Karibikrundreise mit Mein Schiff 5

    • 2017
    • Karibikrundreise mit Mein Schiff 5

      Sicher sind wir nicht allein mit dem Gedanken, dass eine Kreuzfahrt in der Karibik zu den Vorhaben zählt, die man sich einmal im Leben gönnen möchte. Als wir die Route im Katalog sahen, die TUI Cruises dort anbietet, konnten wir einfach nicht widerstehen. Zudem fanden wir es reizvoll, dass gerade die Mein Schiff 5 neu gebaut wurde. So haben wir und unsere Freunde also schon im November 2015 diese Reise gebucht, als das Schiff noch als Rohbau in der finnischen Werft lag.

      23.-24. Februar 2017 - Tag 1 und 2 Anreise

      Unser Flug sollte am 24. Februar um 9:45 vormittags von Düsseldorf aus nach La Romana in der Dominikanischen Republik gehen. Also sind wir schon am Vortag aus Hamburg angereist und zwar mit der Bahn, da wir das in einem Wintermonat als die sicherere Variante ansahen. Bei Eis und Schnee fallen wohl eher Flüge aus, als sämtliche Bahnverbindungen. Was die Witterung angeht hatten wir uns allerdings grundlos Sorgen gemacht, aber nun mussten wir die anstrengendere Variante mit all dem Gepäck eben auf uns nehmen.

      Vom Düsseldorfer Hauptbahnhof aus brachte uns eine S-Bahn zügig zum Flughafen, wo wir sogleich die Möglichkeit des vorabendlichen Eincheckens nutzten. Dann bezogen wir unsere Zimmer im Sheraton Airport Hotel, von wo aus wir früh am nächsten Morgen bequem nur mit unserem Handgepäck zum Terminal gingen.

      Zwar hatten wir in dem voll besetzten Flugzeug der Air Berlin nur recht enge Sitze im Mittelblock, aber auf dem Hinflug am Tage hat uns das nicht allzu viel ausgemacht. Um 14:45 Ortszeit landeten wir in La Romana. Dort brauchten wir uns nicht um unsere Koffer zu kümmern; die würden wir im Laufe des Nachmittags vor der Kabinentür finden.

      Mein Mann hatte schon früh die Vermutung geäußert, dass wir eventuell einige Stunden auf unsere Koffer würden warten müssen. Daher hatten wir in weiser Voraussicht leichte Sommerkleidung im Handgepäck mitgenommen und konnten unser Outfit also rasch der Temperatur um 30 Grad anpassen. Wir hatten die Kabine Nr. 10041 auf Deck 10 und das empfanden wir als sehr gute Wahl. In dem mehr als ausreichenden Stauraum konnte der Inhalt unseres Gepäcks später ganz bequem untergebracht werden.



      Auspacken konnten wir ja nicht sofort. Also verließen wir die Kabine gleich wieder, begierig das Schiff zu erkunden. Zunächst stürmten wir auf die Außendecks. Uns interessierte der wohl einzige 25m-Pool auf einem Kreuzfahrschiff. Dort herrschte auch bereits reges Badeleben. Der Wechsel der Passagiere findet in zwei Häfen statt: in La Romana und in Bridgetown/Barbados. Für die Hälfte der Passagiere ist es also ein ganz normaler Reisetag, den viele eben am Pool verbringen.
      Ein Deck höher war in der großzügigen Arena bereits ein Volleyballspiel im Gange. Dieser Bereich wird abends auch für Vorträge und Shows genutzt. Es gibt natürlich einen Trim Dich Pfad und noch so einige Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung.



      Schließlich erklommen wir auch die Stufen zum Ausguck ganz hoch oben und zogen es dann vor, uns an der Bar einen Cocktail zu genehmigen. Wie man sieht, hatte ich als Fan nördlicher Regionen auch die für mich passende Reiselektüre mitgenommen.



