Traumreise mit der MS FRAM nach Grönland

    • Grönland
    • 2015
    • Traumreise mit der MS FRAM nach Grönland

      Seit ich jährlich von Hurtigruten den Katalog zu den Expeditionsreisen zugeschickt bekomme, träume ich davon, eine Fahrt mit der MS Fram zu den Eisbergen und den bunten Häusern Grönlands zu machen. Um diesen Traum zu erfüllen, musste aber schon ein besonderer Anlass her und dieser Anlass sollte mein 50. Geburtstag in diesem Jahr sein. Gebucht haben wir bereits vor einem Jahr, um den Frühbucherrabbatt mitzunehmen, und nach 1 Jahr Vorfreude war es dann am 23.6.2015 endlich soweit. Um es schon vorweg zu nehmen, es war eine Traumreise, über die ich den eigentlichen Anlass fast vergessen hätte ^^

      23.06.2015 Flug nach Kangerlussuaq und Check-In auf der Fram

      Der Charterflug der Air Berlin von Düsseldorf nach Kangerlussuaq auf Grönland startete bereits um 8.30 Uhr, so dass wir schon mitten in der Nacht aufstehen und losfahren mussten. Aufgrund der 4-stündigen Zeitverschiebung sind wir dann bereits um 9.10 Uhr nach fast 5 Stunden Flug in Kangerlussuaq gelandet. Auf dem Flug war es meist bewölkt, aber beim Erreichen von Grönland haben sich die Wolken verzogen und wir hatten einen ersten wunderschönen Blick auf die Eisberge und Gletscher Grönlands.



      Die Tour vor uns, wurde aufgrund des Eises im 170 km langen Kangerlussuaq Fjord nach Nuuk ausgeflogen und hat dort die Fram betreten. Innerhalb von 10 Tagen war der Frühling oder der Frühsommer eingekehrt, das Eis im Fjord geschmolzen und die Fram lag nun vor Kangerlussuaq (dänisch: Søndre Strømfjord ). Nach dem Aussteigen aus dem Flieger wurden wir direkt, ohne das Flughafengebäude betreten zu müssen, von den geländefähigen Ausflugsbussen abgeholt. Die Koffer wurden direkt auf das Schiff transportiert. Kangerlussuaq hat uns mit herrlichem Sonnenschein bei ca. 13 Grad empfangen und weil es die Wochen vorher in Grönland für die Monate zu kalt war, hielten sich die Mücken noch sehr zurück. Mit den Ausflugsbussen ging es dann auf unbefestigten Straßen zum Icecap des Inlandseises. Wir wurden zu einem Aussichtspunkt gebracht, an dem man einen Wasserfall und das Inlandseis sehen konnte, eine Möglichkeit, das Inlandseis zu betreten, gab es von dort während des Ausflugs aber nicht.





      Trotz holpriger Straßen sind viele Teilnehmer auf dem Rückweg in den durch die Sonneneinstrahlung recht warmen Bussen in einen kurzen Mittagsschlaf gefallen. Nach fast 4 Stunden ging es dann zum ehemaligen Ruderclub der US Air Base am See Tasersuatsiaq, wo es dann endlich etwas zu trinken und auch zu essen gab.



      Eine Stunde später holten uns wieder Busse ab, die uns dann noch zu einem Aussichtspunkt und zu einigen Schlittenhunden gebracht haben und dann fuhren wir endlich zum Hafen.



      Im Hafen gab es dann die erste Einweisung, wie man mit den Schwimmwesten umgeht, und dann hatten wir unsere erste Fahrt mit den Polarcircle Booten zur Fram. Nach Check-In, Sicherheitsunterweisung und Abendbuffet waren wir dann aber auch sehr k.o., so dass wir nicht mehr viel von der Fahrt durch den Fjord mitbekommen haben.
      LG Lundefugl

    • 24.06.2015 Sisimiut

      Der erste Blick aus dem Fenster zeigte Wolken, die sich über den Tag leider noch verstärkten. Morgens wurden die Infoveranstaltungen in deutscher und englischer Sprache durchgeführt. Danach konnte sich jeder Passagier die blaue „Schlumpfjacke“ abholen.



      Die Fram hat dann am Pier von Sisimiut angelegt. Wir hatten keine Ausflüge gebucht und sind mit Stadtplan auf eigene Faust losgelaufen. Das erste Mal standen wir also vor den "bunten Häusern", wie ich es mir gewünscht hatte. Allerdings muss man sich daran gewöhnen, dass alles, was im Haus kein Platz hat, einfach „draußen abgelegt“ wird. Bei Schnee fällt das ja auch nicht weiter auf :D



      Zuerst haben wir uns das Museum angeschaut (Karten gab es an Bord der Fram) und sind dann weiter gemütlich durch die Stadt gelaufen.





      Abends wurden die Wolken weniger und wir haben zum ersten Mal auf dieser Reise die Mitternachtssonne genießen können.

      LG Lundefugl

    • 25.06.2015 Qeqertarsuaq

      Der erste Blick aus dem Fenster blauen Himmel und Eisberge! Schnell waren wir raus aus dem Bett.



      Mit den Polarcircle Booten wurden wir dann Deck für Deck in den Ort Qeqertarsuaq ausgebootet. Hier war es endgültig wie im Hurtigrutenkatalog: bunte Häuser, tolle Landschaft, grönländische Schlittenhunde und Eisberge...







