MS "Finnmarken" 5.-16.3.2017

    • B-K-B
    • Auch wenn ich mich wiederhole... Die beleuchteten Stockfisch-Gestelle (122) bei der Hafeneinfahrt in Svolvaer sind immer wieder sehenswert! Aber die größte Stadt auf den Lofoten hat für den Fotografen auch abends noch mehr zu bieten (123, 124, 125), und ein kleiner Spaziergang lohnt sich auch bei jedem Wetter; diesmal war's zumindest trocken.
      Bei einem kleinen Deckrundgang am nächsten Vormittag entdeckte ich etwas, was das Herz jedes Sprach- und Übersetzungsinteressierten höher schlagen lässt (126). Merke - es macht keinen Sinn, zu hoffen, dass man in einem Rettungsboot/einer Rettungsinsel Dinge findet, die auch andernorts gesetzlich verboten sind...
      Die Polarkreis-Kugel fuhren wir aufgrund des hohen Seegangs diesmal von der anderen Seite an (127). Nicht anders war, dass man den Löffel mit Gravur nur dann sein eigen nennen durfte, wenn man ihn sich davor mit einem Schlückchen des Wundermittels "Lebertran" verdiente. Auch wenn das folgende Bild des Autors dieser Zeilen den Eindruck erweckt, als schreite er zu seiner eigenen Hinrichtung (128), so schmeckte die Sache doch viel weniger übel als allgemein behauptet. (PS: Die Eiswürfel-Zeremonie bei der Hinfahrt hatte ich mir auch diesmal wieder erspart).
      Stockfisch - ein anderes Kapital, 'mal so (129) und 'mal so (130); die erste Variante ist eher als Mittel zur Selbstverteidigung geeignet, die zweite schmeckt durchaus lecker. (Wobei man natürlich auch diesbezüglich verschiedener Meinung sein kann). Wozu aber die (131) noch gebraucht werden können, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
      Tja, und ein weiterer Grund, zumindest noch ein Drittesmal auf HR-Fahrt zu gehen, ist, dass es mir auch 2017 nicht vergönnt war, die sieben Schwestern "unbekleidet" (soll heißen: ohne durch Nebel verhüllt zu sein) zu sehen. Habe mich daher auch mit einer Aufnahme von deren vier zufrieden gegeben (132).

      (Noch lagen zwei weitere Tage vor uns)
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      Bei der Fahrt nach Bronnoysund lachte das Fotografenherz wieder kräftig (133) - und der Gaumen ebenfalls, als ich mir gleich nach der Ankunft das lang ersehnte, oft erwähnte Eis vergönnte. Zwar nicht die Soft-Version, aber trotzdem sehr lecker! Wer es mir demnächst nachmachen möchte - hier gleich die dazugehörige Preisliste (134).
      Dermaßen gestärkt machte ich mich auf den Weg zur Pfarrkirche, aus Stein im neugotischen Stil erbaut (135). Diesmal war mir leider nicht das Glück beschieden, einen Blick ins Innere machen zu können, was mich aber insofern nicht störte, als es noch andere interessante Dinge im Ort zu sehen gab, z.B. (136).
      Schon bald nach der Abfahrt zeigte sich uns der berühmte Torghatten (137), allerdings leider "ohne Loch", da laut Durchsage die Wetterumstände den Abstecher dorthin nicht zuließen. Schaaaaaaaaaaaaade - aber natürlich wird sich unser Kapitän etwas dabei gedacht haben. Meine Kamera bekam trotzdem viel zu tun (138, 139, 140).
      Vor dem Schlafengehen noch ein ganz kurzer (weil verregneter) Spaziergang in Rorvik (141, 142).
      Allmählich neigte sich meine Reise ihrem Ende zu. Vor dem letzten vollen Tag auf See war aber noch eine Nacht bei Windstärke 9 (fast 10 - so die Aussage eines Besatzungsmitglieds) zu überstehen, in der z.B. sogar die Aufzüge einige Stunden lang gesperrt werden mussten. Persönlich half ich mir mit Seabands und Tabletten über die Runden, aber in der zweiten Woche war im Restaurant generell um einiges weniger los...

      LG
      egoix
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      Danke für die weiteren unterhaltsamen Berichte und supertollen Fotos !.

      Tröste dich, ich habe bei vier Fahrten die sieben Schwestern noch nicht komplett gesehen.

      Lebertran habe ich bei drei Fahrten "genossen". Aber bei der dritten Fahrt ging es mir danach vom Magen her gar nicht gut (es war kein Wellengang !) und ich kann den Geruch, auch nicht mal mehr aus der weitesten Entfernung riechen.

      WS 9-10 hatte ich auch das erste Mal bei meiner vierten Fahrt. Die vorherigen Fahrten war Neptun gnädig zu mir.

      Freue mich auf weitere Berichte und Fotos.

      Schönes, sonniges Wochenende.

      LG seealpe
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      Danke, Seealpe, leider ist hierzulande - in good ol' Austria - das Wetter derzeit nicht gerade berauschend schön... Aber vielleicht wird's ja noch - hoffentlich! Und bei HR gehören schlechtes Wetter und hohe Wellen irgendwie dazu, finde ich.