      Unsere Koffer sollten wir tatsächlich erst kurz vor dem Abendessen bekommen. Na ja, irgendjemand muss halt Letzter sein. :/
      Wir waren dann froh, uns gerade noch rechtzeitig umziehen zu können. Zwar ist sportliche Eleganz völlig ausreichend, aber wir wollten weder in kurzen Hosen noch in der Reisekleidung ein Restaurant betreten.

      Auf dem Schiff gibt es in den zahlreiche Speisemöglichkeiten nirgends eine feste Tischordnung und die meisten kann man ohne Zuzahlung wahrnehmen. Am ersten Abend entschieden wir uns für das untere Atlantik Klassik, wo man unter zwei Menüs und dabei unter vier Hauptgerichten wählen kann. Dasselbe gilt für das ein Deck höher gelegene Atlantik Mediterran. In beiden haben wir uns immer sehr wohl gefühlt. :thumbsup:



      Das Auslaufen war eigentlich für 19:00 geplant, aber da der Zubringerflug aus Köln Verspätung hatte, resultierte das in einer Verzögerung von mehreren Stunden. Als die Mein Schiff 5 dann ablegte, gab es eine Auslaufzeremonie mit Sekt, Licht- und Laserspielen und einem eigens komponierten Lied („Große Freiheit.....“)



      Vor uns lag nun erst einmal ein Seetag. Unterbrochen von drei weiteren Seetagen steuerten wir die Inseln in folgender Reihenfolge an:

      Dominica – Barbados – Martinique – Guadeloupe – St. Lucia – Grenada – Curaçao – Bonaire – Aruba - Hispaniola, (d.h. Dom.Rep. zum Abflug)











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    • Cool, mit den Mein-Schiff-en sind wir noch nicht gefahren, kommt irgendwann auch noch.
      Die Kabine ist ja richtig schön.
      Nur die Lektüre passt nicht zur Außentemperatur :yeah:
      Freu mich auf die Fortsetzung.
      Tina
      (ehemals Kaffeetasse, was nicht mehr passt)
      Viele Grüße
      Tina
    • 25. Februar 2017 – Tag 3 Seetag


      Es ist ein Seetag und somit ist Faulheit und Erholung von der Anreise angesagt. Außerdem lernen wir das Schiff nun richtig kennen und uns auf den Fluren zu orientieren. Frühstück gibt es auf Deck 12, wo sich auch der Pool befindet. Wir haben einen kurzen Weg und nehmen die Treppe.
      Im Bereich der Fahrstühle sind auf jeder Etage Touchscreens, an denen man sich die verschiedensten Informationen über Veranstaltungen an Bord, Menüs der Restaurants oder das Tagesprogramm allgemein holen kann.



      Morgens um 9 ist die Welt am Pool noch in Ordnung. Auf 2 Decks sind über 1000 Sonnenliegen verfügbar. Dort werden wir uns die ganze Fahrt über aber nicht aufhalten, denn an Seetagen ist es unerträglich voll und an Hafentagen sind wir ja nicht an Bord. Vor dem Frühstück zu schwimmen macht aber Spaß.



      Erwähnenswert ist im Buffetrestaurant besonders die Backstube. Täglich werden dort unglaublich leckere Brote frisch gebacken. :thumbup: Man kann sie am Ende der Reise sogar für Zuhause käuflich erwerben. Ein kleines Detail ist außerdem sehr angenehm: Wenn man sich z.B. ein Omelett bestellt, muss man nicht Schlange stehen, sondern bekommt einen Buzzer mit an den Tisch. :thumbsup:



      Am liebsten sitzen wir ganz hinten am Heck im Außenbereich des Restaurants. :essen: Das wird auch die ganze Reise über später am Abend unser Lieblingsplatz sein. Über eine Treppe kommt man nämlich nach oben zu der Freiluftbar „Außenalster“. Dort tobt abends das Leben und spielt die Musik. Man kann sich aber seine Drinks natürlich mit nach unten nehmen :sekt: und bekommt von dem Trubel dann kaum noch die Hälfte mit. Nach 22:00 ist man unten oft schon unter sich und genießt den Blick auf das Kielwasser. Wir hätten nie gedacht, dass man auf einem großen Schiff mit ca 2500 Passagieren einen solch ruhigen Rückzugsort im öffentlichen Bereich finden kann.

