Ganz ohne Schiff durch den Iran - 7. bis 21. Oktober 2017

    • 2017
    • Ganz ohne Schiff durch den Iran - 7. bis 21. Oktober 2017

      Nicht nur nordische Landschaften sondern auch Orient und Maghreb haben das Potential, bei uns eine starke Reisesehnsucht zu wecken. Ägypten, Jordanien und die Emirate, die Türkei, Tunesien und Marokko hatten wir schon auf Rundreisen kennenlernen dürfen. Nachdem Freunde von uns im Jahre 2001 den Iran bereist und uns mit ihren Dias begeistert hatten, war dieses Land schließlich auch noch auf unseren Reisewunschzettel gekommen. Zwar gab es immer wieder andere Prioritäten, wie etwa ausgedehntere Norwegenreisen ;) , als aber auch Andere aus unserem Bekanntenkreis inzwischen Persien bereist hatten und begeistert zurückgekehrt waren, griffen wir unseren alten Plan endlich auf und buchten gemeinsam mit Freunden eine Rundreise bei Studiosus für Oktober dieses Jahres.

      Neben den üblichen Reisevorbereitungen kam in diesem Fall für uns zwei Frauen noch die Wahl der geeigneten Kleidung hinzu. Besonders wichtig ist das Kopftuch, das in der Öffentlichkeit auch von Ausländern stets getragen werden muss. Die Arme müssen bis zu den Handgelenken und die Beine bis zu den Fußgelenken bedeckt sein. Bloße Füße in Sandalen sind aber erlaubt. Das Oberteil darf nicht eng anliegen und soll die Oberschenkel zur Hälfte bedecken. Die Farbe spielt keine Rolle mehr, nur transparent darf der Stoff natürlich nicht sein. Wenn man dann seinen Kleiderschrank durchforstet, bleibt eigentlich nicht viel übrig, das den Anforderungen entspricht: Hochgeschlossene, lange Oberteile haben dann z.B. dummerweise nur einen Dreiviertelärmel oder lange Schlitze in den Seiten. :( Zwei übrig gebliebene Teile aus den 90er Jahren konnte ich aber tatsächlich verwenden. Ansonsten hieß es also, die Läden nach möglichst billigen, herabgesetzten Kleidungsstücken zu durchforsten und auch mal in ein Geschäft für islamische Kleidung zu gehen.
      Schließlich hatte ich eine Kollektion zusammen und probierte damit diverse Kombinationen aus:



      So ausgestattet konnte die Reise losgehen.



      Tag 1: Flug nach Teheran – 7.10.2017

      Die Anreise nach Teheran erfolgte von Hamburg aus über Frankfurt mit der Lufthansa.

      Wir waren so zeitig am Hamburger Flughafen, dass man uns Vier auf einen früheren Inlandsflug umbuchte, damit wir unsere Anschlussmaschine auf keinen Fall versäumen sollten. Unsere Freunde hatten überraschenderweise Einweggläser und Piccolofläschchen mit Sekt im Handgepäck, um auf das Gelingen der Reise anstoßen zu können. :thumbsup: Diesen Umtrunk mussten wir dann in aller Eile vor der Sicherheitskontrolle beim Abfalleimer zelebrieren, denn mit Flüssigkeiten hätte man uns ja nicht hindurch gelassen.

      Da wir auf dem Flug nach Frankfurt Restplätze zugewiesen bekommen hatten, saßen wir über die ganze Maschine zerstreut. Auf dem etwas mehr als 5-stündigen Flug nach Teheran konnten wir dann aber unsere gebuchten Plätze einnehmen. Um 20:25 Ortszeit, landeten wir auf dem Imam-Khomeni-Airport und die Frauen wurden per Durchsage darauf aufmerksam gemacht, vor Verlassen der Maschine die Kopftücher anzulegen.

      Nach Passkontrolle und Gepäckband fand sich die Reisegruppe in der Halle zusammen. Unser Reiseleiter für den Transfer gab uns hier noch Zeit, uns mit der Landeswährung zu versorgen. Pro Person durften jedoch in der Wechselstube nur 50 Euro umgetauscht werden. Das entspricht etwa 2 Millionen Iranischen Rial. :8o:
      Meine als Souvenir mitgebrachten „kleinen“ Geldscheine in Höhe von 5000, 10 000 und 50 000 Rial sind also etwa 0,12 Euro, 0,25 Euro und 1,25 Euro wert.



      Damit kommt man nicht weit und es ist klar, dass wir in den Basaren und Restaurants immer mit dicken Stapeln ungewohnt hoher Geldscheine umgehen mussten. Ausländische Kreditkarten können leider nirgends akzeptiert werden.

      Nachdem wir im Flughafengebäude noch Bekanntschaft mit den hier allgemein üblichen Stehtoiletten gemacht hatten, brachte uns ein Bus zu unserem sehr komfortablen Laleh-Hotel, in dem wir zwei Übernachtungen haben sollten. Aus dem Fenster unseres Zimmers konnten wir das neue Wahrzeichen von Teheran leuchten sehen, den 2008 errichteten Fernsehturm.



