Höhepunkte entlang der amerikanischen Ostküste - Kurs Nord mit MS Fram

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    • Irgendwie kommt mir bei den Fotos von Jens immer das Wort "Honigkuchenpferd" in den Sinn... :)

      Irre wie sich die Skyline verändert hat - das war 2006
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    • Sonntag, 15.04.2018 - New York (2. Tag)

      Für den heutigen Tag, der für mich ein Besonderer sein sollte, war leider wesentlich schlechteres Wetter vorhergesagt. Aber wahrscheinlich hatten mir ganz viele liebe Menschen zu meinem Geburtstag einen schönen Tag in NYC gewünscht, so dass es tatsächlich bis zu unserer Abfahrt um 18 Uhr trocken blieb. Das war natürlich super und hat mich sehr gefreut :good3:

      Nach dem Frühstück liefen wir wieder zur Metro und fuhren direkt zu Ground Zero. Sonntagvormittag war hier kaum etwas los und wir konnten die Stimmung der Gedenkstätte auf uns wirken lassen.



      Immer wieder musste ich an 2001 denken, wo ich hier noch zwischen den Türmen des damaligen World Trade Centers mit Stefans Tante herumgelaufen bin. Dann kamen mir die Fernsehbilder in den Kopf, wo die Menschen aus den oberen Stockwerken in den Tod sprangen. Immer wieder liefen mir Schauer über den Rücken. Dann fiel mir die ein oder andere Rose bei den Namen der Opfer auf. Diese hatten also auch gerade Geburtstag und die Angehörigen dachten an sie.

      Um uns etwas abzulenken bestaunten wir das neue 1 World Trade Center, welches schon ein gigantisches Bauwerk ist.



      Auf dem Weg zur Börse kamen wir an der Trinity Church vorbei, die ich bisher bei meinen beiden New York Aufenthalten immer besucht hatte. Gerade kamen die Menschen zum Gottesdienst, uns wurde ein Programm in die Hand gedrückt und schon ging es durch die Sicherheitskontrolle hinein. Wir suchten uns einen Platz am Rand und lauschten dem herrlichen Orgelspiel sowie dem Gesang des Gospelchors. Das hier kam nach den Eindrücken am 9/11 Memorial genau richtig. Der Gottesdienst selbst ist mit denen in Europa nicht zu vergleichen. Als dann u. a. für den Präsidenten der Vereinigten Staaten gebetet wurde, verließen wir die schöne Kirche und widmeten uns den weltlichen Bauwerken. Stefan als Börseninteressierter wollte sich natürlich wissen, wo sich die Wall Street mit der New York Stock Exchange befindet.



      Weiter liefen wir zum Battery Park und staunten, dass sich doch auch noch ältere Bauten von früher vor den modernen Bürotürmen behaupten können…



      Vom Battery Park aus schauten wir zur Freiheitsstatue hinüber und erinnerten uns an die gestrige Einfahrt bei herrlichstem Sonnenschein. So konnten wir uns heute die Fotos sparen.

      Gegenüber des Terminals der Staten Island Ferry zeigte ich Stefan die kleine „Kirche unserer lieben Frau vom Rosenkranz“ den Shrine of St. Elizabeth Ann Bayley Seton der inmitten der Glaspaläste und Wolkenkratzer irgendwie unwirklich ausschaut.



      Nun gönnten wir uns eine Pause im Starbucks und telefonierten mit der Heimat. Dieser WLAN-Call ist schon eine fantastische Erfindung. Die Telefonqualität war jedes Mal super und man dachte, der Angerufene würde neben einem sitzen.

      Nachdem wir uns ausgeruht und das Smartphone aufgeladen hatten, gingen wir noch in die St. Pauls Chapel, die bereits 1776 eröffnet wurde und am 11.09.2001 „Augenzeuge“ des Einsturzes der World Trade Center Türme wurde, weil sie genau gegenüber stand.



      Sie erlitt keine physischen Schäden, aber der Staub sorgte dafür, dass die Orgel nicht mehr funktionierte und erst 2009 wieder gespielt werden konnte.

      Direkt gegenüber befindet sich die erst 2016 wieder eröffnete Subway-/PATH-Station unter dem World Trade Center. Es ist ein beeindruckender Bau geworden, der von dem spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen wurde!