      An diesem Tag haben wir reichlich Zeit, die Innenausstattung des Schiffes zu bewundern. Uns gefällt der moderne Stil im Atrium, auf den Fluren und in den diversen Bars recht gut.



      Als es Abend wird, freuen wir uns auf unseren ersten Landgang am folgenden Tag. :P


    • Das freut mich zu hören, denn ich hatte gegenüber den AIDA-Schiffen immer ein Vorurteil: Zu voll, zu laut und dann diese Bemalung! :arghs:
      Tatsächlich hört man aber viel Gutes über AIDA-Reisen. Das werden wir sicher auch einmal probieren - allein schon aus Kostengründen.
      So richtig geschmackvoll ist das Äußere von Mein-Schiff-en eigentlich auch nicht. Es gilt also nach wie vor :ilhr:

      Viele Grüße
      Laminaria

    • 26. Februar 2017 – Tag 4 Dominica

      Um 7:30 Uhr legten wir in Roseau auf Dominica an. Die Insel ist politisch unabhängig und gehört als ehemalige britische Kolonie dem Commonwealth an.
      Sie ist sehr gebirgig und von einer üppigen Vegetation überzogen. Da wir tropischen Regenwald bislang kaum einmal kennengelernt hatten, war ich auf Dominica besonders gespannt.

      Unter den zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten hatten wir beide eine Tour ins Inselinnere zum Morne Trois Pitons Nationalpark gebucht. Sie startete um 8 Uhr mit zwei alten Kleinbussen. Durch den Wald führen zahlreiche Wanderwege, die einen durch die grüne Wildnis und zu hübschen Wasserfällen wie etwa dem am Emerald Pool und zu den Trafalgar Falls führen. Als wir am Weg zu letztgenannter Sehenswürdigkeit ankamen, setzte ein wolkenbruchartiger Regen ein. Hätten wir doch bloß den Rat in den Reiseunterlagen befolgt und eine leichte Regenjacke mitgenommen! Zum Glück verkaufte jemand dünne chinesische Regenponchos für 2 US Dollar das Stück, die auch gleich noch der Kamera Schutz boten. Die Ponchos sollten uns noch sehr von Nutzen sein, denn „liquid sunshine“ hatten wir von nun an fast täglich.
      (Den Ausdruck muss ich mir merken – für Bergen !)

      Hier nun ein paar Bilder aus dem Nationalpark:







      Auf dem Ausflugsprogramm stand auch ein kurzer Besuch des botanischen Gartens von Roseau. Natürlich konnten wir uns in der knapp bemessenen Zeit nur die auffälligen tropischen Bäume anschauen. Der Kanonenkugelbaum (Couroupita guianensis), der rote Pfauenstrauch (Caesalpinia pulcherrima) und der gelbe Butterblumenbaum (Cochlospermum vitifolium) mögen als Beispiele genügen.



      Kurios ist weiterhin der riesige Baobab, der 1979 von Hurrikan David auf einen zum Glück leeren Bus geschleudert worden war. Er wuchs danach einfach ungehemmt weiter.



      Auf dem Rückweg fuhren wir noch zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man unser Schiff sehr gut im Hafen liegen sehen konnte. Entgegen unseren Befürchtungen war es hier wie auch später auf den meisten anderen Inseln das einzige Kreuzfahrtschiff.



      Zurück an Bord aßen wir gegen 14 Uhr im Buffetrestaurant Gosch Sylt und machten uns dann bereit, um der kleinen Hafenstadt Roseau auf eigene Faust einen Besuch abzustatten.

      Fortsetzung des 4. Tages folgt

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    • Fortsetzung 4. Tag Dominica

      Um 15 Uhr liegt die kleine Stadt Roseau in einem besonders schönen Licht.