      Gespannt auf den nächsten Tag gingen wir zu Bett und sahen dabei einen Pfeil an der Decke, der uns die Richtung nach Mekka wies.





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    • @Laminaria
      Oh wie habe ich auf deinen Bericht schon gewartet und so war meine Freude riesengroß, als ich mich eben nochmal an den PC setzte und durch den Titel des Reiseberichtes wie elektrisiert war.
      Toll die Beschreibung der Reisevorbereitung ! :love:
      Da ich 1976 selber im Iran war ( damals noch Persien genannt mit dem Schah als Herrscher) ist natürlich dein Reisebricht aus aktueller Zeit für mich besonders interessant.
      Ich freue mich auf die Fortsetzung !
      Liebe Grüße von Trollebo

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    • Tag 2: Teheran – 8.10.2017

      Am ersten Tag war man gnädig mit uns und wir durften ausschlafen. Erst um 9:30 Uhr sollten wir uns im Foyer des Hotels versammeln und unseren Reiseleiter kennenlernen. Mehdi Moghaddasi, den wir praktischerweise mit dem Vornamen anreden durften, spricht perfekt deutsch. Sein Vater war viele Jahre lang in Hamburg für eine iranische Firma tätig gewesen, so dass die Kinder deutsche Schulen besuchten und Mehdi in Hamburg sein Abitur gemacht hatte. Er ist 35 Jahre jung und hat uns in den 14 Tagen sehr kompetent und freundlich zugewandt betreut.

      Nun lag also ein Tag in Teheran vor uns. Es handelt sich um eine moderne Metropole mit 8 Millionen Einwohnern, die an den Südhängen des Elburs-Gebirges auf einer Höhe von 1100 bis 1700 Metern liegt. Erst seit 1789 ist sie Hauptstadt; davor bevorzugten die Fürsten es, ihre Residenzen in östlicheren Städten wie z.B. Isfahan und Schiraz zu haben. Sehenswert sind die Palastbauten der Herrscher, der große Basar und viele sehr gute Museen.

      Auf dem Weg in die Innenstadt kommen wir an einem bunten Kindergarten vorbei und wundern uns über den starken Autoverkehr und die vielen Taxis. Sogar extra Taxis für Frauen gibt es hier.



      Unser Ziel für den angebrochenen Vormittag, war das große Nationalmuseum, das 1937 von französischen Archäologen gegründet worden war. Wir beschränkten uns dabei auf das Archäologische Museum, das Funde aus der Steinzeit bis zur Zeit der präislamischen Sassaniden beherbergt.



      Der Gang durch das Museum war bereits eine gute Einführung in Bezug auf die archäologischen Stätten, die wir insbesondere in der ersten Woche der Reise aufsuchen sollten.

      Ohne Mittagsrast ging es weiter zu unserem anderen Programmpunkt, der Saadabad-Palastanlage, welche seit dem 19. Jahrhundert die Sommerresidenz der jeweiligen Herrscher war. Sie umfasst ein Areal von 110 Hektar und liegt deshalb ganz am höchstgelegenen Rand von Teheran, wo es im Sommer angenehm kühl ist im Vergleich zu den tiefer gelegenen Stadtteilen. Hier oben hat auch die Oberschicht Teherans ihre Häuser. Der Park ist ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische. So verwundert es nicht, dass in einiger Entfernung vom Eingang eine lange Reihe von Tischen stand, an denen „Sinnvolle Aktivitäten für Kinder“ angeboten wurden. Junge Iranerinnen waren Kindern dabei behilflich zu töpfern, mit Farben zu experimentieren oder an einem Binokular die Oberfläche von Gegenständen zu untersuchen.



      Von den 18 Palastbauten, die sich auf dem Gelände befinden, besichtigten wir den Weißen Palast. Angesichts der schlichten Fassade ist man etwas überrascht, dass sich in der oberen Etage etliche sehr prunkvolle Repräsentationsräume befinden. Als Beispiel mag die Aufnahme einer Seite des großen Festsaals dienen.



      Das Gebäude hat eine interessante Geschichte, denn hier fand 1943 die Konferenz von Teheran statt, an der Roosevelt, Churchill und Stalin teilnahmen, um über ihre weitere Kriegsstrategie und die Nachkriegsordnung inklusive einer Teilung Deutschlands zu beraten.

      Ich habe es etwas bedauert, dass wir nicht lieber den ungleich prächtigeren Golestan-Palast im Zentrum von Teheran besucht haben, der auch Residenz und Krönungsort von Mohammed Reza Shah 1967 gewesen ist.

      Aber in der schönen Parkanlage auf 1700 Meter Höhe hatten wir sehr angenehme Temperaturen und konnten in einem kleinen Gartenrestaurant endlich auch einen Imbiss zu uns nehmen. Ein Mittagessen der Gruppe war nicht eingeplant gewesen und wir hatten es versäumt, bereits am Museum einen kleinen Snack zu kaufen. Entsprechend groß war jetzt gegen 15 Uhr der Appetit. Die Speisekarte gab es leider nur in persischer Schrift, man konnte aber auf Bilder zeigen – leider ohne Größenvergleich. Ich wählte etwas, das Panini sein sollten und bekam zwei riesige, gefüllte Fladen, die wir kaum bewältigen konnten. Einer hätte für uns beide gereicht.

