Inselhopping im Nordatlantik – mit der MS Fram von Tromsø nach Island (11.05. - 10.06.2016)

    • Svalbard
    • Sonntag, 5. Juni 2016 – Tag 26

      Abwechslungsreicher Wandertag im Nationalpark

      Auch heute sind wir wieder früh wach. Gegen 7:30 Uhr gehen wir zum Frühstück. Als wir das Buffet sehen, sind wir sehr froh, am Vorabend hier nicht zum Essen geblieben zu sein =O . Es gibt 2 Brotsorten, jeweils 2 Sorten Käse und Wurst (wobei die Scheiben in mehrere Stücke geschnitten sind), 2 Sorten Marmelade und etwas Müsli ?( . Immerhin ist der Kaffee frisch aus der Maschine :tee: . Dafür gibt es den Orangensaft aus dem 1-Liter-Tetrapak – aber der wird nur alle 10 Minuten erneuert, bis es nach dem 3. Nachfüllen keinen Nachschub mehr gibt :fie: . Die Tischsets sehen auch so aus, als ob sie eher einmal wöchentlich als einmal täglich gewechselt werden – empfehlenswert sieht anders aus :negative: . Hier merken wir sofort, dass dieses Hotel praktisch alternativlos ist, wenn man nicht mit Zelt oder Wohnmobil unterwegs ist. :(
      Wir lassen uns davon aber trotzdem die gute Laune nicht verderben, auch wenn sich der Himmel heute von seiner weißen Seite zeigt – der schwache Ostwind hat über Nacht eine tief hängende Wolkendecke über das Land gebreitet. :/
      Viel mehr Sorge bereitet uns allerdings, dass sich bonimali wohl am Vorabend eine leichte Blasenentzündung zugezogen hat X/ – an Wandern ist da nicht wirklich zu denken. bonimali besteht aber darauf, dass ich alleine Wandern gehe, schließlich könne ich ihr nicht helfen. Außerdem sehe die Planung eh vor, dass wir erst eine gemeinsame kleine Wanderung unternehmen und ich anschließend noch eine größere, dann fällt halt nur die kleine aus :/ .
      So fahre ich schließlich gegen 8:40 Uhr los und bin um 9 Uhr im Visitor Center des Skaftafell Nationalparks.

      Ich erkundige mich sicherheitshalber bei einem Ranger, ob die von mir im Vorfeld ins Auge gefasste Umrundung der Skaftafellsheiði irgendwelche besonderen Schwierigkeiten aufweist. Dabei erfahre ich, dass dieses Gebiet noch wegen der Schneeschmelze gesperrt ist :wacko1: . Also muss ich kurzfristig umplanen. Da ich mir im Vorfeld auch die Beschreibungen der anderen Wege im Nationalpark angeschaut habe, ist das auch schnell geschehen. Die endgültige Planung geschieht dann sozusagen „by the way“. :whistle3:
      Da noch nicht die Touristenmassen unterwegs sind, begebe ich mich erst einmal auf den Weg, den hier jeder gehen will. Nach gut 20 Minuten stehe ich am ersten Wasserfall, dem Hundafoss.



      Ich blicke dem Bæjargil hinterher, wie er hinter der nächsten Kurve verschwindet und sehe in der Ferne den Morsá durch den Skeiðarársandur mäandern. Am Horizont kann ich so gerade noch das knapp 30 Kilometer entfernte Meer ahnen. :search:
      Nach weiteren knapp 20 Minuten erreiche ich den bekanntesten Wasserfall des Nationalparks, den Svartifoss, der sich über Basaltsäulenklippen rund 20 Meter in die Tiefe stürzt :) . Ich habe das Glück, ihn fast 10 Minuten alleine genießen zu können :rolleyes: , bevor sich die Plattform innerhalb von 5 Minuten so sehr füllt, dass ich mich kaum noch bewegen kann; an fotografieren ist schon gar nicht mehr zu denken. X/

      Ich laufe weiter nach Westen zum Aussichtspunkt Sjónarsker. Leider sieht man hier heute nicht sehr viel; nur die Absperrung für meinen ursprünglich geplanten Wanderweg ist eindeutig zu erkennen (was aber trotzdem den einen oder anderen nicht hindert, selbige geflissentlich zu übersehen :huh: ).
      Ich wende mich nach Norden und laufe über die Vesturheiði bis zum Grjóthóll. Unterwegs sehe ich ein Schneehuhn direkt am Wegesrand sitzen, viele andere Vögel sind eher zu hören als zu sehen. :musik:
      Kurz bevor sich der Weg nach unten zum Skeiðarársandur hin senkt (der hier eine scharfe Grenze zum Morsárdalur bildet :huh: ), habe ich einen schönen Blick auf die Brücke über den Morsá, über die der Wanderweg weiter bis zum knapp 1.200 Meter hohen Skaftafellsfjöll führt. Leider hängen die Wolken bei rund 700 Meter Höhe, so dass sich mir leider nicht das volle Panorama bietet. :|



      Ich gehe den gleichen Weg zurück, halte mich aber nun unterhalb des Aussichtspunkts direkt auf den Hundafoss zu. Unterwegs setzt sich noch einer der schönsten (und lautesten) Sänger in Positur. :thumbup:



      Ein paar Minuten später biege ich nach links ab. Immer oberhalb des Eystragil führt der Weg hinauf in die Austurheiði. Hier bieten sich immer wieder schöne Blicke durch die Wolkenlücken auf die dahinter liegenden Berge.



      Bald darauf erreiche ich den Aussichtspunkt Sjónarnípa. Von hier bietet sich eine grandiose Aussicht über den Skaftafellsjökull :rolleyes: . Ich habe Glück, dass sich ganz kurz noch der Skarðatindur zeigt, bevor er sich (genau so wie das gegenüberliegende Hafrafell) in Wolken hüllt.
      Von hier aus sehe ich auch, dass mein geplanter Wanderweg teilweise durch die Wolken führt. Ich glaube, ich habe alles, was der Nationalpark bei diesem Wetter zu bieten hat, genießen können – was will man mehr :) ? Eine Mittagspause natürlich, die ich jetzt erst einmal einlege. :essen:
      Anschließend gehe ich noch ein Stück weiter (und runter) zur Abbruchkante. Hier, rund 200 Meter oberhalb des Gletschers, habe ich noch einmal eine tolle Sicht auf selbigen. :8o:



      Nach Südosten hin habe ich einen schönen Blick auf die kleinen Lagunen des Skaftafellsjökull, von denen aus sich der Skaftafellsá mäandernd durch den Skeiðarársandur gen Meer begibt. Linkerhand ist noch die Mündung des Svínafellsjökull zu sehen.



