am Himmel ab. Nach einigen Minuten kehrte ich durchgefroren wieder in den Speisesaal zurück. Mein Rentiersteak schmeckte jetzt noch besser. Etwa 20 min später kam eine erneute Durchsage. Jetzt sei sehr starkes Nordlicht zu sehen. Auch die letzten Passagiere riss es nun von ihren Stühlen. An diesem Abend sollten wir 2h lang Polarlichter genießen können. Teilweise verwirbelten sie sich und tanzten über den Himmel oder es fiel wie ein grüner Vorhang langsam hinunter. Es war wieder unbeschreiblich schön!



      4.1.11 Aufenthalt in Hammerfest :






      Wir sitzen gerade (6.1.11, 21:15 Uhr) im Pub in Rörvik und hatten WLAN . Daher konnten wir schnell einige Bilder und einen Bericht hochladen.

      Viele Gruesse Nordlichtjaegerin :girl_witch:

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