      Mit der Subway fuhren wir…

      …zur 5th Avenue, um ein wenig zu shoppen. Stefan stellte mir - in begrenztem Maße natürlich - anlässlich meines Geburtstages seine Kreditkarte zur Verfügung. Aber auch für sich selbst ist er fündig geworden. So waren wir am Ende sehr erfolgreich und freuten uns über das ein oder andere Schnäppchen aufgrund des günstigen Dollarkurses.

      Zu Fuß ging es nun zurück zum Schiff. Unterwegs kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt ein und mussten erneut feststellen, wie teuer doch Lebensmittel in den USA sind. Die ein oder andere Leuchtreklame erweckte noch unsere Aufmerksamkeit:



      Pünktlich legte MS Fram bei leichtem Regen ab und glitt an der MS Norwegian Breakaway vorbei, die wir schon in Miami gesehen hatten.



      Beim Abendessen tauschten wir die Erlebnisse des Tages mit unseren Freunden sowie @Windrose und Göga aus. Sie hatten an den Ausflügen teilgenommen und berichteten ausführlich davon.

      Draußen war der Regen stärker geworden, so dass wir nichts verpassten und uns noch mal die gestrigen Bilder von Manhattans Skyline anschauten. Wenn der Aufenthalt in New York auch kürzer war als ursprünglich laut Reisebeschreibung gedacht, wir haben die 24 Stunden dort sehr gut genutzt und das Beste draus gemacht.

      Ein wenig Veränderung merkten wir noch auf dem Schiff. Es waren mehr Passagiere an Bord. In New York stiegen ca. 90 Gäste zu. Es handelte sich bei der Mehrheit um Amerikaner. Einige davon reisten in einer Reisegruppe, deren Reiseleiter sich sehr um sie bemühten.

      Die Infoveranstaltung für den kommenden Tag hörten wir uns noch an. Es gab u. a. auch Hinweise zum Austendern, da Newport der erste Hafen sein sollte, wo wir nicht am Kai festmachen konnten. Es ist immer wieder interessant, welche Fragen von einigen Mitreisenden dazu gestellt werden :schiefguck: Tom vom Expeditionsteam blieb immer ruhig und beantwortete diese geduldig.

      Da wir tagsüber doch viele Strecken in Manhattan zu Fuß zurück gelegt hatten, waren wir dann recht schnell müde und verschwanden in der Koje. Noch kurz vor dem Einschlafen ließ ich den Tag vor meinen Augen Revue passieren und freute mich üben meinen gelungenen Geburtstag in NYC :love:
      Gruß JKmuc

    • Die Subway Station ist ja irre groß- die Passanten wirken wie Ameisen.... Überhaupt , die schönen alten Gebäude versteckt zwischen den Riesenbauten. Irgendwie schade.
      Schön finde ich, dass Dein Geburtstag Dir soviel Freude gemacht hat. Und hoffentlich Stefan auch. Auf manchen Bildern scheinst Du @effemuc etwas skeptisch zu schauen... ;)
      Lynghei

    • Montag, 16.04.2018 - Newport Seetag

      In der Nacht ging es recht turbulent zu und bei der morgendlichen Durchsage vom Kapitän erfuhren wir, dass wir Windstärke 10 hatten. Der Seegang würde auch noch anhalten und etwas heftiger werden. Daher wurde den Passagieren empfohlen, die zur Seekrankheit neigen, Medikamente einzunehmen. Wer keine dabei hat, könne sich bei der Schiffsärztin welche geben lassen. Dieses Angebot nutzte Stefan auch und zumindest ich hatte den Eindruck, dass die Tabletten diesmal geholfen haben.

      Der für diesen Tag anzulaufende Hafen Newport wurde wegen des Wetters ausgelassen. Wir nahmen im dicken Nebel bzw. Nieselregen und bei hohen Wellen nun direkten Kurs auf Boston.

      Zwischendurch schnappten wir immer mal frische Luft. Aber wie Sie sehen, sehen Sie nichts.



      Der Seegang legte zu und die Außendecks wurden gesperrt bis wir am späten Nachmittag den Cape Cod Canal erreichten. Hier gab es etwas Schutz, denn der Wind blies immer noch mit Stärke 8. Der Nebel hatte sich Gott sei Dank gelichtet und wir konnten draußen auch was sehen:



      Am Ufer waren viele herrschaftliche Anwesen zu bestaunen. Bei schönem Wetter muss es hier herrlich sein, sogar Sandstrand gibt es.