      Der Weg führt nun noch eine gute Stunde lang immer oberhalb des Sandur zurück zum Parkplatz, den ich nach insgesamt 6 Stunden erreiche. Nun noch einen Schluck trinken, und schon mache ich mich auf den Weg zurück zum Hotel. Im Rückblick bin ich ganz froh über das Wetter, denn bei mehr als den 11°C von heute wäre ich sicherlich nicht wieder so schnell zurück gewesen. :hmm:
      Bei der Rückfahrt muss ich an einer einspurigen Brücke halten und lasse meinen Blick in die Umgebung schweifen. Ich traue meinen Augen nicht, aber dort weiden tatsächlich einige Schafe mitten in den Lupinenfeldern. 8|



      Ich habe den Wagen ganz nach rechts an die Böschung gestellt, so dass er auch die wartepflichtigen Fahrzeuge an der Brücke nicht behindert. Auch wenn ich hier das einzige Fahrzeug abstelle, will ich ja schließlich nicht den ganzen Verkehr aufhalten :) . Als ich nach ein paar Minuten wieder zurück komme, ist die Straße allerdings nur noch einspurig :huh: . Jetzt stehen ungefähr 20 Fahrzeuge kreuz und quer an beiden Straßenseiten :thumbdown: – ein Bus oder Lkw käme schon gar nicht mehr durch. Ich kann jedenfalls so gerade noch ausparken und fahre nun endgültig durch zum Hotel.
      bonimali geht es inzwischen deutlich besser, und so fahren wir nun gemeinsam zum Nationalparkzentrum. Der Wanderweg zum Svartifoss ist ihr heute auf jeden Fall zu anstrengend, so laufen wir unterhalb des Waldes über den Campingplatz. Auf dem Rückweg nehmen wir an dem dortigen Imbisswagen ein frühes, aber leckeres Abendessen, bestehend aus Spare Ribs, zu uns.
      Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher zu einem Geheimtipp, der Lagune des Svinafellsjökull :) . Nur ein paar Schritte vom Parkplatz, und wir stehen direkt am See und keine zwei Minuten später sind wir direkt oberhalb des Gletschers. :thumbup:



      Wir folgen dem Weg noch ein paar Schritte, bis es ohne Hinzunahme der Hände nicht mehr weiter geht. Der Weg geht noch weiter, immer oberhalb des Gletschers, aber ich habe heute schon genug alleine unternommen. So gehen wir zurück zum Parkplatz und erreichen gegen 19 Uhr nach 85 Tageskilometern wieder unser Hotel. :sleeping:

      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:
    • Montag, 6. Juni 2016 – Tag 27

      Alles außer heißen Quellen

      Heute steht der Tag mit den meisten Sehenswürdigkeiten auf dem Programm =O – was ja nicht heißt, das wir auch jeden einzelnen Programmpunkt abhaken müssen :) .
      Wir lassen es ruhig angehen, sind aber nach einem Frühstück, das ebenso sparsam ist wie am Vortag, bereits kurz nach 8 Uhr abfahrtsbereit. Das Wetter sieht genau so aus wie am Vortag, das heißt leichter Ostwind und die zugehörigen Wolken (die Ostfjorde lassen grüßen). :/
      Ein paar Minuten nach der Abfahrt steht schon der erste (ungeplante) Zwischenstopp auf dem Programm. Wir halten kurz bei dem Abzweig zum Svinafellsjökull, da sich der Skaftafellsjökull gerade in einer ganz besonderen Stimmung präsentiert. :rolleyes:



      Bald darauf erreichen wir den Skeiðará. Hier stehen an einem kleinen Parkplatz die Reste der ersten Brücke über den Fluss. Vor 1974 gab es keine komplette Ringstraße; hier war Schluss wenn man von Osten her Richtung Reykjavík fahren wollte. 1996 wurde die Brücke von einem Gletscherlauf zerstört X/ ; ein von den Wassermassen verbogener Pfeiler ist hier noch zu sehen :S , eingerahmt vom Skaftafellsjökull und dem Svinafellsjökull.



      Nun fahren wir lange Zeit über den Skeiðarársandur, den ich am Vortag bereits von oben bewundern durfte. Im Westen erhebt sich der Lómagnúpur. Dort verlässt die Ringstraße auch das direkte Einzugsgebiet des Vatnajökull :| . Hier geht dem Ostwind langsam die Puste aus, und die leichte Brise kommt jetzt aus Süd :huh: . Das merken wir direkt, da sich nun die Sonne in der deutlich trockeneren Luft wieder durchsetzen kann. :)



      Wir überqueren auf einer ca. 2 Kilometer langen einspurigen Metallbrücke (mit Ausweichstellen) den Núpsá :huh: . Bald darauf halten wir noch einmal kurz, um den faszinierenden Blick auf den Lómagnúpur festzuhalten. Das Fotografieren ist allerdings gar nicht so einfach. Hier ist unser erster (und auch der einzige) Mücken-Tummelplatz unserer Reise. Ich muss ungefähr 30x auslösen, bis ich endlich ein Foto habe, auf dem nicht ein schwarzer Fleck im blauen Himmel zu sehen ist. :whistle3:
      Keine 5 Kilometer später halten wir wieder an. Wir stehen an der (geschlossenen) Zufahrt zum 2004 aufgegebenen Hof Núpsstadur. Wir haben zwar in einigen Reiseberichten gelesen, dass man das Verbotsschild getrost ignorieren könnte, wenn man zu Fuß den Hof betritt :hmm: Das ist uns aber nicht ganz geheuer und so begnügen wir uns mit einem Foto von der Straße aus. :)



      Den Krossarfoss lassen wir rechts liegen, da haben wir schon deutlich eindrucksvollere Wasserfälle gesehen. Dafür halten wir 20 Kilometer nach Núpsstadur an einem kleinen Parkplatz an einer eingezäunten Wiese :| . Wenn wir nicht im Reiseführer den Tipp gelesen hätten, hier unbedingt auszusteigen, wären wir hier glatt vorbeigefahren ?( . Erst als wir durch ein kleines Gatter auf die Wiese gehen, sehen wir die Basaltsäulen von Dverghamrar :thumbup: . Es ist schon faszinierend, dass diese sechseckigen Säulen auf natürlichem Weg entstanden sind, als sich Lava ins Meer ergoss und ganz schnell abgekühlt ist. Nach 5 Minuten haben wir das Tal durchschritten und haben einen schönen Rückblick auf den Foss á Siðu. Zurück laufen wir außen rum, wobei wir uns die Frage stellen, wie lange die eine Säule noch steht (in Deutschland wäre der Weg schon längst abgesperrt, da die Säule bestimmt in den nächsten 100 Jahren umfallen könnte… :D :whistle3: :mosking: )



      Eine halbe Stunde später sind wir in Kirkjubærklaustur, wo wir erst einmal tanken. Außerdem zollen wir der Hitze von immerhin 13°C Tribut, indem wir uns ein Eis holen. :icecream:
      Am nördlichen Ortsrand liegt auch schon unser nächstes Ziel: Kirkjúgolf. Auch hier handelt es sich um Basaltsäulen, allerdings bilden diese einen mehr oder weniger ebenen Boden. :hmmz:



      Wir sind davon genau so fasziniert wie die ständigen Bewohner der Wiese über uns. :whistling:



      Den Systrafoss am westlichen Ortsausgang lassen wir ebenfalls rechts liegen. Einerseits sieht er aus der Ferne nicht so faszinierend aus, dass wir unbedingt hin müssten, und die Reisebusse auf dem Parkplatz sind auch nicht gerade dazu geeignet, uns für diesen Abstecher zu begeistern :S . Stattdessen halten wir an der Laufskálavarða. Hier errichtet traditionsgemäß jeder Reisende ein Steinmännchen, wenn er (oder sie) zum ersten Mal hier vorbei kommt. Dem können wir uns natürlich auch nicht entziehen. ^^
      Weitere 20 Minuten später kommt die Hjörleifshöfði in Sicht, ein über 220 Meter hohes Hochplateau, das früher direkt am Meer lag. Die Landhebung sorgte dafür, dass jetzt mehr als 2 Kilometer Land dazwischen liegen. :huh:



      Kurze Zeit später erhaschen wir einen ersten Blick auf die Trolle von Reynishverfi.



      Nicht mehr lange, und wir erreichen Vik. Zuerst fahren wir zum Strand, aber er reizt uns nicht so sehr. Stattdessen schauen wir uns an der Kirche ein wenig um. Neben dem Blick auf die Trolle genießen wir auch den Blick über die Lupinenfelder die Küste entlang nach Osten. :thumbup:



      Nun wird es mal wieder Zeit für einen Kaffee. Wir folgen der Empfehlung aus einem Reisebericht und fahren um das Reynisfjall herum nach Reynisfjara, wo wir uns als erstes ins Svarta fjaran setzen und einen Kaffee genießen. :tee:
      Anschließend begeben wir uns Richtung Strand und passieren dabei ein Warnschild =O . Es steht nicht umsonst da, da hier am beinahe südlichsten Punkt Islands zwei Meeresströmungen zusammentreffen und sich daher die Wellenhöhe ganz plötzlich ändern kann :hmm: . Am Horizont ist bereits Kap Dyrhólæy zu sehen, dem wirklich südlichsten „Festlandspunkt“ Islands.



