Wann ist die beste Reisezeit für Spitzbergen/Grönland?

    • Wann ist die beste Reisezeit für Spitzbergen/Grönland?

      Hallo Ihr Insider,

      Ende Dezember geht's für uns zum dritten Mal auf die Finnmarken BKB und wir freuen uns wahnsinnig drauf. Aber das ist nicht das Problem, bzw. die Frage, die ich hier stellen möchte.

      Nein, wir denken bereits über die nächste HR-Reise nach. Und sind am Rätseln, wann man denn am Besten nach Spitzbergen oder auch noch weiter reist, um Land und Natur wirklich genießen zu können.

      Kann da da jemand durch seine Erfahrungen mit Infos helfen?

      Dankeschön :thumbsup:
    • Hallo Bremer,
      das stabilste Wetter findest du in Grönland Juli/August, jeweils von Mitte bis Mitte. Oder anders gesagt: die Wahrscheinlichkeit ist hier sehr hoch.
      Dieses Jahr hatten sie 4 Wochen Sonnenschein am Stück in dieser Zeit. Und wir haben viel davon abgekriegt. :)
      Gruß und viel Spaß bei den Vorbereitungen, egal wohin.
      Viele Grüße
      Tina
    • Wir waren letztes Jahr Ende Juni/Anfang Juli mit der Fram in Grönland. Wir hatten die 10 Tage fast nur Sonnenschein bis 20 Grad, so dass wir bei unseren Landgängen die Fleece Jacken manchmal auf dem Schiff lassen konnten. Die Schifffahrten nach Grönland werden aber so geplant, dass die kurze Sommerzeit genutzt wird.
      LG Lundefugl

    • Hallo Bremer,

      im Sommer Juli/August besteht die höchste Wahrscheinlichkeit auf stabiles und schönes Wetter, dafür hier in Grönland teilweise aber auch eine Mückenplage (auf Spitzbergen gibt es auch im Hochsommer kaum Mücken). Wenn du auf den Eis-/Auftaukontrast stehst, bieten sich die Vorsommermonate an, hier benötigt man aber einfach ein bisschen Glück mit der Sonne.

      Viel Spaß beim stöbern & planen
    • @Bremer: Geht es nur um das Wetter oder auch um andere Kriterien?

      Ich hatte während der „Sommersaison“ (zwischen Anfang Juni und Anfang September) auf Svalbard immer gemischtes Wetter: Tage und Nächte mit wolkenlosem Himmel und strahlender Sonne, Tage mit stundenlangem Nebel und mehrtägige Phasen, an denen die Sonne hinter den Wolken versteckt blieb. Was ich nie erlebt habe, war starker Regen und starker Schneefall, sondern allenfalls leichtes Nieseln und leichter Schneefall, der einen „Zuckerguss“ auf den Decks und den Bergen hinterließ. Beim Wind habe ich alles zwischen Windstärke 0 und 8 erlebt.

      Tage ohne Sonnenschein habe ich nie als Mangel empfunden, denn sie hatten durch die andere Lichtstimmung auch ihren ganz speziellen Reiz. Ich habe sogar einige meiner Lieblingsfotos bei Nebel gemacht.

      Ein Problem sehr dichten Nebels besteht allerdings darin, dass man dann keine Landausflüge machen kann, weil man den vorgesehen Bereich vom Schiff aus nicht zuverlässig nach Eisbären absuchen kann.
      Hohe Windstärken und Wind aus einer ungünstigen Richtung können ebenfalls Anlandungen verhindern, weil man den Passagieren ab einem gewissen Seegang die Zodiacfahrten nicht mehr zumuten kann oder will.

      Außer von Wind und Seegang hängen die Orte der Anlandungen auch noch stark von den Eisverhältnissen ab. Generell gilt: Je später in der Saison, desto weiter nördlich liegt die Packeisgrenze. Allerdings treiben Wind und Strömungen ab und zu so viel Eis in südlichere Bereiche, so dass diese manchmal auch im Sommer an einzelnen Tagen wegen Treibeis nicht zugänglich sind.

      Kurz gesagt: Das Wetter auf Svalbard ist zwar unberechenbar, aber gerade das macht diese Reisen auch interessant.

      Das Wetter beinflusst allerdings nicht nur die Reiserouten und die Anlandemöglichkeiten, sondern auch die Entwicklung von Flora und Fauna und das allgemeine Landschaftsbild. Dadurch variieren die Schwerpunkte der Svalbardreisen je nach Reisezeit.
      Bis Anfang oder Mitte Juni sind die Berge oft noch weiß, ab Ende Juni ist die Tundra eher grün, ab Mitte August hat sie schon ihre Herbstfärbung, die meisten Pflanzen sind verblüht
      und viele Vögel bereits weggezogen.
      Zu Beginn der Saison liegt der Schwerpunkt der Anlandungen mehr in Westspitzbergen, später steigen die Chancen auf Anlandungen auf den Inseln im Bereich von Ostsvalbard und Ostspitzbergen. (Das bezieht sich allerdings nicht auf die Fram. Ich war mit kleineren Schiffen dort.)

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    • Wenn Du Interesse an längeren Landausflügen auf Spitzbergen hast, dann hast Du April-Juni die besten Chancen, da dann viel mit SkiDo/Schneemobil bzw. Hundeschlitten geht. Im Sommer/ Herbst bist Du auf Trekking oder die 2x 10km Piste angewiesen.
      Thomas