      Wir beschließen, ein wenig durch die Straßen nahe dem Hafen zu schlendern. Der Ort hat nur 15000 Einwohner, doch dem Tourismus ist es sicher zu verdanken, dass es sehr viele Bars gibt. Manchmal sind sie auch in halb verfallenen Häusern eingerichtet. Auch einen Rastafari sehen wir, der sich als Straßenmusikant betätigt.



      Uns gefallen die teilweise recht pittoresken Häuser und daher machen wir viele Fotos.





      Da gerade Sonntag ist, findet kein Markt statt und die katholische Kirche ist wegen Umbaues geschlossen. Da uns nicht der Sinn nach einem Besuch des örtlichen Museums steht, kehren wir schließlich an Bord zurück.

      Später wird uns noch der Anblick eines schönen Regenbogens über der Stadt zuteil, wofür die Insel bekannt sein soll.



      Nach Sonnenuntergang läuft unser Schiff aus und wir verbringen den Abend sicher wieder an unserem Lieblingsplatz am Heck von Deck 12.

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    • 27. Februar 2017 –Tag 5 Barbados

      Als wir frühmorgens in Bridgetown einlaufen, regnet es heftig. Der Cruise Terminal befindet sich beim Industriehafen und als wir einen Gabelstapler sehen, der ein Holzhäuschen transportiert, werden sogleich Erinnerungen an die Hurtigrute wach. Nur die Farbgebung der Bude würde nicht dorthin passen.



      Barbados ist eine der wenigen Inseln der Region, deren Wirtschaft intakt ist. Außerdem wird sie in der Informationsbroschüre von TUI als schönste Insel des Commonwealth gelobt. Entsprechend ist Mein Schiff 5 nicht der einzige Kreuzfahrer in Bridgetown. Es liegt schon die Celebrity Eclipse am Kai und dann gleitet auch noch ein riesiges Motorsegelschiff heran, die Club Med 2.



      Wir hatten uns für eine Panoramafahrt am Vormittag entschieden. Da es immer noch äußerst heftig regnet, sind wir froh, keinen Strandaufenthalt gebucht zu haben.
      Die Busfahrt führt uns zunächst die Westküste hinauf, wo zu unserer Linken ein wunderschöner weißer Sandstrand einfach kein Ende zu nehmen scheint. Bei dem Wetter lohnt sich aber nicht einmal ein Fotostopp. Zur Rechten sehen wir aus dem Fenster viele von Mauern umgebene, parkähnliche Grundstücke und unsere Reiseleiterin (eine vor Jahrzehnten eingewanderte Deutsche) erklärt immer, welche Berühmtheit dort jeweils wohnt. Wen interessierts? Außerdem sind die Gebäude sowieso vor den Blicken verborgen. Erwähnenswert ist aber Rihanna, die aus einfachsten Verhältnissen von dieser Insel stammt und sich hier sozial sehr engagiert.

      Das Ausflugsprogramm sieht einen Stopp an der Ruine des alten Herrenhauses im Farley Hill National Park vor. Von hier aus hätte man normalerweise einen schönen Blick über die Insel. Mit Schirm und Regenjacke trauen sich einige von uns hinaus. Die langweiligen Bilder davon erspare ich uns.

      Danach führt uns der Weg an die wildere und windige Ostseite der Insel an den schönen Küstenabschnitt bei Bathsheba. Während wir im Hotel Atlantik den üblichen Rumpunsch serviert bekommen, hört der Regen plötzlich auf. Wir schauen uns dann eine Weile an dem Strand mit seinen Felsformationen um, auf dem einige z.T verwitternde Boote liegen. Merkwürdig, dass einem der Verfall oft so malerisch erscheint.



      Das letzte Ausflugsziel ist die Gun Hill Signal Station, die den Briten früher zur Verteidigung und Kommunikation diente. Wir erreichen sie bei Sonnenschein. Wie bisher überall so mangelt es auch in dieser Anlage nicht an schönen Blütenpflanzen. Wir genießen einen weiten Blick über die Insel mit ihren vielen Feldern und Dörfern. Ganz in der Ferne kann man von hier aus auch die beiden Kreuzfahrtschiffe ausmachen.