      Auch hier gibt es viele Basaltsäulen, allerdings noch zusätzlich Strand, zwei riesige Höhlen und die Reynishverfi.



      Wir laufen eine gute Stunde über den Strand. Es herrscht kaum Wind, und die Wellen laufen ganz sanft über den schwarzen Sand. Alle paar Minuten läuft allerdings eine Welle auf einmal ein paar Meter weiter auf, und das ohne erkennbares Anzeichen :/ . Wir sind schon ganz froh, jetzt bei diesem Wetter alles in Ruhe anschauen zu können. Bei Sturm sähe das sicher ganz anders aus… :wacko:
      Auf dem Rückweg schauen wir uns noch die Kirche an, die malerisch vor den Klippen liegt.



      Kap Dyrhólæy lassen wir aus, man muss sich ja noch ein Ziel für die nächste Reise lassen :D . Außerdem ist gerade Brutzeit der Papageientaucher und damit weite Teile des Umlands gesperrt.
      Beim nächsten Stopp wird es mystisch, schließlich sehen wir hier den elfenbewohnten Berg Pétursey, im Hintergrund setzt sich der Eyjafjallajökull in Szene.



      Nicht viel später haben wir einen schönen Blick auf den Sólheimajökull, einen Arm des Mýrdalsjökull.



      Wieder ein paar Minuten später erreichen wir Skógar. Das Freilichtmuseum lassen wir aus und wenden uns direkt dem Skógafoss zu. Am Hauptzugang zum Wasserfall ist sehr viel los, so haben wir den schönsten Blick von halber Höhe, als wir zum oberen Aussichtspunkt laufen. :locomotive:



      Wir schauen auf die Uhr und stellen fest, dass wir noch þorvaldseyri besuchen können. Hierbei handelt es sich um ein Informationszentrum über den Ausbruch des Eyjafjallajökull vor ein paar Jahren. In Schautafeln und in einem Film können wir das Leben unter dem Vulkan sehr gut nachempfinden. Auch hier haben wir die Eintrittskarten bereits im Vorfeld mitgebucht; andernfalls hätten wir ganz sicher dieses sehenswerte Museum verpasst. :good3:
      Nun fahren wir noch einmal ein Stück zurück, da bonimali im Vorbeifahren noch eine Stelle mit einem sehr schönen Blick auf den Skógafoss entdeckt hat. :rolleyes:



      Ein Stück weiter machen wir noch einmal einen Halt in Rútshellir. Hierbei handelt es sich um Häuser, die in den Drangshlið hineingebaut worden sind. Letztendlich handelt es sich um Höhlenwohnungen mit Vorbau. In der Sonne sieht es jedenfalls malerisch aus. :8):



      Unser letzter Halt ist der Seljalandsfoss. Eigentlich kann man ihn hintergehen, aber dafür ist es uns etwas zu spät, schließlich haben wir bereits nach 18 Uhr und wir haben noch knapp 40 Kilometer zu unserem Hotel zu fahren – von Abendessen erst gar nicht zu reden. :|



      So begnügen wir uns mit einem kurzen Blick auf den Wasserfall und fahren weiter nach Hvolsvöllur und dann halb zurück auf der 261 ins Tal der Fljótsvegur. Gegen 19 Uhr erreichen wir nach 290 Tagesilometern (und 11 Stunden auf Achse) unser Hotel Smáratún, ein sehr schön gelegenes und sehr ruhiges Hotel auf einer Pferdefarm. Wir sind direkt sehr angetan. Sowohl das Zimmer als auch das Personal sind sehr empfehlenswert, und das Abendessen ist ausgezeichnet. Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns noch eine Runde im Whirlpool – ein schöner Ausklang des Tages.

      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:
    • Dienstag, 7. Juni 2016 – Tag 28

      Auf zur letzten Insel

      Heute besuchen wir unsere letzte neue Insel für diesen Urlaub – Heimæy :/ . Die Fähre legt um 9:30 Uhr ab und wir haben gut 40 Kilometer bis dahin zu fahren.
      Gut, dass es Frühstück bereits ab 7 Uhr gibt – und das nutzen wir auch aus . Heute ist es wieder exzellent, und auch das gilt es auszunutzen. Alleine das selbstgemachte Brot lockt uns immer wieder ans Buffet, aber auch die Marmeladen und Skyr-Variationen sind hier wieder hausgemacht. :)
      Trotzdem schaffen wir es kurz nach 8 Uhr loszukommen, endlich mal wieder bei blauem Himmel :whistling: . Nach knapp 40 Minuten erreichen wir den Hafen Landeyjahöfn und reihen uns in die Warteschlange ein. Beim Einchecken erfahren wir, dass nur der Fahrer im Auto bleiben darf, alle anderen Passagiere müssen zu Fuß an Bord ?( . Dumm nur, dass es dort für alle Passagiere zusammen ca. 5 Sitzgelegenheiten gibt und die Warteschlange sich eine relativ steile Treppe hoch windet X/ . Aber ich habe ja meinen mobilen Sitzplatz, da bonimali lieber nicht in die und in der Fähre rangieren möchte. Irgendwann setzt sich die Autoschlange dann auch in Bewegung, wobei noch alle Fahrzeuge auf Zusatzpassagiere überprüft werden. Der Wagen hinter mir fährt erst gar nicht ganz nach vorne… :huh:
      Auf dem Schiff merke ich auch, warum es diese Regelung gibt. Die ersten Fahrzeuge werden ganz rechts eingewunken und müssen mit einem Abstand von weniger als 10 Zentimetern zum Geländer stehen. Da wäre das Aussteigen wohl etwas unbequem :wacko1: . Ich habe Glück und darf in die zweite Reihe.
      Wir fahren bei Temperaturen um die 8°C und leichtem Wind los. Nach rund einer halben Stunde haben wir die beiden südlichen Inseln vor uns. Besonders schön sieht Bjarnarey aus, deren höchster Gipfel auf den schönen Namen Bunki hört. :mosking:



      Eine Viertelstunde später fahren wir schon in den von hohen Felswänden geschützten Hafen von Vestmannæyjar ein.



      Bald darauf können wir das Schiff verlassen. Da ich bonimali eh einsammeln muss, schauen wir uns direkt ein wenig am Hafen um. Besonders gefallen uns die Wegweiser. :rolleyes:



      Da der Wind heute im Lauf des Tages immer weiter zunehmen soll, wollen wir als erstes den 221 Meter hohen Eldfell besteigen. Dieser Berg ist erst 1973 beim letzten großen Vulkanausbruch entstanden und daher noch komplett unbewachsen. Vom Parkplatz aus geht es erst ein Stück eben, aber dann recht steil in die lose Vulkanasche rein, wobei wir bei 2 Schritten vorwärts einen halben wieder zurückrutschen :S . Das wird bonimali dann doch zu anstrengend, so dass sie umkehrt und ich alleine aufsteige. Bald darauf kommt schon der rund 5.000 Jahre alte, 226 Meter hohe Helgafell in Sicht.