      Um 16:00 brachen wir zu unserem Bus auf, denn Mehdi fürchtete die Rushhour. Schließlich mussten wir uns einmal quer durch den Innenstadtverkehr quälen, um unser Hotel zu erreichen.

      Dort konnten wir in Ruhe entspannen, bevor es wieder mit Essen weiter ging. Das Laleh-Hotel hat einen kleinen Speiseraum, der ganz und gar orientalisch dekoriert ist. Dieser war für uns reserviert und wir konnten hier speisen wie im Märchen von 1001 Nacht. Ich wählte ein landestypisches Gericht: Sellerieeintopf mit Lammfleisch.





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    • @Laminaria
      Danke, danke, danke für diesen interessanten Berichtsstart.
      Bei den Bildern aus dem Museum kommen bei mir Erinnerungen hoch. Aber vieles hat sich doch verändert seit den 70er Jahren.
      Mit dem Lesen muß ich nun eine kleine Pause machen, sind nämlich auf einer Kurzreise. Aber vielleicht gibt es im Hotel WLAN .
      Bitte weiter so !!!! Auch wenn ich weiß, wie arbeitsreich so ein Reisebericht ist.
      Liebe Grüße von Trollebo

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    • Die Veränderungen seit den 70er Jahren sind sicher besonders gravierend. Freunde von uns, die vor 16 respektive 10 Jahren im Iran waren, sagen nun, dass sich in dieser relativ kurzen Zeit wiederum Einiges zum Positiven verändert habe. Darauf komme ich an anderer Stelle noch zu sprechen.

      Viele Grüße
      Laminaria




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    • Tag 3: Von Teheran nach Hamadan - 9.10.2017

      An diesem Morgen lernten wir unseren Busfahrer Jamal kennen. Er war am Tag zuvor noch auf einer Behörde damit beschäftigt gewesen, seine Lizenz zu verlängern. Da es laut Mehdi sehr viele Verkehrsunfälle mit Bussen gegeben hat, sind die Anforderungen an die Fahrer sehr hoch geworden.

      Es gibt verschiedene Kategorien von Fahrern, je nachdem wie groß der Bus ist, den sie lenken dürfen, und wie lang ihre Berufserfahrung ist. Das spiegelt sich in der Kleidung wieder. Außerhalb der Stadt müssen Reisebusfahrer ein weißes Uniformhemd tragen und die Streifen auf der Schulter kennzeichnen ihre Befähigung. Unser Jamal hat 4 Streifen. Das erinnerte uns natürlich stark an einen Schiffsoffizier. :D

      Der Bus war sehr komfortabel, denn die Sitze waren recht breit. Links gab es Einzelsitze und rechts Zweierplätze. Wir wurden ermahnt, stets angeschnallt zu fahren. Eine freundliche Geste war das Fähnchenpaar vorn im Busfenster. :)



      Auch in Restaurants ist es übrigens üblich, den Gästen ihre Nationalfahne auf den Tisch zu stellen. Es gibt immer ein Regal mit einem regelrechten Fähnchenwald zur Auswahl. Die meisten Reisenden sind allerdings Deutsche und Franzosen. Auch eine amerikanische Fahne haben wir aber einmal auf einem Tisch stehen sehen. Mehdi sagte dazu: „Wir haben ein Problem mit der amerikanischen Regierung, nicht mit den Bürgern.“ :thumbup:

      Zunächst fuhren wir durch den dichten Verkehr noch zu dem anderen Wahrzeichen Teherans, dem 1971 zur 2500-Jahrfeier des persischen Kaiserreichs errichteten Azadi-Monument. Dann verließen wir die Stadt.



      An dieser Stelle wird es Zeit, den Verlauf unserer Rundreise zu erwähnen. Natürlich hat der Veranstalter uns mit den Unterlagen einen schönen Plan zugeschickt. Da ich daran aber keine Rechte habe, füge ich hier meine eigene dilettantische Zeichnung des Iran mit unserer Route bei.



      Wir fuhren also zunächst nach Südwesten und besuchten archäologische Stätten unweit der Grenze zum Irak. Dann hatten wir drei Übernachtungen in der schönen Stadt Schiraz und überquerten das Zagros-Gebirge. Nach den Highlights Yasd (2 Nächte) und Isfahan (3 Nächte) kehrten wir nach Teheran zurück.

      Unsere nächste Etappe von 340 km führte also von Teheran nach Hamadan. Beim Verlassen einer Stadt und bei Provinzgrenzen gibt es immer Straßenkontrollen. Die Busfahrer werden zwar per GPS verfolgt, so dass die Fahr- und Ruhezeiten überprüft werden können, müssen sich aber zusätzlich persönlich bei jeder Kontrollstation melden. Auch in den Bus wird manchmal hineingeschaut, weshalb Mehdi vorsichtshalber immer noch einmal an die Sicherheitsgurte und die Kopftücher erinnerte. Eigentlich ist es verboten, die Kontrollpunkte zu fotografieren, aber ich wagte dennoch einen verstohlenen Schuss durchs Fenster.



