SAS bucht Flüge um - Vorprogramm fällt ins Wasser...

    • Da Interesse an Rückmeldung zum weiteren Verlauf mit SAS bestand, hier mein Senf dazu.

      Umbuchung durch SAS an sich:

      Wäre auch besser lösbar gewesen, der Flug hätte sich "nur" 3 Stunden+ x Min. verspätet, da muss man nicht auf den letzten (statt ersten) Flug des Tages ungefragt umbuchen. Oder: Aktiv den Kunden kontaktieren, welcher (Alternativ-)Flug für ihn passend wäre. Meine Kontaktdaten sind SAS schließlich bekannt.

      Hotline von SAS:

      Das übliche Hotline-Theater: jedesmal ein anderen Ansprechpartner und nicht alle verstanden Deutsch so gut, wie es für eine deutschsprachige Hotline sein sollte. Von Hurtigruten ist man ja einiges gewohnt, aber SAS ist definitiv noch schlechter.

      Die Hotline bietet auch stur nur eine (kostenfreie) Umbuchung an und macht KEINE weiteren Zusagen für mögliche Mehrkosten, die Kunden dadurch entstehen (z.B. weitere Übernachtungen, Verpflegung bei extrem langem Zwischenstopp, evtl. verpasste Termine/Ausflüge bei späterem Flug). Zu irgendwelchen Zusagen ist die Hotline nicht befugt.

      Auf die Rückfrage wohin man sich diesbezüglich wenden kann, wird auf das Formular auf der Website verwiesen. Das tolle an der Angelegenheit: egal, was man auswählt, es ist immer die Flugnummer anzugeben (was Sinn hat). Dann bekommt man zu lesen, dass man sich erst NACH dem Flug beschweren kann oder irgendwelche Anliegen dazu äußern, nicht vorher.

      Weitere Möglichkeiten, mit SAS in Kontakt zu treten gibt es nicht. Eine E-Mail an den Service wird mit automatisierter Rückantwort "Bitte wenden Sie sich an unsere Hotline" quittiert. Wir erinnern uns: die darf keinerlei Zusagen machen oder irgendwelche Auskünfte erteilen.

      Andere Kontaktmöglichkeiten: viel Spaß bei der Suche. Keine Faxnummer, E-Mail oder Sonstiges. SAS schottet sich gegenüber dem Kunden systematisch und komplett ab. Glaubt niemand? Probiert es mal aus!

      Ergebnis:

      Um den Urlaub irgendwie genießen zu können, auf den Hinflug am Abend vorher umgebucht und den Rückflug zähneknirschend mit jetzt 5 Std. Aufenthalt in Copenhagen akzeptiert. Zum Glück kurzfristig noch ein gutes und freies Hotel in Bergen gefunden (Augustin, Frühstück war sehr gut, Zimmer ok).

      Auf der Rückreise:

      Bereits vor dem Flug entschieden, in Copenhagen auf die SAS Lounge zurückzugreifen. Bei Buchung direkt am Check-In soll das lt. SAS günstiger sein, als vor Ort. In der SAS-App keine Option dazu gefunden, also auf Check-In am Flughafen ausgewichen. Lapidare Auskunft am SAS-Schalter in Trondheim : er hat keine Möglichkeit das zu buchen, kann er nichts machen. Hört sich bei SAS nach "Gesamtkonzept" der Kundenorientierung an.

      In Copenhagen letztlich die auf dem Konto gesammelten EB-Punkte in Lounge-Zutritt umgewandelt (ich habe nicht vor, noch weiterhin zu sammeln....) und die 5 Stunden zumindest mit Essen/Trinken, ohne Flughafenlärm und bequem sitzend mit Zeitschriftenangebot verbracht. Das erst die dritte Mitarbeiterin am Counter wusste, wie man den Lounge-Zugang mit der EB-Kundenkarte bezahlt, passt inzwischen ins Gesamtbild von SAS
      Teilaussage gelöscht, da nicht mit den Nutzungsbestimmungen und Forenregeln vereinbar formuliert.


      Zu Hause:

      Antrag auf Erstattung der Übernachtungskosten gestellt. Bearbeitungszeit sehr sportlich (fast 2 Wochen), aber immerhin Kosten von SAS übernommen (ca. 125 EUR inkl. Frühstück). Inzwischen war es mir auch egal, ob SAS noch zahlt oder nicht. Die Reise war einfach schön. Nur das zählt.

      Fazit:

      In Zukunft werde ich aber Abstand davon nehmen, mit SAS zu fliegen. In meinem Fall war "nur" eine ÜN in der Nebensaison zu organisieren und auf Erstattung zu hoffen. Aber was machen Kunden, die größere Probleme haben? z.B. Hauptsaison, kein Zimmer verfügbar, Mietwagen nicht einen Tag eher zu haben, kein früherer Flug mit Anschlußreise (Bahn, Schiff).

      SAS lässt einen diesbezüglich völlig hängen, null Unterstützung, keine Zusagen, keine Absicht der gemeinsamen Problemlösung zu erkennen. Als Vielreisender mag man sich hier zu helfen wissen, andere Kunden können das nicht und haben auch nicht die Nerven dazu oder vielleicht die finanziellen Mittel, spontan viel Geld vorzustrecken.

      Das kann KLM z.B. um Einiges besser.

      Warum sich die Hurtigrute auch diesmal wieder gelohnt hat:
      - einen ganzen Tag strahlenden Sonnenschein bei fast wolkenfreiem Himmel in Bergen
      - über 1 Stunden intensives Nordlicht sozusagen "überall" am Himmel bei Svolvaer
      - wieder durchgehend sehr nettes Personal auf dem Schiff
      - neue Menschen kennengelernt und auch nach der Tour noch Kontakt :)
      - und vieles mehr... ;)