      Nun wird der Weg wieder steiler. Dafür habe ich über Bjarnarey hinweg einen tollen Blick auf das Festland, das langsam im Dunst verschwindet. :)



      Nach einer knappen halben Stunde bin ich auf dem Gipfelgrat, von dem sich eine tolle Rundumsicht bietet. Besonders schön finde ich den Blick über den Grat hinweg auf den etwas höheren Heimaklettur, der den Hafen beschützt, aber auch der Blick in den Krater ist sehenswert. :thumbup:



      Für den Rückweg brauche ich nur gute 10 Minuten, wobei mich stellenweise auch der Wind zusätzlich antreibt. :locomotive:
      Bevor es noch stürmischer wird, wollen wir nach Stórhöfði, der 114 Meter hohen Südklippe der Insel. Dort soll man gut Papageientaucher beobachten können, von denen wir nicht genug sehen können :D . Am Parkplatz ist es schon ziemlich stürmisch. Hier müssen wir schon beinahe wieder aufpassen, dass uns die Tür nicht aus der Hand gerissen wird :S . Zum Ausgleich für den Wind haben die Wolken jetzt auch den Himmel weitgehend erobert, nur noch an ganz wenigen Stellen ist blau zu sehen :| .
      Wir laufen ca. 200 Meter am Steilhang entlang zu einer Schutzhütte, wo wir uns vor dem Wind schützen können – und direkt auf einen Hang sehen können, der von Papageientaucherhöhlen durchzogen ist :thumbsup: . Die nächsten 10 Minuten beobachten wir die umgebende Landschaft. 2 oder 3 Vögel bekommen wir auch zu Gesicht. Schon die richtige Sorte, aber ziemlich weit weg :pardon: . So laufen wir vorsichtig wieder zurück. Das sich fönende Schaf beobachtet uns dabei. :mosking:

      Zum Aufwärmen fahren wir nach Vestmannæyjar, wo wir uns ein schönes Cafe suchen. Der selbstgemachten Skyrtorte mit Apfelsauce und Sahne können wir dabei nicht widerstehen. :cookie: :tee:
      Um die Ecke sehen wir einen Lavapfosten, der anzeigt wie hoch die Lava hier 1973 nach dem Ausbruch in der Straße stand =O . Dazu passend fahren wir als nächstes zum Skansinn, einer nachgebauten Stabkirche. Gegenüber davon befindet sich ein Seewassertank von 1932 mit einem Zuflussrohr aus der gleichen Zeit.



      Dieser wurde sowohl für die Fischindustrie als auch zum Befüllen eines öffentlichen Schwimmbads genutzt. Hier kann man jedenfalls schön sehen, wo die Lava 1973 zum stehen kam. 50 Meter weiter, und der Hafen wäre nicht mehr befahrbar gewesen X/ . Hier hat sich der tagelange Löscheinsatz der Feuerwehr bezahlt gemacht :thumbup: . Wie zum Beweis verlässt in dem Moment unsere Fähre den Hafen. :hmm:



      Wir fahren noch ein Stück weiter nach Gaujulundur. Hier entstand mitten in der neuen Lava ein kleines Paradies – leider sind wir zu früh im Jahr, um es blühen zu sehen.



      Unser nächstes Ziel ist das Herjólfsdalur, wo wir direkt von einem Austernfischer begrüßt werden. :)



      Laut Karte soll es hier ebenfalls Papageientaucher geben, aber – wie sich vor Ort herausstellt – muss man dafür eine über 200 Meter hohe Klippe erklimmen 8| . Stattdessen laufen wir ein wenig über den wohl einzigen Golfplatz mit Rettungsring. :whistling:



      Wir fahren zurück in den Ort und widmen uns jetzt einem sehr interessanten Museum: Eldheimar (auf deutsch Feuerwelt), das dem Vulkanausbruch von 1973 gewidmet ist. Es wurde um ein zerstörtes und ausgegrabenes Haus herum errichtet und erzählt die Geschichte des (und Geschichten rund um den) Ausbruch und die Zeit danach. Wir bleiben fast 1½ Stunden in dem Museum, so interessant ist es gemacht. :thumbup:



      Unser nächstes Ziel ist die Landakirkja nebst dem dazugehörenden Friedhof. Das Tor ist das Symbol für den Wiederaufbau der Insel. Das Foto des halb verschütteten, aber intakten Torbogens mit dem feuerspeienden Vulkan im Hintergrund ist das Symbol des Vulkanausbruchs und des Wiederaufbaus. :)



      Wir schauen uns noch ein wenig in der Umgebung um, wobei wir auch die Tröllkerlingin (auf deutsch Trollfrau) eines Fotos würdigen.



      Wir fahren unser Auto Richtung Fährhafen, wo wir uns wieder in die Schlange stellen. Danach haben wir noch eine Stunde Zeit, uns ein wenig umzuschauen.



      Pünktlich um 18:30 Uhr legen wir ab. Bei der Ausfahrt ist vom Wind nichts zu merken.



      Dass der Wind auf 16 m/sec zugelegt hat, merken wir auf der Überfahrt. Allerdings liegt das Schiff erstaunlich ruhig im Wasser, da hätte ich mir die sicherheitshalber eingeworfene weiße Pille doch sparen können. :huh:



      Da unser Auto wieder in der mittleren Reihe steht, steigen wir beide vor der Ausfahrt ins Auto, so dass wir an Land angekommen direkt losfahren können. :)
      Kurze Zeit später wissen wir auch, warum vom Schiff aus ein brauner Schleier vor den Bergen zu sehen gewesen ist: Der Wind ist hier zwar nicht so stark wie auf dem Meer, aber es reicht immerhin für einen leichten Sandsturm =O . An der Ringstraße angekommen ist dieser wieder vorbei, und so erreichen wir eine gute halbe Stunde später nach insgesamt 120 Kilometern wieder unser Hotel, wo wir uns wieder von einem richtig guten Abendessen verwöhnen lassen. :essen:

      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:
    • Mittwoch, 8. Juni 2016 – Tag 29

      Sechs Wasserfälle und dann noch Wasser von unten

      Beim Aufwachen sagt uns ein Blick aus dem Fenster, dass sich der blaue Himmel weitgehend verabschiedet hat :| . Trocken ist es aber immer noch, so können wir auch heute wieder unser umfangreiches Programm in Angriff nehmen. ;)
      Wir genießen wieder das Frühstücksbuffet, bevor wir uns gegen 9 Uhr auf den Weg machen.

      Eine ¾ Stunde später erreichen wir bereits unseren ersten Wasserfall, den Urriðafoss. Er ist zwar nicht sehr hoch, aber es ist schon beeindruckend die Wassermassen der Þjórsa vorbeischießen zu sehen und zu hören. :huh:



      Wir folgen der Ringstraße bis Selfoss, wo wir aber nur einen kurzen Zwischenstopp zum Tanken einschieben. Nun halten wir uns nach Norden; erst der 35, dann der 36 folgend. Weiter fahren wir am Þingvallavatn vorbei, immer den Schildern „Þingvellir“ folgend :locomotive: . Auf einmal sind die Schilder weg, dafür sehen wir einen kleinen Parkplatz, ca. 200 Meter weiter einen großen :hmm: . Dort sehen wir auf einem Schild, dass wir am nördlichen Parkplatz des Nationalparks gelandet sind und hier ca. 3,50 Euro Parkplatzgebühren zahlen sollen :( . Da wir uns eh bewegen wollen, fahren wir die 200 Meter wieder zurück. Von dem Geld kaufen wir uns doch lieber einen Kaffee. :D
      Wir laufen los gen Süden und erreichen als erstes den Öxarárfoss.