      Wir fuhren dann eine Weile durch eine relativ ebene, landwirtschaftlich genutzte Gegend. Im Oktober waren viele Felder natürlich schon abgeerntet oder gepflügt. Im Frühling dürfte die Landschaft grüner und schöner aussehen.



      Mittags hielten wir an einer Tankstelle mit kleiner Raststätte zwecks „technischer Pause“. Hier sahen wir auch zum ersten Mal einen dieser blaugelben Spendenkästen für wohltätige Zwecke, die zahlreich im ganzen Land aufgestellt sind. Wohltätigkeit ist ja eine der 5 Säulen des Islam.



      Eine Stunde später machten wir noch einen Fotostopp bei einer Gedenkstätte für den 1. Golfkrieg 1980-1988. In der Anlage sah man Flugzeuge, Panzer, Hubschrauber und anderes Kriegsgerät, dazu auch Tribünenplätze und einen See, auf dem offensichtlich Wasserspiele stattfinden können. Die Art der Veranstaltung mochten wir uns nicht so recht ausmalen. ?( Es ist auf jeden Fall so, dass der Krieg im Iran noch sehr präsent ist. In vielen Orten fielen uns an zentraler Stelle Plakate mit den Portraits der Gefallenen auf.



      Etwa um 14:30 Uhr erreichten wir schließlich das Hauptziel des Tages: Das Ganj-Nameh-Tal in den Ausläufern des Alwandgebirges mit seinen beiden Keilschrifttafeln.
      Dieser Ort mit kühlendem Wasserfall und Seilbahn ist ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und das Campingverbot wird nicht immer ganz ernst genommen. Vorbei an einem Imbiss-Stand mit nicht genau identifizierbarem Angebot machten wir uns an den kurzen Aufstieg und standen bald vor den beiden beeindruckenden Inschriften aus achämenidischer Zeit.





      Die linke stammt von Darius I. (522-486 v. Chr.), die rechte von Xerxes I. (486-465 v. Chr.). Jede umfasst 3 Rubriken in 3 Sprachen: Altpersisch, Neuelamisch und Neubabylonisch. Solche dreisprachigen Keilschrifttexte gleichen Inhalts gibt es an mehreren Stellen. An ihnen konnten im 19. Jahrhundert zunächst die altpersische und dann auch die beiden anderen Sprachen entschlüssselt werden. Die gleichlautenden Texte bestehen in der Nennung der Königsnamen und Huldigungen an Ahura Mazda, den Gott des Zoroastrismus (Religionsstifter Zarathustra).

      Nachdem Jamal uns mit Kaffee, Tee und Gebäck gestärkt hatte, fuhren wir weiter und erreichten das Ziel der heutigen Etappe, die Stadt Hamadan. Hier besuchten wir zuerst das Grabmal des Abu Ali Sina, genannt Avicenna, eines persischen Arztes und Universalgelehrten im 11. Jahrhundert, der uns auch durch das Buch und den Film „Der Medicus“ bekannt geworden ist. Dem Mausoleum aus dem Jahre 1951 ist ein kleines Museum angeschlossen.



      Letzter Programmpunkt des Tages war der Besuch des steinernen Löwen, der von Alexander dem Großen in Auftrag gegeben worden sein soll. Er sieht deshalb so abgenutzt aus, weil er früher nicht auf einem Podest stand und daher immer wieder aus abergläubischen Gründen angefasst werden konnte.



      Unser Hotel in Hamadan war wie gewohnt sehr angenehm. Vor dem Abendessen hatten wir noch ein wenig Zeit zu einem Spaziergang und dann konnte der gemütliche Teil des Abends beginnen - natürlich ohne Alkohol.




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    • Tag 4: Von Hamadan nach Kermanschah – 10.10.2017

      Die zurückzulegende Strecke betrug an diesem Tag nur 180 Kilometer, weshalb es genügte, um 8:30 Uhr aufzubrechen. Wir fuhren durch die Provinz Kermanschah, die südlich der iranischen Provinz Kurdistan liegt und an den Irak grenzt. Wieder fuhren wir lange durch fruchtbare Ebenen.



      Dabei begegnete uns zweimal eine Gruppe von Männern, die zu Fuß auf der anderen Straßenseite unterwegs waren. Mehdi erklärte uns, dass es sich um Pilger handele, die aus Pakistan oder dem östlichen Iran unterwegs nach Kerbela und Nadschaf seien, den heiligen Städten der Schiiten. In Kerbela wurde Hussein, der als Märtyrer verehrte dritte der zwölf schiitischen Imame, in einer Schlacht am 10. Tag des islamischen Monats Muharram im Jahre 680 getötet. Schiiten begehen diesen Jahrestag mit einem Trauerfest, das sich im gregorianischen Kalender jedes Jahr um 11 Tage verschiebt. In diesem Jahr fiel der Aschura-Tag auf den 1. Oktober. Getrauert wird aber 40 Tage lang, weshalb wir im ganzen Land an vielen Plätzen, in Basaren sowie öffentlichen und privaten Gebäuden schwarze Fahnen sahen.