      Ab und an schreckten ein paar Vögel auf.



      Die Kanaldurchfahrt unter den Brücken war dann beeindruckend und wir wurden von dem ein oder anderen Schaulustigen beobachtet.





      Hoffentlich haben wir die typisch amerikanischen Sportaktivitäten nicht durcheinander gebracht.



      Viel zu schnell passierten wir den Kanal und fuhren mit 4-5 Knoten weiter durch die Cape Cod Bay. Unsere Ankunftszeit für Boston am folgenden Tag konnte nicht vorverlegt werden. Der Seegang hatte allerdings nachgelassen und so schaukelten wir sanft weiter gen Norden.

      Den Abend verbrachten wir bei netten Gesprächen, Kartenspiel und lauschten nach dem Abendessen den Ankündigungen für den nächsten Tag. Hierbei erfuhren wir, dass unser gebuchter Ausflug „Wandern auf dem Freedom Trail“ in Boston mangels Teilnehmer abgesagt wurde. So überlegten wir noch, was wir selbst unternehmen können. Da der Lotse am nächsten Morgen schon recht früh an Bord kommen sollte und die Wetteraussichten wesentlich besser waren, gingen wir nicht all zu spät ins Bett.
      Gruß JKmuc

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      Dienstag, 17.04.2018 - Boston Teil 1

      Nach einer sehr ruhigen Nacht war ich kurz nach 7 an Deck und genoss die Anfahrt auf Boston. Die Sonne gab ihr Bestes und die Skyline erstrahlte in schönem Morgenlicht.



      Auch der Blick zurück über das seichte Wasser war schön.



      Backbord kamen wir immer näher zum Flughafen und fuhren ähnlich wie in Bodø direkt an einer der Start-/Landebahnen vorbei. Das war natürlich ein Highlight für mich, die Flieger bei Start und Landung quasi direkt über mir zu beobachten.



      Steuerbord fuhren wir an der Unabhängigkeitsfestung vorbei, der Stefan am Nachmittag noch einen Besuch abstatten wollte.



      Pünktlich kurz vor 8 Uhr legten wir am Cruiseport an und gingen zum Frühstück.



      Unsere Wanderung auf dem Freedom Trail war ja gecancelt worden. Da wir einen Reiseführer von Boston dabei hatten, worin dieser auch beschrieben wurde, entschieden wir uns, den Freedom Trail in Eigenregie abzulaufen.

      Wir nahmen den Shuttlebus um 9 Uhr und waren ca. eine halbe Stunde später in der Stadt. Um diese Zeit waren noch nicht so viele Leute unterwegs, so dass wir uns zuerst Quincy und South Market anschauten. Die Verkaufsstände und kleinen Restaurants bzw. Imbissstände wurde gerade erst nach und nach aufgebaut.



      Dann ging es zum Old State House. Am 18. Juli 1776 wurde vom östlichen Balkon dieses Gebäudes die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten verlesen. Inmitten der Hochhäuser wirkt das Gebäude heute eher verloren.



      Nun hielten wir Ausschau nach den roten Markierungen am Boden, die uns den Weg auf dem Freedom Trail zeigen sollten.

      Zuerst liefen wir durch den Gedenkpark, in dem das Holocaust Memorial steht. Rauch steigt hier auf. Am Boden sind die Namen der 6 größten Konzentrationslager eingelassen und in den Scheiben sind die Nummern der Gefangenen bzw. Opfer eingraviert. Dieser Ort hatte mich schon beim meinem ersten Besuch Bostons in 2001 sehr beeindruckt.



      Nächster Anlaufpunkt war das Paul Revere House aus dem Jahr 1680. Das Haus des US-amerikanischen Freiheitskämpfers Paul Revere ist sehr gut erhalten und zählt zu den ältesten Gebäuden Bostons. Die Architektur der umliegenden Häuser war ebenfalls recht interessant.



      Weiter ging es durch die Hanover Street zur Old North Church. Wir warfen nur einen Blick hinein und sparten uns die Besichtigung, da man extra dafür zahlen musste. Die roten Backsteinbauten erinnerten sehr an Europa bzw. England.



      Der Friedhof Copp’s Hill Burying Ground beeindruckte durch seine teils aus dem 17. Jahrhundert stammenden Gräber.