      Wir folgen nun der Almannagjá, der Allmännerschlucht, weiter nach Süden. Hier passieren wir auch den Abfluss des Wasserfalls.
      Wenig später stehen wir auf dem Aussichtspunkt Lögberg, von dem aus wir einen schönen Blick zurück in die Schlucht, aber auch zur Þingvallakirkja und deren Nebengebäuden haben. :)



      Wir laufen weiter zum Hauptparkplatz, wo wir zwar einen großen Souvenirshop nebst (zahlungspflichtigen) Toiletten finden, aber kein Cafe :nono: . So steigen wir hinab ins Tal der Öxarára.
      Dort schauen wir uns die Kirche natürlich noch näher an. :D



      Nun schlendern wir am Ostufer des Flusses wieder nach Norden zurück zum Parkplatz. Uns hat der Nationalpark gut gefallen, allerdings merkt man schon, dass er ein Pflichtziel aller Islands-Besucher ist – es war nicht gerade leer :S . Daher müssen wir hier nicht noch einmal hin.
      Nach insgesamt 2 Stunden sind wir wieder am Auto und fahren weiter nach Osten, immer dem „Golden Circle“ nach.

      Für unser nächstes Ziel haben wir uns im Vorfeld gut präpariert, da es nicht ausgeschildert ist :!: . Die GPS-Koordinaten haben wir mitgebracht, so dass wir nach dem Verlassen der Hauptstraße die knapp 3 Kilometer Holperstrecke zu den 3 behelfsmäßigen Parkplätzen ohne allzu große Probleme finden (auch wenn wir uns zwischendurch zweimal fragen, ob wir noch richtig sind ?( ).
      Nachdem wir unser Auto abgestellt haben, sehen wir vor uns 3 Fußwege in der Wildnis verschwinden. Wir folgen dem breitesten und hören bald Wasser ^^ . An einer Weggabelung folgen wir dem Geräusch und stehen kurz danach – an einer Böschung X/ . Also wieder zurück und in die andere Richtung weiter. An der nächsten Abzweigung sehen wir auch einen kleinen Wegweiser, zumindest wenn man genau hinguck :whistling: t. Bald darauf verschwindet der Weg im Gebüsch, dafür hören wir wieder Wasser rauschen. Noch ein paar Schritte, dann stehen wir auf einer kleinen offenen Fläche – und da ist er auch schon, der Brúarárfoss! :8o:
      Auf der Brücke, die über die Brúará führt, sehen wir erst richtig, wie blau das Wasser ist – und das ganz ohne Sonne :rolleyes: . Im Hintergrund schaut der Rauðafell von einer anderen Perspektive auf diesen besonderen Wasserfall. Hier werden wir sicher noch einmal bei schönem Wetter hinkommen und uns mehr Zeit nehmen. :)



      Am Wasserfall treffen wir andere Reisende, die direkt vom Geysir kommen, der nicht allzu fern liegt. Sie haben außer anderen Touristen, die in Siebener-Reihen rund um den Strokkur standen, kaum etwas gesehen :wacko1: . Das soll uns eine Warnung sein, und so verschieben wir den Besuch noch ein wenig.

      Wir fahren weiter nach Osten. Oberhalb der Straße fällt uns in Uthlið noch eine schöne Kirche auf, die wir uns näher anschauen.



      Danach fahren wir erst einmal zu unserem Hotel, das genau in der Mitte zwischen dem Geysir und dem Gullfoss liegt, den beiden Sehenswürdigkeiten die wir uns heute noch anschauen wollen – aber erst nach dem Abendessen ;) . Wir sind bereits um 15:30 Uhr da und beziehen unser gemütliches Zimmer. bonimali ruht sich ein wenig aus, und ich packe unsere Koffer aus :( – leider. Denn wir müssen unser Gepäck am nächsten Tag halbwegs flugzeugtauglich mitnehmen, schließlich ist dies unsere letzte Übernachtung in Island. ;(
      Nach einer guten Stunde habe ich keine Lust mehr, und wir beschließen, uns vor dem Abendessen noch einen Wasserfall anzuschauen. Hierzu folgen wir der 35 ein paar Kilometer nach Süden, immer dem Tungufljót folgend. Zum Glück wissen wir ungefähr, wann wir abbiegen müssen, denn auch hier haben die Isländer mit Wegweisern gespart :/ . Das mag aber auch daran liegen, dass hier vor einiger Zeit ein „Pinkeln verboten“-Schild existiert hat. Wahrscheinlich wurde es gemeinsam mit dem Wegweiser entsorgt… :D
      Wir finden jedenfalls den Parkplatz und stehen kurz darauf am Faxi oder Vatnsleysufoss.



      Wir laufen noch runter zu den Lachstreppen, finden aber auch dort das Schild nicht, also fahren wir wieder zurück zum Hotel. :whistling:

      Wir verzehren ein Abendessen, dass uns nicht ganz so begeistert wie die vorangehenden (die aber auch schwer zu toppen sind). Danach fahren wir weiter zum Gullfoss. Leider steht der Wind nicht gut zum Näher rangehen, aber imposant ist er so auch. :|


      Da es trotz der Zeit (gegen 20 Uhr) noch ziemlich voll ist, fahren wir bald weiter, diesmal wirklich zum Geysir. Dort schauen wir uns ein wenig im Thermalgebiet um, wo es an allen Ecken dampft und brodelt. Das geht auch sehr gut, da außer uns nur eine Handvoll Leute hier sind. :)



      Zu guter Letzt beobachten wir noch einen Ausbruch des Strokkur, der regelmäßig alle 5 – 8 Minuten ausbricht. ^^



      Gegen 22 Uhr sind wir nach 250 Tageskilometern wieder im Hotel, wo wir nach einem langen Tag rasch einschlafen :sleeping: , schließlich wird der nächste noch länger.

      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Noschwefi“ ()

    • Kauderwelsch schrieb:

      Zehrt ihr immer noch davon?

      Das wird bestimmt noch lange Zeit der Fall sein.
      Für mich persönlich durchlebe ich die Reise ja gerade zum vierten Mal (Vorbereitung; eigentliche Reise; Fotos sichten; Reisebericht), und zumindest das Papier-Reisetagebuch folgt ja noch ;)
      Dazu kommt noch eine Fotoausstellung, die ich im November durchführe, und die großen Fotos (40x60) werden uns das ganze nächste Jahr im Wohnzimmer als Kalender begleiten :)
      Außerdem überlegen wir immer wieder mal, wo wir beim nächsten Island-Urlaub (wann immer der sein wird) unsere Unterkünfte mieten wollen :whistling:

      Aber wenn wir nicht immer vier bis fünf Reisen gleichzeitig in der Planung (auch weit in der Zukunft) oder gebucht haben, fehlt uns was :D

      Viele Grüße
      Noschwefi

      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:
    • Donnerstag, 9. Juni 2016 – Tag 30 (Teil 1)

      Viel Dampf und ein bewegliches Hotel

      Ein Blick aus dem Fenster beim Aufstehen zeigt uns eine geschlossene hohe Wolkendecke – genauso wie es der Wetterbericht vorhergesagt hat :| . Es ist noch ein wenig Zeit bis zum Frühstück, so packe ich noch unsere Koffer fertig. Der eine hat 22,9 Kilogramm, der andere knapp 20 – da muss aber auch am Flughafen noch was rein. Mal schauen, wie das so klappt. :/
      Nun lockt uns erst einmal das Frühstücksbuffet, bevor wir frisch gestärkt das Auto packen. Ganz ungewohnt, dass der Kofferraum so aufgeräumt aussieht… :D
      Gegen 8:40 Uhr starten wir in unseren letzten Island-Tag – nach so vielen Tagen unterwegs mit recht gemischten Gefühlen. Einerseits freuen wir uns darauf, noch ein paar unbekannte Ecken zu sehen, andererseits machen sich nach so langer Zeit erste leichte Ermüdungserscheinungen bemerkbar; der innere Speicher ist doch bereits recht voll. :huh:
      Daher passt es ganz gut, dass wir mit einer Sehenswürdigkeit beginnen, die wir bereits am Vortag besucht haben: Das Thermalgebiet von Geysir. :thumbup:
      Da der Wind über Nacht gedreht hat, hoffe ich darauf, eine bestimmte Ansicht des Strokkur in Aktion festhalten zu können. Und wir haben Glück, es klappt. :thumbsup:
      Irgendwann werden wir hier bestimmt auch noch mal bei blauem Himmel wiederkommen… :rolleyes:

      Eine halbe Stunde später erreichen wir Skálholt, ein wichtiges kulturelles und politisches Zentrum Islands, von 1056 bis 1785 auch Bischofssitz. Die älteste der heute stehenden Kirchen stammt von 1956, daneben steht ein Nachbau des ersten Doms. Beide Kirchen sind sehr schlicht gehalten und haben uns gut gefallen. :)



      Auf der Weiterfahrt passieren wir den Kerið, einen laut Reiseführer sehr schönen Krater. Da es aber gerade hier leicht zu regnen anfängt verzichten wir auf eine Umrundung, schließlich wollen wir irgendwann noch einmal bei schönem Wetter in die Gegend. So ist unser nächster Halt erst gegen 11 Uhr in Hvagerði, wo wir bereits Eintrittskarten für das Geothermal-Gebiet besitzen.
      Wir schauen uns die dampfenden Quellen und die Reste der ersten Nutzungsversuche an. Besonders interessant finden wir das Touristenbohrloch, das 1949 auf Betreiben eines örtlichen Hoteliers gebohrt wurde und an dem im Rahmen von Führungen durch das Öffnen eines Ventils Dampf herausgeblasen wurde. :whistling:



      Wir dürfen uns in einer heißen Quelle noch Eier kochen, die wir später mit Vulkanbrot essen.
      Leider sind die meisten heißen Quellen und kleine Geysire nach einem Erdbeben im Jahre 2008 versiegt. Hieran erinnern nur noch die leeren Krater und Tafeln mit alten Fotos. :(
      Im zu einem kleinen Museum umgebauten Treibhaus essen wir zwischen Weintrauben und Bananenstauden unsere selbstgekochten Eier.



      Im Museum steht eine Vitrine mit Geschirr- und sonstigen Resten :hmm: . Eine Tafel daneben erklärt, was es damit auf sich hat: Eine trockengefallene Quelle, die Ruslahver, wurde früher als Müllkippe missbraucht. Im Rahmen eines Erdbebens wurde sie wieder aktiv und hat bei ihrem ersten Ausbruch sämtliche gelagerten Gegenstände wieder im Ort verteilt :mosking: . Da nicht alles dem ursprünglichen Besitzer zugeordnet werden konnte, sind halt einige Teile hier ausgestellt. :whistle3:

      Nun fahren wir ein letztes Mal gen Süden – wir wollen an die Südküste der Halbinsel Reykjanes.
      Wir passieren den Ort Þorlákshöfn und erreichen ein paar Minuten später die einsam im Nirgendwo gelegene Strandarkirkja. Der Legende nach ist sie von Seeleuten errichtet worden, die bei Sturm an der Küste gekentert sind und an dieser Stelle ein geheimnisvolles Licht an Land gesehen haben. Nach ihrer Rettung haben sie zum Dank diese Kirche gebaut. Durch ihre einsame Lage (und die Elfenhäuschen unmittelbar nebenan) soll von diesem Ort immer noch eine besondere positive Kraft ausgehen. :)



      Wir folgen nun weiter der Küste und erreichen bald darauf den Abzweig nach Seltún, dem Geothermalgebiet von Krýsuvik. Das Gebiet ist sehr kompakt in einem Tal, aus dem wir es bereits aus der Ferne dampfen sehen. Dennoch bietet es die ganze Vielfalt von heißen Quellen über Schlammtöpfe bis hin zu farbigen Ablagerungen. ^^



      Direkt nebenan fügt sich ein Haus malerisch in die wolkenverhangenen Berge ein. :rolleyes:



      Vom Grænavatn aus haben wir noch einmal einen schönen Blick auf das kleine, aber feine Geothermalgebiet.



      Zurück an der Küste fahren wir durch das Ögmundarhraun, eine moosüberwachsene Lavawüste. Beim Abzweig der 428 werden wir noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass wir mit unserem Auto nicht alle Straßen befahren dürfen. :huh:



      Bald darauf verlassen wir die Ausläufer des Fagradalsfjall und sehen bereits die flache Küstenlandschaft vor uns liegen.



      Wir erreichen wenige Minuten später Grindavik, wo wir das Bryggjan, ein etwas versteckt mitten im Hafen gelegenes Cafe, suchen und schließlich auch finden. Dort trinken wir zwischen Schiffs- und Seemannsutensilien gemütlich unseren Kaffee. :tee:



      Nun wenden wir uns wieder gen Norden und folgen der 43 ein paar Kilometer ins Inland.


      Fortsetzung folgt

      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:
    • Donnerstag, 9. Juni 2016 – Tag 30 (Teil 2)

      Viel Dampf und ein bewegliches Hotel (Fortsetzung)

      Bald darauf folgen wir einem Hinweisschild nach links und umrunden auf einer schmalen, aber asphaltierten Straße durch den Skipstigshraun den 229 Meter hohen Þorbjörn. Auf dessen Nordseite scheint die Erde wieder thermisch aktiv zu sein. Zumindest lassen das die Dampfwolken und die Rohre vermuten. :/



      Na ja, nicht nur das, auch unser Ziel weist ja schon darauf hin, dass wir uns in einem Geothermalgebiet befinden: Die Bláa lónið (oder auch Blaue Lagune), die wir kurz nach 16 Uhr erreichen :D . Wir fahren auf den gut gefüllten Hauptparkplatz und begeben uns in Richtung Eingang. Der Weg führt mitten durch einen großen Lavablock und ist schön angelegt. Vor dem Eingang biegen wir allerdings links ab und gehen zur eigentlichen Lagune, an der ein Rundwanderweg angelegt wurde.
      Hier genießen wir den Ausblick auf das blaue Wasser und das Kraftwerk. :)



      Noch faszinierender finden wir allerdings die Kanäle, die sich ins Umland erstrecken. Durch die milchige Farbe erscheint uns das Wasser wie künstlich, als ob jemand die Kanäle mit blauer Plastik ausgegossen hat… :rolleyes:



      Zurück am Fahrzeug setzen wir die Umrundung des Þorbjörn fort und befinden uns bald wieder am Ortsrand von Grindavik. Wir folgen der Küstenstraße nach Westen, bis wir nach einigen Kilometern in Staður einen malerischen Friedhof entdecken :| . Wir fahren auf den Parkplatz und laufen ein wenig durch das Gelände. Ganz überrascht sind wir, als wir auf einmal auf der Friedhofsmauer eine Eiderente entdecken, die dort still vor sich hin brütet… =O



      Bald darauf wendet sich die Straße nach Norden, und wir erreichen Miðlina (auch Leif the lucky bridge genannt), wo man (geografisch) auf einer Brücke zwischen Europa und Nordamerika pendeln kann :locomotive: . Das können wir uns natürlich nicht entgehen lassen. :nono:



      Nun sind es nur noch 25 Kilometer nach Keflavík, wo wir noch gemütlich zu Abend essen wollen. Wir folgen der Empfehlung des Reiseführers und landen im Kaffi Duus. Hier entscheide ich mich für eine echte isländische Spezialität, die mir überraschend gut schmeckt. :essen:
      Da wir nach dem Abendessen noch über zwei Stunden Zeit haben, bevor wir unser Auto abgeben wollen, machen wir noch eine Rundfahrt über den nördlichen Teil der Halbinsel, die im Gegensatz zum südlichen weitgehend von Grün geprägt ist (und dabei meine ich nicht unbedingt die Farbe der Dächer :whistle3: ).
      Wir fahren zuerst zur Kirche in Garður, wo wir auf dem Friedhof einen Anker als Grabstein entdecken. :hmm:



      Unser nächstes Ziel ist Garðskagi, der nördlichste Punkt von Reykjanes. Hier gibt es neben dem Campingplatz zwei Leuchttürme zu entdecken.