      Auf unserem Rückweg fahren wir durch das Zentrum von Bridgetown und ich kann rasch ein Bild des Parlamentsgebäudes schießen.



      Leider ist die Entfernung zum Terminal so groß, dass wir uns am Nachmittag nicht werden aufraffen können, uns noch einmal zu Fuß auf den Weg zu machen.

      Am Terminal halten wir uns noch eine Weile in der obligatorischen Halle mit den Duty Free Shops auf. Lustig aber teuer finde ich den Weihnachtsschmuck aus Muschelschalen.



      Dann mache ich noch ein paar Aufnahmen von unserem Schiff. Es wird deutlich, dass ich langsam eine emotionale Bindung zu dem Ding aufbaue. Das geht offenbar nicht nur bei kleineren Schiffen.



      Soweit ich mich erinnere, verbringen wir den Nachmittag faul auf unserem Balkon. Wo wir am Abend sind, brauche ich nun wohl nicht mehr zu erwähnen.

    • Für wunderbare Bilder und die ausführlichen Berichte sage ich herzlichen Dank! Dass man auf einem so großen Schiff tatsächlich ruhige Orte finden kann, hätte ich nicht geglaubt. Aber einem HR-Fan glaube ich das! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung des Berichtes.
      Glückauf
      Charlotte


    • 28. Februar 2017 – Tag 6 Seetag

      Am nächsten Morgen liegen wir immer noch in Bridgetown. Für etwa die Hälfte der Passagiere war es der Hafen ihrer Rückreise und neue sind am Vortag und mit Nachtflügen angereist. Es wird das einzige Mal sein, dass wir nicht abends, sondern am Tage um 11 Uhr auslaufen. Wir passieren den wunderbaren Strand, an dem wir gestern entlanggefahren sind und denken, dass man hier sicher einen Traum-Badeurlaub verbringen kann. Als Ziel für eine Kreuzfahrt-Stippvisite sind uns andere Inseln aber in besserer Erinnerung geblieben.



      Die beiden Sonnendecks sind um 11 Uhr reichlich überfüllt, denn abgesehen von den Sonnenbadenden sind nun auch viele Leute oben, die mit einem Glas Sekt in der Hand das Auslaufen und die gleichzeitig stattfindende Vorstellung der Crew anschauen möchten. Man findet kaum noch einen Stehplatz an der Reling.



      Es präsentieren sich nur diejenigen Crewmitglieder, die mit dem Tourismusbetrieb an Bord zu tun haben, also etwa mit der Reiseleitung, der Kinderbetreuung, den Sportangeboten oder den Vorträgen. Dem nautischen Personal wird diese Prozedur sinnvollerweise erspart, so wie es auch kein Kapitänsdinner auf Mein-Schiff-en gibt.

      Das Durchschnittsalter der Passagiere ist deutlich niedriger als auf Reisen in nördliche Regionen. Da wir außerhalb der Schulferienzeit unterwegs sind, befinden sich nur 33 Kinder an Bord. Wir hören, dass die Kinderbetreuung auch schon mal für ca. 400 Kinder zuständig sein kann. Im Restaurant auf Deck 12 gibt es ein Kinderbuffet und in dessen Nähe auch speziell reservierte Tische. Wir haben beobachtet, dass das Personal auch Babyflaschen entgegennimmt, um sie aufzuwärmen.
      Für Rollstuhlfahrer gibt es ebenfalls reservierte Tische.

      Über das Unterhaltungsangebot an Bord können wir nicht viel sagen, weil wir uns dafür überhaupt nicht interessiert haben. Ein einziges Mal waren wir vor dem Abendessen im Studio auf Deck 4, wo auf der Holographie-Bühne eine Show mit Ute Lemper gezeigt wurde. Das war wirklich ganz nett, aber eigentlich nichts, womit wir auf einem Schiff unsere Zeit verbringen mögen. Im großen Theater haben wir aber gern die Vorträge der Lektorin gehört, einer deutschen Weltumseglerin, die immer über die nächste vor uns liegende Insel berichtete.