      An einem sehr schlichten „Touristen-Restaurant“ legten wir eine Toilettenpause ein. An die Stehtoiletten konnten wir uns zuletzt einigermaßen gewöhnen, trotz des ihnen eigenen strengen Gestanks. ;( Anstelle des Toilettenpapiers findet man stets einen Schlauch, der auch zum Nachspülen verwenden werden kann. Sofern es eine richtige Spülung gibt, ist sie meist so stark, dass der ganze Raum unter Wasser gesetzt wird. Das ist besonders unangenehm, da es fast nirgends einen Haken gibt, an den man eine Tasche oder Jacke hängen kann. :thumbdown: Da ich gerade die Kamera bei mir hatte, konnte ich nicht widerstehen, eine Aufnahme zu machen.



      Am späten Vormittag kamen wir an einer sassanidischen Brücke vorbei und erreichten wenig später unser erstes Ziel: Die Felswände von Bisotun.



      In 70-80m Höhe befindet sich das Darius-Relief, eines der bedeutendsten Reliefs der achämenidischen Zeit. Man sieht es oberhalb eines Gerüstes, das wohl nur von Restauratoren und Wissenschaftlern betreten werden darf. Mit bloßem Auge sind Details nicht zu erkennen, aber die Kamera kann ja zum Glück zoomen.



      Dargestellt ist König Darius I. vor zwei seiner Leibgardisten. Vor ihm stehen neun gefangene aufständische Provinzstatthalter, die sogenannten „Lügenkönige“; sein Fuß steht auf seinem größten Widersacher Gautama. Darüber schwebt eine geflügelte Figur, der Fravahar, der ein Symbol des Zoroastrismus ist.

      Zwischen, neben und unter den Figuren befinden sich große Inschriftflächen, die wieder gleichlautende dreisprachig Texte zeigen: Altpersich, elamisch und babylonisch. Diese Trilingue wurde ab 1835 von dem Engländer Henry C. Rawlinson in jahrelanger Arbeit mühsam kopiert. Er hat dazu täglich die Felswand bestiegen und sich von oben zu den Inschriften abgeseilt. Anhand dieser Kopien konnten die Keilschriften entschlüsselt werden.

      Wir bekamen ein wenig Freizeit, um die Stätte auf uns wirken zu lassen. Es gab einen kleinen See mit schattigen Bäumen, die uns vor der Sonne schützten. Leicht konnten wir auch zu Fuß zwei ältere Karawansereien besuchen. Bevor die Fahrt wieder weiter ging, teilte Jamal am Bus noch Getränke und Kuchen aus.

      Wir passierten ein Dorf mit in der Mittagshitze geschlossenen Läden und einem unermüdlichen Obsthändler.



      Dann erreichten wir unser zweites Ziel: Die Felshöhlen von Taq-e Bostan mit ihren Reliefs aus sassanidischer Zeit. Die Sassaniden herrschten von 224-642 n. Chr. und waren somit die letzte Dynastie vor der Islamisierung. Die figürlichen Darstellungen befinden sich in zwei Höhlungen und außen an der Felswand. Das äußere Relief zeigt die Investitur des Königs Ardeshir II. durch zwei Gottheiten. Links sieht man Mithra im Strahlenkranz, rechts übergibt Ahura Mazda den Ring der Königswürde. Die beiden anderen Reliefs von Bild 8 haben ebenfalls die Rechtfertigung von Herrschaftsansprüchen zum Thema.



      Wieder bekamen wir etwas Freizeit am See, bevor wir zur Stadt Kermanschah fuhren, in der wir übernachten sollten.

      Kermanschah ist eine Großstadt mit mehr als einer Million Einwohnern und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Diese ist gerade kürzlich viel in den Medien erwähnt worden, weil dort am 12. November, also vor 2 ½ Wochen, ein schweres Erdbeben stattgefunden hat. Die größten Zerstörungen ereigneten sich in der Grenzstadt Qasr-e Schirin, also 150 km von Kermanschah entfernt. Die Hauptstadt blieb zwar verschont, aber sicher hat man die Erdstöße stark wahrgenommen.

      Wesentlichste Sehenswürdigkeit ist die Tekiyeh Maoven ol-Molk mit ihren überaus reichen Fliesenbildern. Das zentrale Gebäude ist um 1890 errichtet worden, um hier Passionsspiele um das Martyrium des Imam Hussein aufzuführen. Später kamen andere Gebäudeteile hinzu. Die Bilder zeigen diverse historische Szenen, darunter natürlich auch die Geschehnisse in Kerbela. Leider haben wir nur Haupteingang und Innenhof anschauen können, aber auch das hat uns schon sehr beeindruckt.