      Wir steigen auf den Deich, wo wir direkten Einblick in das Versammlungshaus sowie den Kindergarten von Entenhausen erhalten. :mosking:



      Auf dem Rückweg sehen wir Kirche und Pfarrhaus von Garður noch einmal aus einer anderen Perspektive.



      Gegen 20:15 Uhr erreichen wir die Kirche von Hvalsnes südlich von Sandgerði. Leider können wir nicht in die Kirche rein, aber auch so bildet dieses kleine Kirchlein noch einmal einen stimmungsvollen Abschluss unseres Sightseeings. :)



      So machen wir uns nun auf zur Tankstelle und anschließend zum Flughafen, oder besser: zur AVIS-Mietstation. Wir haben beim Ausleihen des Fahrzeugs eine genaue Anfahrtsbeschreibung erhalten, wo wir das Auto bis 17 Uhr abgeben können (nämlich passenderweise beim Abgabecenter), danach sollen wir zur Ausleihe fahren. :thumbup:
      Leider ist nicht ausgeschildert, wie wir fahren müssen. So landen wir erst einmal auf einem Kurzzeitparkplatz, merken aber rechtzeitig dass wir falsch sind und können vor Ablauf der 15-Minuten-Frist für kostenloses Parken selbigen wieder verlassen ?( . Auf der anderen Seite des Zauns sehen wir Schilder mit den verschiedenen Autovermieter-Emblemen, so fahren wir noch ein Stück weiter und finden tatsächlich die AVIS-Parkplätze :!: . Wir stellen unseren Wagen neben die blank polierten, wobei uns so richtig auffällt, dass die Farbe des Fahrzeugs sich doch ein wenig von dem ursprünglichen Weiß entfernt hat. :whistling:
      Wir packen unsere Sachen zusammen und schauen, dass wir nichts vergessen haben. Kaum zu glauben, wie viele Ablageflächen und –ecken so ein Auto haben kann :/ . Nun laufen wir zum Schalter und wollen unseren Schlüssel abgeben. Wir werden aber nur blöd angeschaut und an das Abgabecenter verwiesen :?: . Als wir darauf hinweisen, dass wir hier den Wagen abgeben sollen, werden wir schon relativ unfreundlich behandelt, wir wären hier falsch :S . Als ich die Anfahrtsskizze heraushole bekommen wir nur die lapidare Antwort diese sei veraltet. X/
      Mit viel Zureden können wir noch verhindern, dass wir voll beladen wieder zurück zum Auto müssen. So können wir zumindest unser Gepäck dort hinter dem Schalter zwischenlagern und uns auf den Weg zur Abgabestation machen. :pillepalle:
      Diese finden wir auch rasch und stellen den Wagen nach 320 Tages- und 3.990 Gesamtkilometern vor dem Eingang ab. Nach einer oberflächlichen Begutachtung und dem Prüfen der Tankanzeige ist alles erledigt. Wir erhalten das Übergabeprotokoll und können zurück zum Flughafen. Wir überlegen gerade, ob wir die ca. 500 Meter laufen wollen, als der Transferbus ankommt. Das nimmt uns die Entscheidung ab; durch das Industriegebiet lässt sich bestimmt nicht so schön laufen. Der Fahrer läuft sofort nach hinten, um unser Gepäck einzuladen :mosking: . Etwas irritiert muss er die Tür unverrichteter Dinge wieder schließen – er hat wohl die Diskussion um das Reisen nur mit Handgepäck nicht verfolgt. :whistle3:
      Zwei Minuten später stehen wir am Haupteingang zum Flughafen und müssen uns erst ein wenig orientieren. Die riesige Warteschlange an den geschlossenen Schaltern scheint wirklich unsere zu sein :wacko1: . Die Auflösung zeigt ein Blick zur Anzeigetafel: Insgesamt gehen 11 Maschinen innerhalb von 75 Minuten, davon alleine 4 von Air Berlin. :S
      Gut dass wir eh noch ein wenig umladen müssen, vielleicht tut sich bis dahin ja etwas. Wir holen erst einmal unser Gepäck am AVIS-Schalter ab, ziehen uns in eine halbwegs ruhige Ecke zurück und packen den zweiten Koffer voll. Leider zeigt die Waage auch nach dem Wechsel der schweren zu den leichten Jacken noch zu viel an :( . Also tritt Plan B in Kraft: Ausmisten. Wir haben festgestellt, dass unser Fernglas nicht mehr ganz neu, sprich etwas schwer und unhandlich ist. Also schenkt bonimali es einem vorbeilaufenden ca. 8-jährigem Kind, das gerade mit seinen Eltern eingetroffen ist. Alle drei freuen sich, und wir können jetzt unser Gewichtslimit einhalten. :whistling:
      Die Warteschlange ist zwischenzeitlich eher noch gewachsen, so ziehen wir uns in ein stilles Eckchen zurück. bonimali geht ins Internet und ich erst einmal zum Taxfree-Schalter. Anschließend schaue ich mich noch ein wenig am Flughafen um. Hierbei entdecke ich auch den Regenbogen, von dessen Existenz ich bereits in einem Reisebericht gelesen habe. Gut dass es so lange hell ist, so kann ich ihn auch gegen 22:30 Uhr noch gut erkennen. :)



      So richtig viel tut sich an der Länge der Warteschlange nicht. Auch wenn jetzt alle 8 Schalter besetzt sind, geht es nicht richtig voran. Bald darauf erfahren wir auch den Grund: Das Förderband für das Gepäck ist ausgefallen und alles muss manuell weitertransportiert werden. :thumbdown:
      Nach einiger Zeit ist dieses Problem gelöst, und da wir ja auch noch durch die Schlange der Sicherheitskontrolle müssen, stellen wir uns nun, knapp zwei Stunden vor dem Abflug, sicherheitshalber an. Bald darauf merken wir, dass wir genau den richtigen Zeitpunkt erwischt haben: Mitarbeiter des Flughafens verteilen Schokolade und Getränke. :cookie:
      Trotz der langen Wartezeit geht alles sehr gesittet und ruhig zu; Island scheint wirklich nicht nur uns zu entspannen :thumbup: . Irgendwann können wir auch unser Gepäck abgeben und können uns zur Sicherheitskontrolle begeben, die wir erstaunlich rasch hinter uns bringen. Während dessen beginnt



      Freitag, 10. Juni 2016 – Tag 31

      Kurz nach Mitternacht kommen wir in den Duty-Free-Shop. Die Anzeigetafel zeigt uns, dass wir bereits jetzt, 40 Minuten vor dem Abflug, zum Gate kommen sollen. Da wir eh nichts mehr kaufen wollen, machen wir das auch und werden auch beinahe umgehend abgefertigt.
      Bereits 10 Minuten später sitzen wir auf unseren Plätzen. Ich stelle meine Uhr auf deutsche Zeit und bekomme erste einmal einen Schreck: Gleich halb drei – morgens! =O
      Ich beschließe, schon einmal ein wenig zu dösen. Den Start bekomme ich nur am Rande mit, dafür erlebe ich die Getränkeausgabe noch bewusst ^^ , bevor ich endgültig wegdämmere. :sleeping:
      Gegen 6 Uhr werde ich bereits wieder geweckt, obwohl das Frühstück noch gar nicht fertig ist – der Service in diesem Hotel lässt wirklich zu wünschen übrig . Beim Wachwerden registriere ich, dass ich mich ja gar nicht in einem echten Hotel befinde :blush2: . Keine zwei Minuten später sind wir auch schon in Düsseldorf.
      Gegen 6:30 Uhr haben wir unser Gepäck zusammen und lassen uns vom Taxi nach Hause fahren. Nun frühstücken wir erst einmal in aller Ruhe , dann werde ich langsam ein wenig träge. :|
      Da ich aber sofort in den richtigen Schlafrhythmus finden möchte, halte ich mich den restlichen Tag mit Koffer ausräumen, Wäsche waschen und dem Überspielen (und ersten Sichtungsversuchen) der Fotos wach. :locomotive:
      So geht der Urlaub gegen 22 Uhr mit einem erholsamen Schlaf endgültig zu

      Ende.