      LG
      egoix
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      Trondheim , eine meiner Lieblingsstädte, empfing mich am nächsten Morgen mit Regenwetter; vom Schnee der Vorwoche kaum noch Spuren. Auf dem Schiff zu bleiben, kam für mich trotzdem nicht in Frage. Mit Jacke und Schirm gut ausgerüstet, machte ich mich auf den Weg in die Innenstadt und sah, dass es auch von anderer Leute Nasen tropfte (143).
      Nidarosdom - von außen (144) - und Gamle Bybro (145) mussten natürlich sein, leider wurde der Fahrradlift (146) gerade nicht benützt. Irgendwann einmal werde ich das auch einmal versuchen, bislang fehlten mir allerdings Zeit und auch Mut dazu. Vorbei an all den schön renovierten und farbenprächtigen Speicherhäusern (147) am Nidelv, fand ich mich urplötzlich im Schneegestöber wieder (148)...
      Nein, das ist natürlich ein Scherz! Was man doch alles mit einem Fotoapparat anstellen kann, wenn man nur die Perspektive geschickt wählt - im konkreten Fall ein Plakat in einem Schaufenster.
      Munkholmen war dann schon von deutlich höheren Wellen umspült als bei der Hinfahrt (149), und an Bord wurde das Wasser des Pools ausgelassen (150) - sofern es das nicht schon von selber getan hatte. Der Zugang zum Bug der "Finnmarken" war nicht mehr gestattet (151), und auch in Ufernähe ging ganz schön die Post ab (152).
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      Nein, Essen war immer drinnen - außer es ging sich zeitmäßig mit Ausflügen u.dgl. nicht so recht aus. Ich dachte mir halt, ein leerer Magen ist auch nicht einfach zu ertragen, und der Appetit hat mich Gottseidank nie wirklich verlassen. War ja auch zu lecker, was da so alles geboten wurde! Und trotzdem - wider Erwarten nahm ich sogar knapp ein Kilogramm ab. Hatte offenbar doch ausreichend Bewegung gemacht...

      LG
      egoix

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      @Christian - ich denke dass ist von Kapitän zu Kapitän unterschiedlich, bei uns war das Vordeck auch im Sturm nicht geschlossen, brauchte es aber auch nicht, der Wind kam voll von vorne und man schaffte es gar nicht dahin zu gelangen. Aber wenn mal ein Brecher über den Bug geht kann es tatsächlich gefährlich werden. Ich mag aber auch die Balkone, da man beim Fotografieren höher steht.
      Gruss - Arctica

      Jan 2009 FM * Jan 2010 NL * Jan 2011 FRAM (Antarctica) * Apr 2011 NN * Mrz 2012 LO * Jan 2013 LO (Alta)* Feb 2014 KH *
      Jan 2016 LO

      Reiseberichte siehe Profil

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      Man darf aber auch nicht vergessen, dass der Bug der "Finnmarken" doch anders aussieht als bei den meisten anderen Schiffen - was das Begehen betrifft. Man kann ja, wie erwähnt, fast bis ganz nach vorne. Dort war ich selber auch so oft wie möglich bzw. sinnvoll - auch bei starkem Wind - aber das Vergnügen hält sich ab einem gewissen Grad in überschaubaren Grenzen. Da kann es schon schwierig sein, von Backbord nach Steuerbord und wieder retour zu gehen... Das hat jetzt mit "Frischluft" nichts zu tun - die mag ich auch, sehr sogar!
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      So, es geht in's Finish...

      Nachdem wir Kristiansund (153) erreicht hatten, stand am Nachmittag für mich der letzte gebuchte Landausflug auf dem Programm. Zwar steckte dahinter nicht die Absicht, mir die prognostizierte "Schaukelei" auf dem Seeweg nach Molde zu ersparen, aber stören tat's mich natürlich auch nicht. Bei strömendem Regen erwartete uns der Bus und ein norwegischer Reiseleiter, an dessen Deutsch man sich erst gewöhnen musste, der sich aber als durchaus kompetenter Reisebegleiter erweisen sollte.
      Der erste Höhepunkt war das Teilstück, das uns über die Atlantikstraße führte (154, 155). Immer wieder beeindruckend, die Brücken- (und Tunnel-) bauerrungenschaften norwegischer Ingenieure! Nach einem kurzen Fotostopp ging es dann weiter nach Eide, und dann dauerte es nicht mehr lange und wir fuhren auf einer verschneiten Schotterstraße bergaufwärts Richtung Marmorbergwerk Bergtatt. Dort angekommen wurden wir mit Helmen und Schwimmwesten ausgestattet und begaben uns sodann auf eine Fahrt über einen unterirdischen See (156). Von sphärischen Klängen begleitet, wurde uns dann ein Becher frisch gezapften, kristallklaren Bergwassers kredenzt. Per Boot/Floß wieder zurück, und dann in die beheizte Halle (157), wo nicht bloß mehrmals im Jahr Konzerte stattfinden, sondern wo man uns auch eine "kräftige" Bergmannssuppe (Gemüse und Fleisch) (158) vorsetzte. Den Abschluss bildete ein Film über das Bergwerk und seine Betreiber. Mal im Ernst - wer von euch wusste, wofür Marmor (159) auch gebraucht wird? Nicht bloß für bauliche und künstlerische Zwecke, sondern - in gemahlenem Zustand - für die Herstellung von hochwertigem Papier (!)
      Ich fand, dass sich der doch stolze Preis für diesen Ausflug absolut gelohnt hatte und bestieg zum Letztenmal auf dieser Reise die "Finnmarken"... schon ein wenig wehmütig, dass sie bald vorüber sein würde.
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      Hallo egoix, herzlichen Dank für Deinen wunderbaren und reich bebilderten Bericht, den ich gern gelesen habe. Dein Bild 159 vom Marmor gefällt mir. Zeigt es mir doch, wie der Werkstoff in seiner ursprünglichen Form aussieht. Ich kenne ihn bisher nur in bearbeiteter Form. Ich wünsche Dir, dass dieser Urlaub lange nachwirkt und die Zeit bis zur nächsten HR-Reise nicht zu lang wird.
      Glückauf
      Charlotte