Ålesund: Atlanterhavsparken

    • Ålesund: Atlanterhavsparken

      Dreister Pinguindiebstahl

      Große Aufregung und Betroffenheit herrscht in Atlanterhavsparken bei Ålesund , wurde doch in der letzten Nacht in das Gelände eingebrochen und die drei bereits geschlüpften Pinguinküken sowie ein Ei gestohlen. Die Parkleitung appelliert eindringlich an die Täter, die Küken zurückzugeben so sie denn noch am Leben seien. Denn, so Geschäftsführer Kenneth Sætre, ohne ihre Eltern seien die Jungtiere nicht überlebensfähig, sodass auch eventuelle Verlaufspläne von vornherein aussichtslos seien.

      Auch einen Täterverdacht gibt es: Gestern Abend soll eine Gruppe russ, also Schulabgänger, auf dem Parkplatz von Atlanterhavsparken gefeiert haben, und Bilder der Überwachungskameras zeigten, dass es sich bei den Einbrechern um dieser Gruppe zugehörige Personen handeln könnte und die Polizei hat inzwischen auch einige der russ befragt. Einige von ihnen sollen zugegeben haben, in das Parkgelände eingebrochen zu sein, bestreiten aber, dort etwas gestohlen zu haben.

      Die Parkleitung habe sich in den vergangenen Jahren bereits mehrfach bei den Behörden darüber beschwert, dass russ-Gruppen in der Umgebung gefeiert und Störungen herbeigeführt hätten, ohne dass etwas unternommen worden sei, so Geschäftsführer Sætre. Er hoffe, dass sich dieses nach dem aktuellen Vorfall nun ändern werde.
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    • Heute hat die Polizei in der Hoffnung auf weitere Informationen in Sachen Pinguindiebstahl Ausschnitte des Überwachungsvideos von Altlanterhavsparken veröffentlicht. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass vier der bislang vernommenen Personen wegen des Einbruchs in den Park derzeit wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz beschuldigt werden und - so eine Verurteilung erfolgt - auch mit Haftstrafen von bis zu drei Jahren rechnen müssen. Sollte ihnen eine Beteiligung an dem Diebstahl nachgewiesen werden, würde der Tatvorwurf entsprechend verschärft, so die Polizei.
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    • Neue Entwicklungen

      Nachdem im Rahmen einer erneuten, intensiveren Suche zwei der vermissten drei Pinguinküken tot in Brutkästen in Atlanterhavsparken gefunden worden sind, wird der Tatvorwurf gegen die vier am Freitag vernommenen russ möglicherweise geändert, und zwar von einem Verstoß gegen §14 des Tierschutzgesetzes auf Einbruch bzw. Hausfriedensbruch. Der Totfund der beiden Küken habe die Aussage der jungen Leute, die den Einbruch in das Parkgelände zugegeben hatten, in einem glaubwürdigeren Licht erscheinen lassen, worauf die Polizei nun reagiere.

      Ein Küken und das Ei sind nach wie vor verschwunden. Die Todesursache der beiden gefunden Küken ist bislang noch nicht klar, Experten wollen aber einen Zusammenhang mit äußeren Faktoren nicht ausschließen, dass Panik bei den Alttieren eine Rolle spielen könnte. In Panik geratene Pinguine trampeln bei der Rettung ihrer selbst die dann für sie bedeutungslosen Jungtiere durchaus zu Tode, ein Verhalten, dass z.B. auch bei Schafen und Schweinen vorkommt.
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    • Neue Anzeige

      Nachdem die Polizei die Anschuldigung gegen die russ, die in Atlanterhavsparken eingebrochen sind auf den weniger strafbewehrter § 355 des norwegischen Strafgesetzbuches (unerlaubtes Betreten - Geldstrafe oder Gefängnis bis zu 3 Monaten) geändert hat, hat die Tierschutzorganisatin NOAH eine Anzeige aufgrund § 3 des Tierschutzgesetzes gestellt, der das Gebot des Vermeidens unnötiger Belastungen beinhaltet. Damit steht der ursprüngliche Strafrahmen (Geldbuße oder Gefängnis bis zu einem Jahr, in schweren Fällen bis zu 3 Jahren) wieder im Raum. Die Tierschutzorganisation sieht einen Zusammenhang zwischen dem Tod der beiden inzwischen gefundenen Pinguinküken und der durch den Einbruch der russ in das Parkgelände.
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