      Nach dem Auslaufen in Barbados liegt also wieder ein Seetag vor uns. Viel Zeit verbringen wir dabei wie immer draußen, entweder auf unserem Balkon oder in anderen kleinen Außenbereichen. Das Pooldeck meiden wir aber konsequent.

    • Oh wie schön! Ich folge deinem Beitrag gespannt!

      Laminaria schrieb:


      Vor uns lag nun erst einmal ein Seetag. Unterbrochen von drei weiteren Seetagen steuerten wir die Inseln in folgender Reihenfolge an:
      Dominica – Barbados – Martinique – Guadeloupe – St. Lucia – Grenada – Curaçao – Bonaire – Aruba - Hispaniola, (d.h. Dom.Rep. zum Abflug)


      Die ABC-Inseln stehen auf unserer Bucketlist auch noch. Eine Freundin war drei Wochen auf Curaçao (ihr Mann ist Niederländer, ihr Schwiegervater lebt dort) und war ganz begeistert. Hach ja. Irgendwann.

      Laminaria schrieb:


      Es liegt schon die Celebrity Eclipse am Kai und dann gleitet auch noch ein riesiges Motorsegelschiff heran, die Club Med 2.


      Meine Eclipse :love: Ich weiß, vielen ist sie zu groß und zu glitzerig und nicht schiffig genug, aber mein Herz hängt an ihr. Wenn man sein Herz einmal an ein Schiff verliert...
    • 1. März 2017 – Tag 7 Martinique

      Heute laufen wir um 7:30 Uhr die Insel Martinique an, welche zusammen mit Guadeloupe ein französisches Übersee-Département ist. Somit ist sie Teil der EU und der Euro offizielles Zahlungsmittel.
      Der Hafen heißt Fort-de-France, benannt nach der Festungsanlage, die wir beim Einlaufen passieren.




      Unser Ausflug „Inmitten der Natur von Martinique“ beginnt um 8 Uhr. Der Weg führt zunächst zur Kirche von Balata, die wie eine Miniaturausgabe der Basilika Sacré-Coeur in Paris anmutet.




      Nach der Besichtigung fahren wir weiter zur Emerald Estate, einer Anlage, in der einem die Vielfalt der Natur in einer Art botanischem Garten mit interaktivem Museum näher gebracht wird. Unser Guide ist hier eine vor Jahrzehnten eingewanderte Deutsche, die mit ihren Dreadlocks ihre Naturverbundenheit unterstreicht. Von den vielen Kulturpflanzen, die sie uns erklärt, werden manche von euch vielleicht die Vanille interessant finden. Sie rankt charakteristisch zickzackartig an Bäumen empor und gehört zur Familie der Orchideen. Leider sehen wir keine Blüten.



      Zuletzt gehen wir noch etwa 1,5 km durch den angrenzenden Regenwald.



      Als wieder „liquid sunshine“ einsetzt, kehren wir zu einem Gewächshaus zurück und zum Abschluss darf ich in der Anlage noch ein Bäumchen pflanzen.


      Auf unserem Rückweg machen wir einmal noch halt, um den Ausblick auf den sehr malerischen Ort St. Pierre zu genießen.



      Um 13 Uhr kehren wir zum Schiff zurück. (Auf dem Bild habe ich unsere Kabine rot markiert.) Da mein Mann an diesem Tag Geburtstag hat, wartet ein „Meer an Glückwünschen“ auf den herzförmig gefalteten Zudecken.



      Ein besonderer Höhepunkt soll uns an diesem Nachmittag erst noch bevorstehen, denn uns wurde gesagt, dass in Fort-de France Karneval ist.



      Mehr davon in der Fortsetzung von Tag 7