      Anschließend tauchten wir in das pralle Leben des Altstadtbasars ein. Unter den Gewölben sahen wir die bereits erwähnten schwarzen Trauerfahnen. Das Angebot bestand zum Teil aus ganz traditionellen Waren, wie etwa den immer wieder fotogenen Gewürzen. Daneben fand man aber auch alles, was der moderne Mensch so braucht.



      Wir erlebten hier auch die überaus große Freundlichkeit der Iraner. Die Händler waren in keiner Weise so aufdringlich wie in Basaren anderer Länder. Wer interessiert war, wurde freundlich beraten. Immer wieder suchten die Leute aber einfach nur ein kleines Gespräch, ließen sich gern fotografieren oder holten gar selbst ihre Handykameras hervor, um uns aufzunehmen. Noch nirgends sonst ist es uns passiert, dass uns Leute von der anderen Straßenseite „You are welcome!“ zugerufen haben.



      Außerhalb des Basars sahen wir einen Gebäckladen, in dessen Inneren die kleinen süßen Spezialitäten gerade gebacken wurden. Wir durften eine Weile zuschauen und natürlich auch Aufnahmen machen.



      Auf dem Weg zum Bus fiel mir noch diese Boutique auf.

      Die Jeans dort waren ganz genau so eng geschnitten, wie es gerade bei uns Mode ist, und Mäntel dürfen offenbar inzwischen auch weniger weit und mit Gürtel getragen werden. Die konservativen Damen an der Bushaltestelle gegenüber tragen aber alle den schwarzen Tschador.



      Abends im Hotel saßen wir zum ersten Mal nicht an verschiedenen kleinen Tischen sondern an einer langen Tafel. Das bot Gelegenheit zu der Studiosus-Kennenlernrunde. Wir bekamen alle eine Namensliste und jeder stand kurz auf um sich vorzustellen. Von uns 21 Teilnehmern standen die meisten noch im Berufsleben. Es gab einige Rentner und einige jüngere Leute zwischen 30 und 40 Jahren. Die Reise verlief in dieser Zusammensetzung sehr angenehm und harmonisch.




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    • Tag 5: Von Kermanschah nach Ahwas – 11.10.2017

      An diesem Tag lag eine Etappe von 580 km vor uns. Nach der Abfahrt um 8:30 Uhr führte die Straße zunächst durch das gebirgige Luristan. Die ausgedehnten Erosionsflächen werden von zahlreichen Nomaden bewohnt, die hier ihre Schaf- und Ziegenherden weiden und Gemüse anbauen. Die Kartoffelernte war gerade im Gange.





      Der letzte Schah hatte versucht, die Nomaden sesshaft zu machen, aber nun lässt man ihre bevorzugte Lebensweise in Zelten zu. Sie sind auch keineswegs notwendigerweise arm. Mit ihren blauen, gasgetriebenen Nissan-Pickups fahren sie die Tiere von einer Weide zur anderen. Die Frauen sind farbenfroher gekleidet als es sonst im Lande zu sehen ist. Dieses Mädchen an einer Tankstelle fand unsere Reisegruppe spannend und so haben wir uns halt gegenseitig fotografiert.



      Am späten Vormittag suchten wir wieder eine Raststätte auf, wo Jamal uns wie gewohnt mit heißen Getränken und Gebäck versorgte. Die beiden Kühe auf dem voll beladenen Lastauto taten uns sehr leid. Hoffentlich war die Fahrt für sie nicht mehr lang. :(



      Unser Weg führte uns weiter in die Provinz Khusistan und in die Ebene des Flusses Karun. Diese Gegend nahe dem persischen Golf gehört zur Ebene des Zweistromlandes. Euphrat und Tigris liegen natürlich im Irak, aber historisch ist das Gebiet noch Mesopotamien zuzurechnen.

      Unser erstes Ziel war Susa, ein Ort, der schon im Alten Testament erwähnt wird. Es handelt sich um einen der ältesten, nachweislich durchgehend besiedelten Orte der Welt. Die frühesten Funde gehen auf das ca 4000 Jahre v.Chr. zurück. Nach 3000 v. Chr. wurde Susa Hauptstadt des elamischen Reiches. Zu biblischer Zeit war sie eine Residenzstadt der Achämeniden. Aus dieser Zeit, etwa ab 520 v.Chr., stammen auch die Überreste des Palastes von Darius und der Apadana-Halle (Audienz- und Versammlungsraum).
      Susa ist mehrfach stark zerstört worden, z. B.220 v.Chr. in seleukidischer Zeit und 339 n.Chr. durch die Sassaniden. Zumeist sieht man daher nur noch Grundmauern, Säulen- und Kapitellreste. Am auffälligsten ist eine zinnenbewehrte Festung, welche die französischen Archäologen zu ihrem eigenen Schutz errichtet hatten.