      Nachmittags hat Göga dann an der Wanderung zu den Basaltfelsen und den Wasserfällen teilgenommen.





      Zurück an Bord zeigten sich die ersten Buckelwale, die aber von der Fram gar nicht so leicht zu fotografieren sind. Die Teilnehmer der Ice Cruise kamen mit den Polarcircle Booten deutlich näher ran.


      LG Lundefugl

    • Hallo Lundefugl,
      herrlich, diese schönen Bilder anzusehen, wenn man selbst vor 1 Jahr an den Orten war. Unsere Wanderung zu den Basaltfelsen war leider durch Nieselregen beeinträchtigt, da haben wir uns den Abstieg am Schluß wegen großer Rutschgefahr verkneifen müssen. In der Bucht von Qeqertarsuaq konnten wir das Drehen eines Eisberges nach einem Abbruch beobachten, sehr imposant. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung des bebilderten Berichtes.
      LG woma
    • 26.06.2015 Qasigiannguit

      Der schöne Ort Qasigiannguit empfing uns mit herrlichem Sonnenschein und vereinzelten Eisbergen.



      Am Pier wurden wir von den Kindern des örtlichen Kindergartens empfangen, die die Fram mit Fähnchen und einigen Liedern willkommen hießen. Danach durften die Kleinen und ihre Betreuer sich das Schiff anschauen. Wir gingen von Bord und liefen in einer großen Runde durch den Ort. An verschiedenen Punkten standen Einheimische in orangen Westen, die uns in Englisch Fragen beantworteten und den Weg durch den weitläufigen Ort zeigten. Das sehenswerte kleine Museum hatte auch geöffnet.





      Wir folgten dem Hundegeheul der Schlittenhunde, das schon vom Schiff aus zu hören war, an den Ortsrand. Die grönländischen Schlittenhunde sind Arbeitshunde und keine Haustiere und werden an Ketten am Ortsrand bzw. außerhalb der Stadt gehalten. Häufig haben sie kleine Holzhütten oder einfach nur alte Kunststoff-Transportkissen als Unterschlupf. Kleine Hunde bis zu einem Alter von 6 Monaten dürfen frei herumlaufen und nehmen gerne die eine oder andere Streicheleinheit entgegen.



      Teil 2 folgt ....
      LG Lundefugl

    • Hallo Lundefugl,

      Grönland steht auch auf meinem Wunschzettel, wird aber aufgrund der Kosten für mich wohl immer ein Wunsch bleiben... :/ Aber „mitreisen“ geht zum Glück immer!

      Die Fotos der Eisberge und die aus dem Flugzeug finde ich besonders schön! :thumbsup:
      Ich freu' mich auf weitere Reisetage!
      LG Steffi :)
    • 26.06.2015 Teil 2: Fahrt an Ilulissat vorbei

      Auf der Weiterfahrt von Qasigiannguit in Richtung Norden fuhr die Fram schon einmal nahe an Ilulissat vorbei. Wir bekamen einen ersten Eindruck von der Menge und der Größe der Eisberge, die das Eisfjord dort hervorbringt. Die langsame Fahrt durch ein Meer von Eisbergen war wirklich beeindruckend.





      Zur Mitternachtssonne waren wir wieder draußen an Deck.


      LG Lundefugl

    • Wow, was für wunderschöne Fotos :love: Angefangen mit den Aufnahmen aus dem Flieger, dann die Eisberge und dann bei solchem Wetter <3 Traumhaft!!!! Die bunten Häuser, blasenden Wale und dann natürlich die wunderbaren Schlittenhunde, die Puppies sind einfach zum klauen <3 Da habt ihr aber wirklich Glück mit dem Wetter gehabt, wenn das so weitergeht....?
      liebe Grüße Renate :gr-blume:
    • @Huskyfan Ja, es geht noch ein paar Tage weiter mit dem herrlichen Sonnenwetter!

      27.06.2015 Uummannaq

      Diesen Tag muss ich auch aufteilen, da wir in zwei wunderschönen Orten angelandet sind und dafür 20 Bilder einfach nicht ausreichen. Der erste Blick aus dem Fenster zeigte blauen Himmel und einzelne Eisberge, was für ein Start in den Tag!! Die Fram fuhr auf dem Ort Uummannaq zu, der auf einer Insel zu Füßen des "Herzbergs" liegt (Uummannaq bedeutet herzförmig). Schon die Anfahrt lockte viele Passagiere nach draußen.



      Die Polarcircle Boote brachten uns in den kleinen Hafen. Der Ort ist wunderschön und die Lage am Hang eröffnet so viele schöne Ausblicke, dass wir eine große Schleife durch den Ort gelaufen sind und viele Fotos gemacht haben. Wir verpassten so den Start zur Wanderung zum Haus des Weihnachtsmanns. Da wir den Weihnachtsmann schon in Rovaniemi und North Pole (Alaska) besucht und nicht angetroffen hatten, war das für uns nicht so schlimm. Teilnehmer berichteten später, dass er auch an dem Tag nicht zu Hause war ^^







      Teil 2 mit der Anlandung in Ukussisat folgt noch ...
      LG Lundefugl

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lundefugl“ ()