      Nun hatten wir einen größeren Fußmarsch über die Charleston Bridge vor uns. Unterwegs sahen wir jede Menge von den typischen Amerikanischen Schulbussen.



      Fortsetzung folgt…
      Gruß JKmuc

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      Dienstag, 17.04.2018 - Boston Teil 2

      Auf der anderen Seite angekommen, liefen wir zuerst zur St. Mary’s Church, die leider geschlossen war.



      Weiter ging es in den Boston National Historical Park, wo das Bunker Hill Monument mit seinen 64,3m in die Höhe ragt.



      Da die Sicht nicht wirklich berauschend war, sparten wir uns die 294 Stufen bis zur Spitze. Beeindruckend fanden wir, dass der Obelisk schon 1842 fertiggestellt wurde. Das sieht man ihm nicht wirklich an.

      Durch die ruhigen Straßen mit vielen bunten gepflegten Häuschen…



      …liefen wir bis zum Boston National Historical Park, wo die USS Constitution zu sehen ist. Es ist eine Fregatte der US Navy und das ältestes noch funktionstüchtige Kriegsschiff der Welt. Der Stapellauf war 1797.



      Nun ging es wieder zurück Richtung Stadtzentrum. Im North End Park kam sogar die Sonne noch mal etwas zum Vorschein.



      Wir wollten uns nun noch die ersten Stationen des Freedom Trails anschauen. Markant in der Stadt selbst ist die goldene Kuppel des Massachusetts State House, Regierungssitz des Bundesstaates Massachusetts.



      Das Gebäude liegt direkt am Boston Common, dem Stadtpark. Dieser wurde bereits 1634 eingeweiht und ist somit der älteste Stadtpark in den USA. Auch tierische Bewohner fühlen sich hier sehr wohl und sind nicht mal mehr menschenscheu.



      Nach einer Kaffeepause bei Starbucks nahm Stefan den Shuttlebus zurück zum Schiff, weil er noch eine Runde joggen und sich dabei die am Morgen bei der Einfahrt schon gesehene Unabhängigkeitsfestung anschauen wollte.

      Ich hingegen blieb noch in der Stadt und ging ein wenig shoppen. Bei Macy’s gab es besonders günstige Angebote und Schnäppchen, so dass ich mich mit vollen Einkaufstüten auf dem Weg zum North End Park machte, wo der Shuttle Bus abfuhr und bestaunte unterwegs noch das ein oder andere moderne Gebäude der Stadt.



      Der letzte Bus brachte mich zur MS Fram. Jetzt musste ich erst mal die Beine hochlegen und ruhte mich aus. Stefan war inzwischen vom Joggen zurück.

      Eigentlich hätten wir um 18 Uhr ablegen sollen. Kurz nach dieser Zeit kam eine Durchsage, dass sich unsere Abfahrt wegen technischer Probleme verzögern würde und man uns wieder Bescheid gibt, sobald es etwas Konkretes gibt.

      Um halb 8 gingen wir zum Briefing für den kommenden Tag, wo Rockland in Maine auf dem Programm stand. Beim Abendessen (es gab Vegetarisches Menü für alle!) tauschten wir die Erlebnisse des Tages mit unseren Freunden aus und erfuhren, dass sich unsere Abfahrt auf 23 Uhr und dementsprechend auch die Ankunft am kommenden Tag in Rockland verschiebt.

      Müde vom Tag lagen wir kurz nach 10 in den Kojen und hofften, am nächsten Morgen wieder auf See zu sein.
      Gruß JKmuc

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      JKmuc schrieb:

      Quincy und South Market

      Quincy Market ist für mich ein Grund wieder nach Bosten zu kommen... ^^ Träume gerade von einem leckeren Clam Chowder :rolleyes:

      JKmuc schrieb:

      Durch die ruhigen Straßen mit vielen bunten gepflegten Häuschen…

      Wenn du mir gesagt hättest das dies eine Ecke in Tromsø ist hätte ich es glatt geglaubt...

      JKmuc schrieb:

      Massachusetts State House,

      Warum waren denn die Flaggen auf Halbmast?
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      Habe mal Tante Guugel gestalkt - just an dem 17. April verstarb die ehemalige First Lady Barbara Bush.
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      Denkbar ist ein Zusammenhang mit dem Patriots Day im Maine und Massachusetts, mit dem der Schlachten in Lexington und Concord im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gedacht wird. Offiziell dieses Jahr am 16.4. Feiertag in den genannten Bumdesstaaten. Nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Patriots Day am 11.9.
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX Verweise auf Reiseberichte im Profil

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      @Arctica Das mit den Flaggen auf Halbmast konnte uns nicht mal die amerikanische Fotografin vom Hurtigruten-Expeditionsteam erklären. Diese hatten wir nämlich darauf angesprochen.

      @Capricorn Der Boston-Marathon fand tatsächlich am Wochenende vor unserer Ankunft statt. Es war noch alles plakatiert und viele Leute traf man mit den Regenjacken an, die wohl an alle Teilnehmer verteilt wurden.

      Mittwoch, 18.04.2018 Rockland Boston 2. Tag

      Schon in der Nacht als ich im Unterbewusstsein kurz wach war, ahnte ich es und als ich aufstehen wollte, war klar, wir lagen immer noch in Boston.
      Trotzdem drehte ich meine morgendliche Runde draußen und freute mich zumindest über das schöne Wetter.



      Wir saßen noch beim Frühstück als uns gegen 9 Uhr der Kapitän informierte, dass der Steuerbord-Propeller am Vortag beim Anlassen der Maschinen nicht angesprungen ist. Mit Hochdruck wurde seitdem daran gearbeitet. Man könnte zwar nur mit dem Backbord-Propeller fahren, aber wenn dieser dann auf See ausfällt, wäre die Sicherheit nicht mehr gewährleistet. Ob die Reparatur bis zum Abend möglich ist oder externe Hilfe an Bord benötigt wird, war bis dato noch offen.

      Das Expeditionsteam organisierte nun mit Hochdruck kostenlose Ausflüge, die uns persönlich nicht interessierten bzw. reizen konnten. Parallel wurden auch die Shuttlebusse wieder organisiert, aber das sollte alles bis Mittag dauern. So gingen wir erst mal von Bord…



      …und entschieden uns, am Vormittag einen 2stündigen Spaziergang zu der Unabhängigkeitsfestung zu machen. Die Sonne schien, aber es wehte ein kalter Wind. Das Fort liegt direkt am Meer und dort war kaum etwas los. Nur die lieben kleinen Eichhörnchen trafen wir unterwegs immer wieder an. Wir genossen Ruhe und Sonnenschein.



      Auf dem Rückweg zum Schiff kamen uns unsere Freunde entgegen und wir machten ein paar Fotos vom Schiff, dem Blick nach Boston, von den Bewohnern und Gästen des Hafens.





      Nach dem Mittagessen fuhren wir mit dem Shuttlebus in die Stadt und weiter mit der U-Bahn (ähnelte eher einer Straßenbahn bzw. Tram)...



      ...zum Prudential Tower. Dort wollte ich eigentlich gestern schon hinauf zum Skywalk. Wegen des doch eher trüben Wetters hatten wir uns dagegen entschieden und konnten dies nun heute bei fantastischer Sicht nachholen. Die Ausblicke waren super.



      Sogar MS Fram war sehr gut auszumachen und auch den wirklich sehr nahe an der Stadt liegenden Flughafen konnten wir sehr gut erkennen.



      Stefan beeindruckte die Entstehung eines Hochhauses mal aus der Höhe näher beobachten zu können.



      Anschließend tranken wir einen Kaffee und liefen zurück zur Haltestelle unseres Shuttlebusses u. a. vorbei am John Hancock Tower. Von dort oben hatte ich mir 2001 Boston angeschaut.



      Nachdem wir noch ein paar kleine Besorgungen im Supermarkt gemacht hatten, ging es wieder mit dem letzten Bus zurück zum Schiff. Dort war noch vor dem Abendessen ein Meeting für alle in der Panorama Lounge angesetzt. Der Kapitän sprach zu uns und wir erfuhren, dass MS Fram noch einen weiteren Tag in Boston bleiben muss. Techniker kamen aus Norwegen. Der Steuerbord-Propeller musste anschließend von einem Gutachter aus New York zertifiziert werden, bevor wir losfahren konnten. Sie hofften, dass wir am nächsten Tag dann um 18 Uhr ablegen.

      Rockland soll auf jeden Fall angelaufen werden, da MS Fram dort zum ersten Mal erwartet wird und Bar Harbor wurde gecancelt. Das Expeditionsteam wollte ein Programm für den Folgetag zusammenstellen, über das wir noch am Abend informiert werden sollten.

      Diese Nachricht hatte mich nun doch irgendwie getroffen. Ich hatte mich doch so sehr auf die Tage in Maine gefreut. Tolle Landschaften, viel Natur und Ruhe waren uns für diesen Streckenabschnitt versprochen. Schon zu Beginn der Reise wurden wir ja informiert, dass dort der Hafen Bucksport nicht angelaufen werden kann, weil er noch nicht geöffnet hat. Nun kamen wir also auch nicht nach Bar Harbor, wo wir einen vielversprechenden Ausflug in einen Nationalpark unternehmen wollten.

      Auch der schöne 2. Tag in Boston konnte meine Stimmung nicht aufhellen. So legte ich mich erst mal in meine Koje, hörte Musik und ließ das Abendessen ausfallen. Irgendwie wollte ich niemand sehen und sprechen. Später drehte ich noch unendlich viele Runden auf Deck 7 und 8 bis ich dann müde ins Bett fiel.
      Gruß JKmuc

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      Donnerstag, 19.04.2018 Bar Harbor Boston 3. Tag

      Als ich aufwachte, kam es mir schon recht dunkel in der Kabine vor. Heute war es regnerisch. MS Fram musste am Cruiseport etwas nach hinten geschleppt werden, da der normale Terminalbereich anderweitig benötigt wurde. Allerdings haben wir im Tagesverlauf davon gar nichts mitbekommen. Wir wurden eben nur nass, wenn wir das Schiff verließen, da wir nicht über die Fahrgastbrücke aussteigen konnten :negative:

      Hurtigruten musste sich ja nun für den 3. Tag in Boston wieder etwas einfallen lassen. Wir hatten die Auswahl zwischen einem 5stündigen Busausflug nach Salem nördlich von Boston oder dem Besuch des Aquarium bzw. des Museums of Fine Arts. Da auch für den weiteren Tagesverlauf Regen vorhergesagt war, wir keine Lust auf Busfahren bzw. unzählige Kinder-/Schülergruppen im Aquarium hatten (es waren gerade Ferien), entschieden wir uns für das Museum. U-Bahn-Ticket und Eintritt wurden von Hurtigruten bezahlt und 2 Mitglieder des Expeditionsteams begleiteten uns. Die Organisation war etwas improvisiert, aber egal.

      Das „Museum der schönen Künste“ selbst ist ein tolles Gebäude…



      …mit ca. 450.000 Kunstwerken, darunter teils sehr interessante Exponate, wie dieses Beispiel hier zeigt:



      Ich muss ja ehrlich gestehen, dass mich diese ganzen Gemälde und Skulpturen nicht wirklich interessieren :hmm: Stefan allerdings mag die alten Meister und es zog ihn zu den Europäischen Malern wie van Gogh, Munch, Renoir, Monet, Hans Memling, Rembrandt, Rubens oder Lucas Cranach. Na ja, dieses Bilder waren auch recht schön anzuschauen, muss ich gestehen :pardon: Am Ende war sogar noch Meissner Porzellan zu sehen. Wahnsinn wie schnell doch 3 Stunden vergehen.

      Ein Museumsbesuch macht hungrig und so stärkten wir uns in einem Bistro. Anschließend fuhren wir mit der U-Bahn zurück in Richtung Shuttlebus-Station und waren gegen halb 5 zurück auf dem Schiff.

      Alle waren nun sehr gespannt, ob die Reparaturarbeiten erfolgreich verlaufen sind. Gegen halb 6 kam die Durchsage, dass alles recht gut auszusehen scheint und in Kürze ein Testlauf stattfindet. Dieser war dann eine halbe Stunde später auch geglückt. Wegen der Zertifizierung und Fertigstellung der Unterlagen dazu verschob sich unsere Abfahrt nochmals etwas nach hinten, aber gegen 21:30 Uhr legten wir endlich ab und MS Fram verließ nach 3 Tagen Boston. Der Blick zurück auf die Skyline war noch mal sehr schön…



      Nach einigen Runden auf den Außendecks hatte ich genügend Seeluft geschnuppert und verinnerlicht, dass es nun endlich weitergeht. Mit der Vorfreude auf den kommenden Tag fiel ich müde ins Bett :sleeping:
      Gruß JKmuc