      Waren wir bisher noch in höher gelegenen Gebieten unterwegs gewesen, so machte uns im nahezu auf Meereshöhe befindlichen Susa doch die Hitze von 35 Grad sehr zu schaffen. :hechel: :totumfall: Niedrige Grundmauern bieten nun einmal keinen Schatten und die wenigen kleinen Dächer beschützten nur einzelne Ausgrabungsteile. Auch der Hauch der Geschichte, den man hier eigentlich hätte spüren sollen, sorgte nicht wirklich für Abkühlung. :D Wie habe ich unsere Männer beneidet, die kurzärmelig und ohne Kopftuch unterwegs sein konnten! Im Laufe der Zeit hatten wir allerdings schon bemerkt, dass die in den Reiseführern angegebenen Kleidervorschriften zumindest bei Touristen nicht so streng ausgelegt werden. :thumbsup: Hemdblusen normaler Länge, die einigermaßen das Gesäß bedecken, sind absolut in Ordnung. Auch bei bloßen Unterarmen hat niemand uns gerügt. Ich hätte mir die Anschaffung mehrerer extra langer Oberteile eigentlich sparen können. Als Kopftücher habe ich gern diese Loops verwendet: Eine Schlinge über den Kopf, die andere um den Hals und schon kann nichts mehr verrutschen beim Fotografieren. Aber die vielen Stoffschichten um den Hals waren ein wirklicher Nachteil. :(

      Ich muss also gestehen, dass meine geistige Aufnahmefähigkeit in Susa nicht sehr groß war und ich froh war, als wir endlich an einem Springbrunnen Mittagsrast halten konnten. Mein Göga hatte allerdings noch die Energie, zur französischen Festung hinauf zu gehen, um einen Blick über die Anlage zu haben. Dabei konnte man auch in der Nähe das mutmaßliche Grab des Propheten Daniel sehen, das von Juden und Muslimen verehrt wird.



      Am Nachmittag erreichen wir unser zweites archäologisches Ziel, nämlich Tschoga Sambil. Es handelt sich hier eine elamische Residenzstadt, das antike Dur Untasch. Die Zikkurat, wie die stufenförmigen Tempelanlagen Mesopotamiens genannt werden, wurde im 13. vorchristlichen Jahrhundert errichtet und ist eine der besterhaltenen ihrer Art. Ursprünglich 52 m hoch misst sie nach einer Bombardierung im 1. Golfkrieg nur noch 25m. Sie ist ganz massiv aus Millionen luftgetrockneter Lehmziegeln errichtet worden und war außen mit glasierten Ziegeln verziert.



      In der Abenddämmerung verließen wir auch diese Stätte und fuhren in die Stadt Ahwas, wo wir übernachten sollten.




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    • @Laminaria
      Nach der Rückkehr von unsrer Kurzreise hatte ich einiges nachzulesen.
      Du machst dir so viel Mühe mit deinem Bericht. Dafür danke ich dir von ganzem Herzen.
      Euer Besuch der historischen Stätten läßt bei mir viele Erinnerungen hochkommen, vieles hatte ich natürlich in den 41 Jahren seit ich dort war, längst vergessen, aber interessiert mich noch immer.
      Nahe geht mir die Beschreibung der persönlichen Begegnung mit den Menschen des Landes. Danke auch dafür.
      Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung !

      .
      Liebe Grüße von Trollebo

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    • Vielen lieben Dank für eure freundlichen Rückmeldungen. Da macht das Schreiben richtig Spaß. :)

      @Trollebo Ich hätte gern auch den Vergleich mit dem Iran vor 41 Jahren gehabt. Zu jener Zeit haben wir aber noch keine Fernreisen unternommen und unsere Reisegelüste richteten sich mehr in Richtung Westen als in den Orient. So kann man sich verändern.

      Viele Grüße
      Laminaria




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    • Tag 6: Von Ahwas nach Schiras – 12.10.2017

      Als es morgens hell wurde, konnten wir von unserem Fenster aus den Fluss Karun sehen. Es blieb das einzige Gewässer, das wir auf unserer Reise zu sehen bekommen würden.



      Die Tagesetappe sollte an diesem Tag 580 km lang sein und die Überquerung des Zagrosgebirges stand an. Deshalb waren wir schon um 7:30 unterwegs. Weiter ging es durch das ebene Khusistan und wir passierten dabei einige Ölfelder. Diese Grenzprovinz war während des Irak-Iran-Krieges besonders umkämpft.



      Schon zuvor hatten wir aus dem Busfenster immer wieder auf den Ziegelmauern von Dörfern kräftig aufgemalte Schriftzüge gesehen. Ich fragte Mehdi, der praktischerweise im Bus direkt vor mir saß, ob es sich um fromme Sprüche handeln würde. Das verneinte er lachend. Es sei einfach nur Werbung. :D



      Irgendwann verließen wir die Ebene und es wurde wieder gebirgig. Mittagsrast machten wir diesmal an einer sehr malerisch gelegenen kleinen Gaststätte. Während der Essensvorbereitungen hatten wir ein wenig Zeit, den Hügel hinter dem Gebäude hoch zu gehen und unter schattenspendenden Steineichen stehend die Landschaft zu genießen.



      Nach einer Weile ging ich hinunter, um für uns Vier schon mal einen schattigen Diwan auszusuchen. Das sind teppichbespannte Metallgestelle, die zur Vorderseite hin offen sind. Iraner ziehen normalerweise die Schuhe aus, klettern ganz hinauf und breiten das Essen vor sich aus.
      Auf dem benachbarten Diwan saßen drei junge Frauen. Eine von ihnen hatte ein Tablett mit Tee geholt und reichte mit spontan ein Glas hinüber. :) Das fand ich ganz rührend und ich freute mich, mit ihr ein paar Sätze auf Englisch wechseln zu können.



      Unsere beiden Betreuer hatten mit unserer gemeinsamen Mittagessenkasse eingekauft und ein kleines Buffet improvisiert.



      Wir hätten zusätzlich auch Fleischspieße vom Grill in dem Mini-Restaurant erstehen können. Man beachte die Konstruktion mit Ventilator und Föhn! Solche Modelle haben wir später auch in Elektroläden von Basaren gesehen.



      Unser archäologisches Ziel war danach die sassanidische Residenzstadt Bischapur. Wir bewunderten die wuchtigen Mauern des Anahita-Tempels und betrachteten dann den verfallenen Palast auch von einer Anhöhe aus.



      In der nahegelegenen Chowgan-Schlucht sahen wir anschließend drei Felsreliefs aus sassanidischer Zeit. Das Beispiel auf Bild 14 ist unschwer als Darstellung einer Investitur zu erkennen: Ahura Mazda übergibt wieder einmal den Ring der Königswürde, diesmal an Bahram I.



      Die Dörfer, durch die wir danach fuhren, sahen in der Abendsonne besonders hübsch aus.



      Bevor dann der Bus die Passhöhe in Angriff nahm, legten wir einen Fotostopp vor der Persischen Pforte ein. Durch diese enge Schlucht zog 330 v.Chr. Alexander der Große mit seinem Heer, bevor er Persepolis einnahm.



      Oben auf dem Pass hielten wir noch einmal und konnten die schmale Öffnung im Gebirge dann im schwachen Gegenlicht noch tief unter uns erkennen. Dann bogen wir nach Norden ab und bestaunten den Sonnenuntergang im Gebirge durch das Fenster.



      Um 19 Uhr erreichten wir unser Hotel in Schiras, wo die Tafel bereits für uns gedeckt war. Ich bestellte wie so oft den Eintopf mit Reis.





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    • @Laminaria
      Da ich heute sehr früh aufstehen mußte, konnte ich deinen Bericht vom 6. Reisetag schon beim Frühstück lesen.
      Der Besuch archäologischer Stätten ist ja immer ein wichtiger Punkt auf einer Iran-Reise und ich kann mich an den Besuch von Persepolis auf meiner Reise 1976 gut erinnern.
      Durch deine Bilder bekommt man einen sehr guten Eindruck von der Landschaft und dein Text ergänzt dazu das Bild der Menschen.
      Ich bin auf die Fortsetzung gespannt.
      Liebe Grüße von Trollebo

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    • Trollebo schrieb:

      Der Besuch archäologischer Stätten ist ja immer ein wichtiger Punkt auf einer Iran-Reise


      Für meinen Mann war die erste Hälfte der Reise auch eine besondere Aneinanderreihung von Höhepunkten. Sehr interessant fand ich die Stätten auch, aber wenn man am Ende der Trockenzeit durchs goldgelbe Land fährt und dann durch sandfarbene Ausgrabungen geht, fehlt einem dann etwas Farbe. Ich sehnte mich also danach, endlich zu den Städten Schiras und Isfahan zu kommen und die farbenprächtigen Moscheen mit eigenen Augen zu sehen.

      Die zweite Reisewoche wird bunter, versprochen! :)

      Viele Grüße
      Laminaria




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    • Hallo @Laminaria, ich bin leider erst jetzt dazu gekommen, die ersten Teile Deines Reiseberichts zu lesen, dafür aber gleich in einem Rutsch.

      Dein Bericht ist hochinteressant und wunderbar geschrieben, so dass ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung freue. Außerdem ist es faszinierend auch mal einen Reisebericht über ein Land und seine Menschen zu lesen, das nicht unbedingt als Reiseziel gilt oder mit Tourismus in Verbindung gebracht wird.

      Mich interessiert der Iran schon seit meiner Kindheit, denn die beste Freundin meiner Mutter war über 40 Jahre mit einem Iraner verheiratet und ich hätte gerne die Gelegenheit genutzt, mit ihm und der Familie das Land zu bereisen. Doch als ich dafür alt genug war, waren das die ersten Jahre nach der Revolution und die Zeit des Krieges mit dem Irak, so dass mir das Risiko doch zu hoch war. Und dann war er zu alt, um die doch anstrengende Reise in die Heimat noch zu unternehmen. Doch vielleicht ist eine solche Rundreise in den nächsten Jahren mal ein Thema...
      Grüße
      Jörn

      09/14 FM, 05/15 + 05/17 TF
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