      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Noschwefi“ ()

    • Das war ja wirklich ein eindrucksvoller und -reicher Urlaub. Ich glaube euch,dass ihr noch lange davon zehrt. Und wenn es dann tatsächlich mal an eine neue Planung für einen Island Trip geht habt ihr ja schon Erfahrung und wisst, was ihr nochmal oder erstmals anschauen wollt. Danke für diesen tollen Bericht.
      Grüße aus dem Rheinland

      Berichte sind in meinem Profil zu finden
    • Danke für diesen ausführlichen Bericht !

      Du magst aber nicht verraten welche isländische Spezialität Du am letzten Tag gegessen hast, oder ?
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO Verweise auf Reiseberichte im Profil
      7/14 NX
    • Mit großem Interesse habe ich den anschaulichen, detaillierten Bericht mit den vielen großartigen Fotos verfolgt. :thumbup: Ihr habt die Reise unternommen, von der ich seit meiner Studienzeit träume – und das auch noch bei bestem Wetter.

      Zwar bin ich islandmäßig ein Greenhorn, denn wir kennen die Insel ja bisher nur von Kreuzfahrtstopps. Dennoch möchte ich einen Tipp für Eure nächste Islandtour loswerden, die Ihr Euch ja offenbar vorgenommen habt.
      Durch einen Bericht im deutschen Fernsehen waren wir auf ein sehr spezielles naturkundliches :D Museum in Reykjavik, Laugarvegur 116, aufmerksam geworden. Bei unserem letzten Aufenthalt haben wir ihm dann einen Besuch abgestattet. Es ist ebenso lehrreich wie unterhaltsam und soll weltweit das einzige seiner Art sein:

      phallus.is/de/

      Zum Walfleisch: Das haben wir in Bergen auch schon gern einmal probiert. Solange keine gefährdeten Arten erlegt werden, sehe ich da kein Problem.

      Viele Grüße
      Laminaria

    • Vielen Dank :thank_you: für diesen beeindruckenden Reisebericht mit den fantastischen Fotos! Mit dem Wetter hattet ihr geradezu unglaubliches Glück, vieles von dem, was du bei strahlendem Sonnenschein gezeigt hast, habe ich nur im strömenden Regen kennengelernt ;) Und selbst da hat der Island-Virus schon voll zugeschlagen- wieviel mehr muss es euch bei Sonnenschein erwischt haben :D
      Viele Grüsse, Albatross
      Reiseberichte im Profil
    • Nochmals vielen Dank für den tollen und beeindruckenden Reisebericht und die fantastischen Fotos. Nach solch einem Bericht bekommt man richtig Lust auf Island. :thumbsup:
      :lofoten2:
      Gruß
      Jürgen

      Kong Harald 2013 BGO-KKN
      Richard With 2015 BGO-KKN-BGO
      MS Lofoten 2017 BGO-KKN-BGO
      MS Lofoten 2019 BGO-KKN-BGO
    • Auch wenn die Reise schon lange her ist (ebenso wie mein letzter Eintrag im Reisebericht :whistle3: ), will ich doch noch den letzten, ncoh fehlenden Aspekt nachholen:

      Das Fazit :)

      Für die Anreise mit der MV Fram habe ich das ja bereits hier gezogen, so bleibt noch die Zeit auf Island.

      Wir haben uns im Vorfeld viele Gedanken über die Reise gemacht. Die Tour haben wir gemeinsam mit einem Spezial-Reisebüro erstellt, von dem wir auch Tipps für jeden Reisetag erhalten haben. Zusätzlich haben wir in vielen Reiseberichten, im Island-Forum und diversen anderen Internetseiten Informationen gesammelt, die wir den einzelnen Reisetagen zugeordnet haben.
      Letztendlich ist dabei ein über 70-seitiges "Programmheft" entstanden, bei dem wir von Tag zu Tag entschieden haben, was wir davon wirklich unternehmen oder anschauen wollen. Wir haben es auch nicht bereut, diese Auswahl zu haben. So brauchten wir uns im Nachhinein nicht zu ärgern, ggf. etwas verpasst zu haben, was wir unbedingt noch hätten sehen wollen :D

      Die Rundreise war perfekt organisiert, nur an einem Tag an der Südküste hätten wir uns noch eine Zwischenübernachtung gewünscht. Da es unsere erste Islandreise war, wollten wir natürlich so viele Eindrücke sammeln, wie es möglich (und verkraftbar) war.
      Bedingt durch das tolle Wetter konnten wir das auch perfekt nutzen :thumbup: - allerdings mit dem Nachteil, dass wir täglich im Schnitt 10 Stunden unterwegs waren. Auf die Dauer war das doch recht anstrengend, auch der ständige Hotelwechsel ließ uns an einigen Tagen nicht wirklich zur Ruhe kommen.
      Im Nachhinein haben wir es aber nicht bereut, diese Reise genau so gebucht und unternommen zu haben.

      In Reykjavík konnten wir erst einmal ankommen (und noch ein paar gemeinsame Stunden mit unseren Fram-Mitreisenden verbringen), bevor es in gut zwei Wochen einmal um die Insel ging. Wenn wir die Hotels selbst gebucht hätten, wäre der Urlaub insgesamt teurer geworden, außerdem wurde uns auf diese Weise die Suche nach den passenden Unterkünften abgenommen ;)
      Es war auch gut, dass im Programm schon einige Museen enthalten waren. Aufgrund des Wetters hätten wir wahrscheinlich vor Ort auf einen Besuch verzichtet, was im Nachhinein schade gewesen wäre.

      Nachdem wir viele Eindrücke gesammelt haben, werden wir sicher noch einmal nach Island fahren, allerdings nicht mehr in dieser Form. Wir haben ein paar schöne Ecken entdeckt, wo wir uns jeweils für ca. eine Woche eine Ferienwohnung nehmen werden, um von dort aus Tagesausflüge zu unternehmen. Dazwischen liegt dann jeweils ein Fahrtag; auf diese Weise kann man die Insel auch umrunden ^^

      Den Rückflug am frühen Morgen würden wir (trotz des Chaos am Flughafen) wohl auch wieder so wählen, da wir uns dadurch eine Übernachtung sparen konnten. Diesen Flug als Hinflug zu nehmen, würde ich mir allerdings zweimal überlegen, da die Gepäckausgabe teilweise bis 2 Uhr morgens ging und es keine Unterkünfte direkt am Flughafen gibt ;( .

      Die Anreise in Kombination mit der MS Fram war ein perfekter Einstieg, allerdings ist diese Traumreise im Verlauf der darauf folgenden Wochen doch sehr stark in den Hintergrund getreten und wurde von den Island-Eindrücken überlagert.
      Das hat sich erst bei der Erstellung des Reiseberichts wieder geändert :|

      Im Nachhinein hätten wir uns die Reihenfolge anders herum gewünscht (dann hätten die Ruhetage auf See perfekt gepasst :D ), aber man kann ja nicht alles haben :whistling:

      Alles in allem war es ein Traumurlaub, den wir so als Wiederholung nicht noch einmal machen würden, von dem wir aber keine Minute bereut haben. Für einen Einstieg in zwei neue Reisegebiete (Arktis und Island) war es perfekt :thumbsup:

      Viele Grüße
      Noschwefi

      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2: